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Alkohol schadet
der Gehirnentwicklung

Fast 500 Schüler zwischen 12 und 21 Jahren, die noch niemals Alkohol getrunken hatten, schlossen die Forscher in ihre Untersuchung ein. Im Verlauf der nächsten Jahre sammelten etwas mehr als ein Viertel der jungen Leute Erfahrungen mit Alkohol. Die Veränderungen in ihrem Gehirn – und denen ihrer abstinenten Altersgenossen - wurden mittels MRT (Tomographie) erfasst.

Erwartungsgemäß beeinträchtigte starker Alkoholkonsum die Gehirnentwicklung der jungen Leute. Aber auch bei Schülern mit moderatem Konsum zeigten sich dosisabhängige Verzögerungen der Hirnreifung. „Je mehr getrunken wurde, desto besser war der Effekt am Gehirn erkennbar“, berichten die Autoren der Studie. Und sie warnen: „Unser Gehirn entwickelt sich bis etwa zum Alter von 25 Jahren, so dass jede Störung dieser wichtigen Entwicklungsphase langfristige Konsequenzen haben kann.“

Da Teenager mit Verboten kaum effektiv von alkoholischen Experimenten abzuhalten sind, sollten sie wenigstens über die Konsequenzen für ihre Gehirnentwicklung informiert werden. Spätestens mit 18 müssen sie dann die Verantwortung für die eigene Gesundheit – einschließlich des Gehirns - selbst tragen.

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