Makuladegeneration: Vorbeugen hilft Ihnen bei einer AMD
AMD Vorbeugung durch Sport, Ernährung, gesundes Leben
Vitamine, Nährstoffe, Sport gegen altersbedingten Verlust des Sehvermögens

Makuladegeneration: Vorbeugen hilft Ihnen bei einer AMD

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist die häufigste Ursache für Erblindungen in Deutschland. Das Risiko, an einer altersbedingten Makuladegeneration zu erkranken, nimmt ab dem Alter ab 55 Jahren deutlich zu. Was sind vermeidbare und unvermeidbare Risikofaktoren? Und wie können Sie Ihre Augen effektiv vor AMD schützen? Informieren Sie sich hier.

AMD - nicht nur eine Frage des Alters

Die Entstehung der altersbedingten Makuladegeneration ist komplex und noch immer nicht vollständig aufgeklärt. Fest steht aber, dass das Alter eine wichtige Rolle bei der AMD spielt. Vermutlich erkrankt jeder Mensch im Laufe seines Lebens irgendwann an einer altersbedingten Makuladegeneration, vorausgesetzt er wird alt genug. Inzwischen sind jedoch – außer dem Alter – mehrere beeinflussbare (exogene) und nicht beeinflussbare (endogene) Faktoren bekannt, die das Risiko einer AMD erhöhen. Außerdem haben Risikofaktoren Einfluss auf den Verlauf der AMD und wirken sich ungünstig auf die Prognose aus. Um die Augen zu schützen, ist es daher wichtig, beinflussbare Risikofaktoren zu vermeiden.
Risikofaktoren des Sehverlusts im Alter

Nicht-beeinflussbare Risikofaktoren der AMD sind:

  • Alter: ab dem Alter von 55 Jahren nimmt die Häufigkeit der altersbedingten Makuladegeneration deutlich zu.
  • Familiäre Veranlagung: Kommt die altersbedingte Makuladegeneration bereits bei Familienangehörigen vor, so ist das eigene Risiko, an AMD zu erkranken erhöht.
  • Helle Haut und Augenfarbe: Menschen mit heller Haut und heller Augenfarbe (blaue Augen) haben wenige Pigmente, die vor der schädlichen Wirkung der UV-Strahlung (Sonnenlicht) schützen.
  • Arteriosklerose: Die Gefäßkrankheit Arteriosklerose führt zu einer verminderten Durchblutung, was eine schlechtere Versorgung der Netzhaut mit Nährstoffen und Sauerstoff mit sich bringt.
Altersbedingte Makuladegeneration - Veranlagung und Risikofaktoren
Ab dem Alter von 55 Jahren nimmt die Häufigkeit von AMD deutlich zu.

Schluss mit dem Rauchen!

Rauchen ist nicht nur ungesund für Lungen und Atemwege, sondern schädigt auch die Augen und ist sogar der wichtigste Risikofaktor der altersbedingten Makuladegeneration. Durch den Zigarettenkonsum entstehen vermehrt freie Radikale, die Alterungsprozesse in den Augen begünstigen. Außerdem haben Raucher häufig eine Unterversorgung an Mikronährstoffen. Raucher haben ein vierfach erhöhtes Risiko, an einer altersbedingten Makuladegeneration zu erkranken – selbst bei ehemaligen Rauchern ist das Risiko immer noch um den Faktor 3 erhöht. Die wissenschaftliche Gesellschaft der Augenärzte (DOG) empfiehlt Rauchern mit ersten Krankheitsanzeichen einer AMD den sofortigen Rauchstopp.
Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor des Erblindens durch altersbedingte Makuladegeneration

Abspecken und mindestens 15 Minuten täglich bewegen!

Stark übergewichtige Personen (mit einem Body-Mass-Index (BMI) über 30 kg/m2) haben ein doppelt so hohes Risiko für AMD wie normalgewichtige Personen. Besteht zusätzlich eine familiäre Veranlagung, ist das Risiko sogar um das mehr als das 10-Fache erhöht. Auch Bewegungsmangel gehört zu den Risikofaktoren. Körperlich aktive Menschen haben ein um 40 % geringeres Risiko für AMD. Mindestens 15 Minuten Bewegung pro Tag oder 90 Minuten pro Woche reichen aus, um die Widerstandskraft gegen oxidativen Stress zu stärken und die Augen zu schützen.
Sport und Bewegung fördern die Augengesundheit
Bewegung ist auch für die Augen gesund, denn aktive Menschen haben ein geringeres Risiko, an einer altersbedingten Makuladegeneration zu erkranken.

Gesund und ausgewogen essen!

Eine gute Versorgung des Auges mit Vitaminen und Spurenelementen beugt der Entstehung einer altersbedingte Makuladegeneration vor. Das ist schon lange bekannt und wurde durch die ARED-Studien bestätigt, die zeigten, dass die Einnahme von Mikronährstoffen das Fortschreiten der altersbedingten Makuladegeneration bremsen kann.

Obst und Gemüse spielen eine wichtige Rolle in der gesunden Ernährung, denn es sind die wichtigsten Quellen für Vitamine und andere sogenannten Antioxidanzien, die freie Radikale neutralisieren und das Auge vor oxidativem Stress schützen. Eine Ernährung reich an tierischen Fetten und arm an Vitaminen kann das Auftreten einer AMD begünstigen.

Vitamine und Mikronährstoffe gegen altersbedingten Verlust der Sehkraft

Stressfaktoren vermeiden!

Stressfaktoren belasten das Auge zusätzlich. So vermeiden Sie Stress für die Augen:

  • Eine gute Sonnenbrille tragen (vor allem im Gebirge)!
  • Blaulichtanteil von Monitor und Handy herunterregeln soweit möglich!
  • Zigarettenrauch meiden!
  • Reizarme Kosmetika verwenden!
  • Kontaktlinsen so oft wie möglich gegen eine Brille tauschen!
  • Gebläse im Auto, Zug oder Flugzeug nicht auf die Augen richten!
Schutz der Augen vor UV-Strahlung fördert die Augengesundheit

Regelmäßig zum Augenarzt ab dem Alter von 60 Jahren

Um die altersbedingte Makuladegeneration möglichst früh zu erkennen und zu behandeln, empfiehlt der Berufsverband der Augenärzte regelmäßige, jährliche Kontroll-Untersuchung auf AMD beim Augenarzt ab dem Alter von 60 Jahren. Hier können Sie Ihre Augen selbst testen mit dem sogenannten Amsler-Gitter-Test.
Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt zur Früherkennung degenerativer Augenerkrankungen
Ab dem Alter von 60 Jahren sollten die Augen jährlich beim Augenarzt auf AMD hin kontrolliert werden.
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