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Die Wahrheit über
das Sandmännchen

Nachts sind die Augen geschlossen, und unter den Lidern bildet sich eine feuchte, warme Kammer. Während tagsüber zehn- bis zwölfmal pro Minute ein feiner Tränenfilm über der Hornhaut verteilt wird, kann die Produktion von Tränenflüssigkeit nachts gedrosselt werden.

Das Immunsystem schläft nicht

So ungestört, feucht und warm sind die geschlossenen Augen ein idealer Brutkasten für Bakterien. Damit wir morgens nicht mit einer Infektion aufwachen, muss das Immunsystem die ganze Nacht hindurch arbeiten. Dazu werden verschiedene Proteine benötigt, zum Beispiel das Immunglobulin A. Im Abwehrkampf opfern außerdem ungezählte weiße Blutkörperchen ihr Leben. Der weiße Gries im Augenwinkel besteht aus Proteinen, Zelltrümmern und Salzen aus der Tränenflüssigkeit.

Wer beim morgendlichen Waschgang eine Gedenksekunde für die unermüdliche Verteidigung unseres Augenlichtes einlegen möchte, könnte sich und seiner Immunabwehr ein immungesundes Frühstück versprechen. Anregungen dazu finden sich zum Beispiel hier.

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