Stressfaktoren für das Auge - Symbolbild Smartphonenutzung
Stressfaktoren für das Auge - Alterungserscheinungen, Bildschirmnutzung

Stressfaktoren für das Auge

Zugluft, Kälte, Hitze, Sonne, Staub, Smog und langes Arbeiten am Monitor – unsere Augen halten Tag für Tag vieles aus. Welche Umweltfaktoren schaden den Augen? Was sind Anzeichen eines gereizten Auges? Wie können wir unsere Augen schützen? Lese hier mehr.

Da bleibt (k)ein Auge trocken

Augenlider und Tränendrüsen schützen unsere Augen auf natürliche Art. Bei jedem Blinzeln wird das Auge mit Tränenflüssigkeit benetzt. Tränen befeuchten und schützen außerdem vor Infektionen. Beim Arbeiten am Computer oder auch beim Fernsehen blinzeln wir seltener, so dass die Tränenflüssigkeit nicht mehr auf dem Auge verteilt wird. Die Augen ermüden, sind gereizt und trocknen aus. Experten sprechen vom Office-Eye-Syndrom (zu Deutsch: Büro-Augen-Syndrom). Neben der Arbeit am Monitor können weitere Umwelteinflüsse das Auge belasten. Daraus resultiert das Krankheitsbild des trockenen Auges. Etwa jeder fünfte Deutsche, also etwa 12 Millionen Bundesbürger leiden daran.

Augenermüdung durch Bildschirmarbeit - Stressfaktor für das Auge

Zu den weiteren Stressfaktoren, die das Auge belasten, gehören:

  • Wind, Zugluft, Klima-Anlagen
  • Kälte, Hitze, Sonne (UV-Licht)
  • Tabakrauch, Staub, Ozon, Smog
  • Unausgewogene Ernährung (geringe Zufuhr von Vitaminen und Nährstoffen)
  • Diabetes und andere Krankheiten
  • Schlafmangel
  • Kosmetika
  • Kontaktlinsen
Einsetzen einer Kontaktlinse

Bei zu viel Stress sieht das Auge rot

Die häufigsten Beschwerden des gereizten oder trockenen Auges sind:
  • Brennen
  • Juckreiz
  • Tränen
  • Schmerzen
  • Druck- oder Fremdkörpergefühl
  • Lichtempfindlichkeit
  • Sehverschlechterung oder verschwommenes Sehen
  • Gerötete Augen und Lidränder
Frau mit Brille - Symbolbild oxidativer Stress für die Augen

Blaues Licht: schlechte Aussichten für die Augen

Nicht nur das lange Starren, sondern auch das blaue Licht des Monitors stresst unsere Augen, wie französische Wissenschaftler kürzlich nachwiesen. Die Forscher fanden heraus, dass blaues LED-Licht Entzündungen im Auge von Ratten auslöst und bei den Nagern zum Absterben der Sinneszellen in der Makula der Netzhaut führt. Bereits zuvor hatten Wissenschaftler der Universität Dresden entdeckt, dass blaues Licht oxidativen Stress in der Netzhaut verstärkt. Aufgrund dieser Erkenntnisse sind Mediziner besorgt. Denn LED-Licht gehört inzwischen zu unserem Alltag: Lampen in der Wohnung und am Arbeitsplatz sowie Beleuchtungen an Fahrzeugen und Gebäuden und vor allem Bildschirme von Computern, Tablets und Handys strahlen das blaue Licht aus.

Stress für die Augen: blaues LED-Licht von Smartphone-Displays

Wie kann ich mich vor schädlichem LED-Licht schützen?

Zum Schutz der Augen vor blauem LED-Licht empfehlen Experten folgende Tipps:

  • Abstand zwischen LED-Lampe und Kopf soll mindestens 20 cm betragen
  • Blaulichtanteil von Monitor und Handy herunterregeln soweit möglich
  • LED-Lampen mit natürlichem Lichtspektrum verwenden (warmweiße LED mit 3000 Kelvin)
  • Niemals direkt in LED-Lampen hineinschauen
Schutz vor schädlichem LED-Licht

Oxidativer Stress im Fokus des Auges

Oxidativer Stress ist bei fast jeder Augenkrankheit beteiligt, vor allem bei der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). Die Sehleistung des Auges erfordert einen besonders intensiven Stoffwechsel und einen hohen Verbrauch von Sauerstoff. Als Abfallprodukte entstehen im Auge ständig Substanzen, die sogenannten freien Radikale, die neutralisiert werden müssen. Dafür sorgen natürliche Regenerationsprozesse. Doch sobald dieses Gleichgewicht nicht mehr optimal funktioniert, beispielsweise mit zunehmendem Alter oder bei zu vielen Stressfaktoren, können die Radikale überhand nehmen. Dann entsteht oxidativer Stress, der das Auge und besonders die empfindlichen Sinneszellen der Netzhaut schädigt.

Alterungsprozesse des Auges: altersbedingte Makuladegeneration

Natürlicher Schutz der Augen durch Vitamine und andere Nährstoffe

Der Volksmund hat recht: Möhren sind gut für die Augen. Aktuelle Studien zeigen, dass eine ausgewogene gesunde Ernährung und eine gute Versorgung der Augen mit Vitaminen und anderen Mikronährstoffen positive Auswirkungen haben, wie:

  • Schutz vor oxidativem Stress
  • Positiver Einfluss bei Augenkrankheiten
Möhren - gut für die Augengesundheit und gegen oxidativen Stress

Stress vermeiden und Durchblick bewahren!

Diese Maßnahmen helfen dabei, gereizte oder trockene Augen zu lindern:

  • Räume ausreichend lüften und während der Heizperiode einen Luftbefeuchter verwenden, Grünpflanzen verbessern das Raumklima
  • Bei intensiver UV-Strahlung eine gute Sonnenbrille tragen (vor allem im Gebirge)
  • Ausreichend Schlaf
  • Zigarettenrauch meiden
  • Ausreichend Flüssigkeit, am besten Wasser, trinken (mindestens 2 Liter pro Tag)
  • Bei der Arbeit am Bildschirm nach Möglichkeit häufig Pausen einlegen und Übungen zur Entspannung der Augen durchführen
  • Spiegelung von Lampen oder Fenstern auf dem Monitor vermeiden. Künstliches Licht sollte stets seitlich einfallen
  • Reizarme Kosmetika verwenden
  • Kontaktlinsen so oft wie möglich gegen eine Brille tauschen
  • Gebläse im Auto, Zug oder Flugzeug nicht auf die Augen richten
  • Vitaminreiche, ausgewogene Ernährung bevorzugen
Augenstress verringern: Pausen, Blick ins Weite, Flüssigkeitszufuhr
Zur Entspannung und Erholung der Augen zwischendurch, z. B. im Büro, helfen ein paar einfache Übungen. Die Anleitung findest Du hier: Training für die Augen
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