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Sport hilft bei Arthrose –
auch bei Begleiterkrankungen

68-85 Prozent der Arthrose-Patienten haben Begleiterkrankungen, manche auch mehrere gleichzeitig. In bisherigen Studien zur Wirksamkeit von Bewegungstherapie bei Arthrose wurden Patienten mit schweren Zusatzerkrankungen fast immer ausgeschlossen. Auch die Behandlungsrichtlinien für Kniegelenks-Arthrose geben keine Hilfestellung um durch Begleiterkrankungen eingeschränkte Patienten mit einer angepassten Trainingstherapie behandeln zu können. Daher erhalten solchen Patienten häufig gar keine Bewegungstherapie.

Wissenschaftler aus Amsterdam haben jetzt 126 Patienten mit Arthrose und mindestens einer Begleiterkrankung (Herzinsuffizienz, Arteriosklerose, COPD, Diabetes mellitus Typ 2 oder starkes Übergewicht)  untersucht und die Hälfte von ihnen mit einer an ihre Begleiterkrankung angepassten Bewegungstherapie behandelt. Dazu trainierten die Probanden 20 Wochen lang mit einem Physiotherapeuten Kraft und Ausdauer.

Sicher und effektiv

Die kleine Studie konnte zeigen, dass die Studienteilnehmer aus der Sport-Gruppe auch drei Monate nach dem Ende der Behandlung besser beweglich waren und weniger Schmerzen hatten. Nebenwirkungen oder Studienabbrüche gab es dagegen nicht. Die Autoren der Studie empfehlen deshalb, behandelnde Ärzte zu ermuntern, auch bei Patienten mit schweren Begleiterkrankungen ein maßgeschneidertes Bewegungstraining als Behandlungsmöglichkeit in Erwägung zu ziehen. 

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