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Frühstück macht verträglicher

Je nach innerer Uhr bekommen einige Menschen morgens kaum ein Glas Milch herunter, andere schlemmen sich am liebsten schon bei Sonnenaufgang durch ein Hotelbuffet. Welche Auswirkungen das Frühstück auf den Stoffwechsel hat, wird schon lange untersucht und kontrovers verhandelt. Grundsätzlich scheint ein ausgewogenes Frühstück Vorteile zu haben. Ob Morgenmuffel jedoch gesundheitlich von einem erzwungenen Frühstück profitieren, ist noch nicht geklärt.

Frühstück für bessere Zusammenarbeit

Neuere Untersuchungen haben nun die Auswirkungen des Frühstücks auf das Sozialverhalten unter die Lupe genommen. Ergebnis: Was wir essen (und trinken) hat direkt mit unserer Teamfähigkeit zu tun. So konnten Forscher aus Lübeck zeigen, dass reichlich Kohlenhydrate zum Frühstück die Versuchsteilnehmer in Verhandlungen gerechtere Entscheidungen treffen ließen. Vor diesem Hintergrund ist „Low Carb“ für die Zusammenarbeit mit anderen eher kritisch zu betrachten.

Kaffee macht konstruktiver

In einer anderen Untersuchung zeigten amerikanische Psychologen, dass der Konsum von Kaffee die Probanden konstruktiver  und intensiver diskutieren ließ. Selbst wenn kontroverse Themen vorgegeben waren, verlief die Zusammenarbeit unter den Kaffeetrinkern reibungsloser. Auch die Teammitglieder selbst bewerteten das Verhalten ihrer Kollegen und ihr eigenes positiver. Die Effekte waren übrigens nur bei koffeinhaltigem Kaffee zu beobachten.

Für allgemeine Ernährungsempfehlungen ist es beiden Forschergruppen noch zu früh. Für morgendliche Besprechungen scheinen eine Runde Kaffee und ein Frühstückssnack jedenfalls eine gute Basis zu sein.

Bild: © Clay Banks, Unsplash