1706gmbewegung169

Training macht
das Alter wett

Inaktivität beschleunigt das Altern, das ist bekannt. Wer allerdings regelmäßig trainiert, kann bis ins hohe Alter leistungsfähig bleiben, so das Fazit der Autoren. Bei Marathonläufern wurden erst ab einem Alter von 54 Jahren langsamere Durchschnittszeiten gemessen – und auch danach waren die Unterschiede klein. Bei Läufern über 65 gab es allerdings zunehmend weniger Teilnehmer, deren Laufzeiten ausgewertet werden konnten. Trotzdem war ein beachtlicher Teil der Seniorensportler schneller als die meisten jüngeren Marathon und Halbmarathon-Läufer. So erreichte die Hälfte der 20- bis 54-jährigen erst nach den besten 25% der 65- bis 69-jährigen das Ziel.

Interessant war auch, dass gerade von den Älteren viele erst wenige Jahre trainierten: Etwa ein Drittel der 50- bis 59-jährigen und ein Viertel der 60- bis 65-jährigen lief erst seit weniger als 5 Jahren, etwa ein Drittel der Befragten hatte vor dem Lauftraining keinen anderen Sport getrieben. Dass es diesen älteren Sportneueinsteigern gelingt, erfolgreich einen Marathon zu absolvieren, werten die Autoren der Studie als ermutigendes Signal.

Die älteren Sportler trainierten übrigens durchschnittlich nicht öfter oder länger als die jüngeren, um ihre Leistung abzurufen. Zusammenfassend bestätigt die Untersuchung: Wer rastet, der rostet – und Bewegung hält (lange!) fit.

Bild: © halfpoint, Fotolia.com