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Gehirnentwicklung: Die Evolution von Gehirn und Gedächtnis 

Spannende Gedächtnisgeschichten zum Thema Evolution, Gehirn & Erinnerung

Jeder hat mal klein angefangen. Das gilt auch für unser Gedächtnis. So wie unser Körper sich vom Affen bis zur Generation Y entwickelt hat, ist auch unser Verstand mit seinen Aufgaben gewachsen.

Unser Gehirn wächst

Bandwürmer erleben wohl wenig Denkwürdiges. Wahrscheinlich hat die Natur ihnen aus diesem Grund ein Gehirn erspart. Bei Säugern mit entwickeltem Gehirn sitzt die Fähigkeit zu lernen in der grauen, faltigen Großhirnrinde – bei uns Menschen außerdem Sitz von Bewusstsein und Gedächtnis. Als sich unser Weg vor gut sieben Millionen Jahren von dem der Schimpansen trennte, wuchs das Hirn unserer hominiden Urahnen zunächst nur langsam. Doch das änderte sich schlagartig. Musste der Homo habilis vor etwa zwei Millionen Jahren noch mit 600 ccm klarkommen, wurde der Homo sapiens vor 190.000 Jahren standardmäßig schon mit etwa 1400 ccm "ausgeliefert".

Das Gedächtnis als Überlebensvorteil

Forscher vermuten heute, dass ein Klimawandel Homo sapiens vor ungekannte Herausforderungen stellte. Um zu überleben, besann er sich auf den Gebrauch von Werkzeugen, was geistige Beweglichkeit und geschickte Hände belohnte. Gedächtnis zahlte sich also plötzlich auf dem Speisezettel aus. Das merkten sich unsere Vorfahren gut. Und wer ein großes Gehirn hat, dem fallen tausend tolle Sachen ein. Neue Werkzeuge förderten Tradition, schließlich wollen die Jungen auch morgen noch vom Wissen der Alten satt werden. Neue Waffen machten Großwildjagd möglich. Und die war umso erfolgreicher, je besser die Gruppe ihr Handeln durch Sprache koordinieren konnte.

Gehirn und Gedächtnis fit halten

Jagd, Handwerk, Sprache, Kunst, Musik, Religion – Millionen gute Gründe, sich wichtige Dinge gut zu merken. Unser gutes Gedächtnis wurde zum Überlebensvorteil. Menschheitsdämmerung, über der Steppe Afrikas die Morgenröte unserer Kultur. Je intelligenter und geschickter wir wurden, umso mehr besseres Futter schafften wir heran. Und wir konnten uns in der Folge immer größere und exaltiertere Gehirne leisten. Ein Rückkopplungseffekt, der lange anhielt. Erst mit Sesshaftigkeit, Ackerbau und Viehzucht begann unser Gehirn wieder zu schrumpfen – gut 150 g seitdem. Grund genug also, unser Gedächtnis fit zu halten!