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Fischesser
schlafen besser

Am Fischgeschmack scheiden sich die Geister – zumindest sobald er jenseits von Fischstäbchen daherkommt. Besonders unter Kindern sind Fischmahlzeiten teils wenig beliebt. Forscher aus China haben jetzt einen interessanten Zusammenhang zwischen dem Fischkonsum, dem Schlafverhalten und der kognitiven Leistung von Schulkindern veröffentlicht: Kinder, die mindestens 1-mal wöchentlich Fisch aßen, schliefen im Durchschnitt besser (mit weniger Unterbrechungen) und zeigten bessere kognitive Leistungen. Als Basis für die Berechnung dienten die Daten von über 500 Schulkindern. Nach der Fischsorte wurde allerding nicht gefragt – auch weil die Wissenschaftler davon ausgingen, dass die 9-11-Jährigen dazu keine zuverlässigen Angaben hätten machen können.

Die Wissenschaftler denken, dass die Unterschiede auf die im Fisch befindlichen Omega-3-Fettsäuren zurückzuführen sind und ziehen andere Studien als Argumente für diese These heran: So hat die Omega-3-Fettsäure DHA einen Einfluss auf die Melatonin-Produktion. Omega-3-Fettsäuren sind auch an der Regulation anderer Schlafhormone (Prostaglandine) beteiligt. Der Zusammenhang zwischen Fischverzehr und gutem Schlaf wird schon länger erforscht, meist bei Erwachsenen.

Die Ergebnisse sind ein weiterer Hinweis darauf, dass Fischverzehr sich positiv auf die Gehirnentwicklung auswirkt. Es lohnt sich also, mit kleinen Fischverächtern in den Ring zu steigen.

Bild: © istock / DukeII