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Langsam laufen
ist gesund

Laufen und Lächeln

Slow Jogging wurde von dem japanischen Sportphysiologen Prof. Dr. Hiroaki Tanaka entwickelt, der jahrzehntelang an der Universität Fukuoka geforscht hat. Der inzwischen verstorbene „Laufguru“ hat Tausende von Japanern zu begeisterten Slow Joggern gemacht. Seine Methode soll gezielt Menschen ansprechen, die bisher wenig Lust auf Ausdauertraining und Sport hatten. Sie eignet sich für Ältere ebenso wie für untrainierte Einsteiger.

Mittelfuß statt Ferse

Beim Slow Jogging kommt es darauf an, den Fuß nicht mit der Ferse auf den Boden zu setzen, sondern mit dem Mittelfuß. Dafür sind viele kleine Schritte nötig. Der Rücken bleibt gerade, das Kinn oben und der Blick nach vorn gerichtet. Auf der Internetseite slowjogging.de kann man sich ein Schulungsvideo zur Technik des Slow Jogging ansehen.

Tanaka konnte zeigen, dass die Methode aus gesundheitlicher Sicht ähnlich effektiv ist wie schnelles Laufen – aber weniger Verletzungsgefahren birgt. Laut Webseite verbrennt Slow Jogging bei gleicher Distanz doppelt so viele Kalorien wie Walking und genau so viele wie schnelleres Laufen. Außerdem trainiert es die Gesäßmuskeln und die großen vorderen Oberschenkelmuskel, und zwar deutlich besser als Walken oder Gehen. Muskeltraining ist vor allem in der zweiten Lebenshälfte wichtig, um Muskelschwund entgegenzuwirken. Eine schwache Muskulatur erhöht das Risiko für Stürze, es lohnt sich also, seine Muskeln durch entsprechendes Training zu pflegen.

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