Kind mit Gemüse - Ernährung für die kindliche Immunabwehr
Kindliches Immunsystem stärken mit Gemüsesmoothies, Kind mit Einkaufswagen

Ernährung zur Unterstützung des kindlichen Immunsystems

Eine starke Immunabwehr braucht Munition im Kampf gegen die Erreger. Über den Verlauf der Abwehrkämpfe in unserem Körper entscheidet auch der Nachschub. Was braucht das Immunsystem, um für die täglichen Herausforderungen bestens gerüstet zu sein?

Engpässe trotz Überfluss

Eine schlechte Versorgung mit Mikronährstoffen ist bei uns in der Regel nicht auf die fehlende Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln zurückzuführen. Im Gegenteil: Die freie Auswahl führt nicht immer zu den besten Entscheidungen, besonders bei Kindern, für die Geschmack ein deutlich wichtigeres Kriterium ist als Gesundheit. Das führt dazu, dass manche Kinder sich trotz vielfältiger Angebote recht einseitig ernähren, wie Studien zeigen. Wir haben Expertentipps, wie man Kinder zu einer ausgewogeneren Ernährung motivieren kann.

Schützenhilfe für die Abwehr

Für die ausreichende Versorgung der Abwehrkräfte sind insbesondere Vitamine & Co. aus der täglichen Nahrung von großer Bedeutung. Sie versorgen das Immunsystem mit Bausteinen für alle notwendigen Funktionen, z. B. die regelmäßige Neubildung von Abwehrzellen und -stoffen. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung enthält wichtige Mikronährstoffe wie Eisen in Fleisch oder Vollkornbrot, Vitamin D in Lachs oder Eiern, Selen in Kohlrabi oder Erdnüssen, Zink in Käse und Kartoffeln oder Vitamin C in Citrusfrüchten und Paprika.

Mikronährstoffe

Mikronährstoffe sind für viele lebenswichtige Funktionen unseres Körpers unentbehrlich. Von nur wenigen Ausnahmen abgesehen, können wir Menschen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente nicht selbst herstellen. Deshalb bezeichnet man sie auch als “essenziell“ – das heißt, wir müssen sie in ausreichender Menge mit der Nahrung zu uns nehmen. Mikronährstoffe benötigt unser Körper nicht nur in Zeiten, in denen Knochen, Muskeln und Organe wachsen. Wir benötigen sie Tag für Tag und unser ganzes Leben lang. Für unseren Stoffwechsel sind sie unverzichtbar – z. B. für den Energiehaushalt und das Nervensystem. Nicht zu vergessen das Immunsystem: Hier unterstützen Vitamine & Co. den stetigen Auf- und Abbau sowie den Schutz der Abwehrzellen.

Kinderernährung in Deutschland

Damit sich ein Kind körperlich und geistig optimal entwickelt, ist eine gesunde Ernährung sehr wichtig. Hier stehen Eltern jeden Tag vor der Aufgabe, ein kinderfreundliches „Versorgungspaket“ aus Nährstoffen und wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen zu schnüren, das den Mikronährstoffbedarf absichert und vor Infekten schützt.

Übrigens: Wer von klein auf Gesundes isst, tut dies meist auch noch als Erwachsener. Eine wichtige Voraussetzung, um gesund und fit zu bleiben.

Richtschnur für Eltern

Mit der Ernährungspyramide steht Eltern und Kindern ein einfaches System zur Verfügung, das mithilfe von anschaulichen Symbolen, verständlichen Ampelfarben und Portionsbausteinen eine alltagstaugliche Orientierung in Sachen „gesunde Ernährung“ bietet – mit viel Platz für geschmackliche Vorlieben und Gewohnheiten. Experten für Kinderernähurng betonen allerdings immer wieder: Nach Tabellen und Leitlinien zu essen ist nicht das Ziel. im Idealfall wird eine ausgewogene Familienernähurng einfach zur Selbstverständlichkeit. Und bis dahin hilft nur: Gelassen bleiben.

„Gesund – mag ich nicht!“

"Für Kinder geht „lecker“ vor „gesund“. Wenn Kinder Gemüse und Obst ab und zu links liegen lassen, ist das kein Problem. Wenn es aber nicht beim „ab und zu“ bleibt, können Versorgungslücken bei den Mikronährstoffen entstehen, die auch zu Abwehr-Lücken im Immunsystem führen können. Dass die tatsächliche Versorgung unserer Kinder mit Obst und Gemüse im Durchschnitt nicht ausreicht, darauf weisen die Verantwortlichen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) hin. Auch die Ergebnisse einer Langzeitstudie des Robert Koch-Instituts zeigen, dass Kinder im Durchschnitt tatsächlich deutlich weniger Obst und Gemüse essen als empfohlen."

Schulverpflegung im Blickpunkt

Wenn die Kids in der Schule zu Mittag essen, fragen sich viele Eltern, ob sie eine gesunde Ernährung ihrer Kinder sicherstellen und beeinflussen können. In Richtung vitamin- und mineralstoffreicher Kost zeigt die Qualität der Mahlzeiten in vielen Einrichtungen noch Optimierungsbedarf. Die Gründe hierfür sind vielschichtig: Manchmal sind es die langen Warmhaltezeiten, die hohe Mikronährstoff-Verluste nach sich ziehen. Ein anderes Mal begrenzen kleine Budgets ein vollwertiges Ernährungsangebot. In diesen Situationen ist es hilfreich, die gesamte Verpflegungsstrategie der Kinder im Blick zu behalten. So können dann auch nährstoffärmere Mahlzeiten jederzeit mit bunten, gesunden Angeboten ausgeglichen werden.

Tipps für Besser-Esser

Kinder leben im Jetzt. Vorträge über die Auswirkungen ihrer Ernährungsentscheidungen für ihre Gesundheit in einem Monat, einem Jahr oder gar dem „späteren Leben“ haben für sie keine Relevanz. Hinzu kommt: Ungewohntes oder Geschmacksintensives wir häufig abgelehnt, eine Vorsichtsmaßnahme der Natur, um Vergiftungen zu vermeiden. Studien zeigen aber: Langfristig orientieren sie sich am Ernährungsverhalten der Eltern – auch wenn man das auf dem Teller mitunter nicht direkt sieht. Wie bekommen Eltern mehr mikronährstoffreiche Lebensmittel in den Nachwuchs? Wir haben einige Expertentipps gesammelt:

Expertentipps

Wichtige Mikronährstoffe für Kinder

Vitamin D

Allgemein
  • trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
  • wird für das normale kindliche Wachstum und die Knochenentwicklung benötigt
Vorkommen
Hering, Makrele, Eigelb, Leber und Pilze

Calcium

Allgemein
  • wird für das normale kindliche Wachstum und die Knochenentwicklung benötigt
Vorkommen
Brokkoli, Sesam, Milch bzw. Milchprodukte 

Jod

Allgemein
  • trägt zum normalen Wachstum von Kindern bei
Vorkommen
Seefisch, Meeresfrüchte und jodiertes Speisesalz
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