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Prüfungsstress schwächt
das Immunsystem

Innerhalb einer achtwöchigen Klausurphase nahmen die Wissenschaftler den 20 Studenten fünfmal  Blut- und Speichelproben ab. Außerdem befragten sie ihre Probanden nach ihrem psychischen Befinden.

Stress killt Immunzellen

Bei psychisch stabilen Studierenden nahm die Zahl der Abwehrzellen im Blut während der Prüfungsphase ab. Gerade solche Zellen, die für die frühe Immunantwort gegen Infektionen verantwortlich sind, fanden die Forscher bei den gestressten Studienteilnehmern deutlich seltener, etwa natürliche Killerzellen oder sogenannte Monozyten. Bei Studienteilnehmern, die schon vor den Prüfungen psychisch belastet waren, konnten die Forscher übrigens keine Unterschiede feststellen: Ihr Immunstatus war im Vergleich zu den „entspannteren“ Kollegen schon vorher deutlich schlechter.

Die Forscher sprechen beim Prüfungsstress von einer Mischung aus chronischen und akuten Stresselementen, etwa die anstrengende Vorbereitung, die Aufregung direkt vor der Prüfung bis zur nervenaufreibenden Warterei auf die Ergebnisse. Wer sich auf eine Prüfung vorbereitet, sollte dem Immunsystem daher den Rücken möglichst frei halten: mit ausreichend Schlaf und einer ausgewogenen Ernährung, die alle wichtigen Mikronährstoffe liefert, welche die Immunabwehr für ihre Arbeit braucht. 

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