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Kein Freispruch
fürs Dampfen

Langsam steigt die Zahl der Raucher, die auf E-Zigaretten umsteigen. Die Werbung versprach Genuss ohne Reue – bis sie verboten wurde.  Anstatt Tabak mit Temperaturen von mehreren hundert Grad zu verbrennen, verdampft in der elektronischen „Fluppe“ eine meist nikotinhaltige Flüssigkeit. Dazu sind lediglich Temperaturen um die 100 Grad nötig. Außerdem sind die organischen Lösungsmittel, die als Träger für das Nikotin und verschiedene Aromen dienen, vergleichsweise harmlos.

Nicht gesünder – aber weniger schädlich

Forscher aus New York haben jetzt gezeigt, dass sich schädliche Abbauprodukte des Nikotins trotzdem in verschiedenen Geweben anreichern, wenn diese mit dem Dampf von E-Zigaretten behandelt werden. Die Entstehung entsprechender Abbauprodukte wurde zunächst im Mäusemodell und später auch an menschlichen Lungen- und Blasenzellen untersucht.

Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass das Risiko einer schädigenden Wirkung bisher stark unterschätzt worden sein könnte. Es seien dringend weitere Studien nötig, um festzustellen, wie sich das Rauchen von E-Zigaretten auf das Risiko auswirkt, an Blasen- oder Lungenkrebs zu erkranken. Langzeitbeobachtungen fehlen bisher, denn die elektronische Zigarette gibt es erst seit etwa 10 Jahren.

Umsteigen ja, einsteigen nein!

Fazit für die eigene Gesundheit: Nichtraucher sollten sich auf keinen Fall vom vermeintlich sicheren Genuss verführen lassen. Wer allerdings bisher Tabak raucht, kann mit dem Umstieg auf E-Zigaretten die Gesundheitsbelastungen verringern.

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