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Visuelles Gedränge

Prasseln verschiedene Seheindrücke aus verschiedenen Richtungen auf unser Gehirn ein, spricht man von visuellem Gedränge. Unter diesen Bedingungen zeigen sich sehr individuelle Unterschiede in der Fähigkeit zum peripheren Sehen, fanden die Wissenschaftler.

Rechts- oder Linksseher?

So gab es etwa gleich viele „rechts-” wie „linkgsbegabte Seher“. Die Tendenz zu einer besseren und einer schlechteren Sehseite zeigte sich bei den jeweiligen Teilnehmern durchgehend und unabhängig von der Testaufgabe. Daraus schließen die Forscher, dass nicht die Verarbeitung der visuellen Eindrücke im Gehirn dafür verantwortlich ist, sondern die Augen selbst. „Jeder hat sein eigenes Muster der Empfindlichkeit, mit Inseln der schlechteren Sehkraft und anderen Regionen der guten“, fasst John Greenwood vom University College in London seine Ergebnisse zusammen.

Mittelfristig sollen die Ergebnisse auch die Erforschung von Augenerkrankungen vorantreiben, bei denen Aspekte des peripheren Sehens oder des Fixationspunktes eine Bedeutung haben. 

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