10 gesunde Jahre zu gewinnen

Es gibt bereits verschiedene Studien, die zeigen, dass ein gesunder Lebensstil die statistische Lebenserwartung erhöht.

Forscher aus Harvard wollten genauer wissen, was Sport und Verzicht uns ganz konkret bringen.  Sie haben berechnet, dass ein pfleglicher Umgang mit unserem Körper uns nicht nur mehr Lebensjahre verheißt – sondern vor allem auch mehr gesunde Jahre ohne chronische Krankheiten.

Die Forscher wollten wissen, wie viele „gesunde“ Jahre wir uns mit einem disziplinierten Lebensstil in mittleren Jahren erkaufen können. Mit gesund war in diesem Fall gemeint: ohne Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Ergebnisse waren überraschend deutlich: Frauen, die mit 50 Jahren gesund leben, haben statistisch 10 gesunde Jahre mehr zu erwarten als ihre Geschlechtsgenossinnen, die weniger Energie in die eigene Gesundheit investieren. Bei den Männern waren es immerhin noch siebeneinhalb Jahre.

Ernährung, Bewegung, Gewicht und Giftverzicht

Die zugrunde liegenden Daten stammten aus zwei sehr großen Beobachtungsstudien mit über 100.000 Teilnehmern. Zur Bewertung des Lebensstils wurden fünf Kriterien herangezogen: Tabakkonsum, Body-Mass-Index, Ernährung, Alkoholkonsum und tägliche Bewegung. Als gesunde Lebensstilfaktoren galten also nicht Rauchen, ein BMI zwischen 18,5 und 24,9; mindestens moderate Bewegung über 30 min pro Tag, ein mäßiger Alkoholkonsum von max. 15 g pro Tag für Frauen und höchstens 30 g täglich für Männer, das entspricht etwa einem bzw. zwei üblichen Gläsern alkoholischer Getränke pro Tag.

Den stärksten Zusammenhang zwischen dem Lebensstil und dem Krankheitsrisiko fanden die Forscher in Bezug auf Diabetes Mellitus Typ 2. Danach folgten chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei Krebs war die Abhängigkeit am schwächsten ausgeprägt. Aber: Immerhin 50 % der krebsbedingten Todesfälle gingen den Wissenschaftlern zufolge auf das Konto eines ungesunden Lebensstils.

Wer mit 50 gesund lebte, hatte nach dieser Studie durchschnittlich noch 34 (Frauen) bzw.  31 (Männer) krankheitsfreie Jahre zu erwarten, bezogen auf Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Ein guter Ansporn, den eigenen Körper fürsorglich zu behandeln!

Ähnliche Artikel

Brot und Salz: Rustikales Käsebrot

Brot und Salz für die neuen Nachbarn - Doppelt gemoppelt?

Neuen Nachbarn schenkt man traditionell Brot und Salz – das ist eigentlich doppelt gemoppelt, folgt man einer Untersuchung des staatlichen Max-Rubner-Institutes. Im Rahmen einer bundesweiten Erhebung wird regelmäßig der Kochsalzgehalt von Gebäck ermittelt. Brot ist eine der Hauptquellen für die Kochsalzzufuhr in Deutschland, und daran hat sich in den letzten 6 Jahren wenig geändert.
Mehr
Zitrone: Zitronenscheibe in heißem Tee

Die Zitrone: Immun-Liebling des Monats

Wenn die nasskalten Herbst- und Wintermonate anstehen, hat die Zitrone bei uns wieder Hochsaison. Im Sommer noch erfrischend in der selbstgemachten Zitronenlimonade, gilt die „heiße Zitrone“ mit frischem Zitronensaft besonders in der kalten Winterzeit als wärmender Immun-Booster. Ein Lobgesang auf unseren Immun-Liebling des Monats – die Zitrone.
Mehr
Essenswahl bestimmt Darmflora - Müslischale mit Heldelbeeren

Darmflora - die Essenswahl bestimmt das Mikrobiom im Darm

Ketogen, glutenfrei oder vegetarisch – erstmals haben Wissenschaftler zusammen getragen, wie sich spezielle Kostformen auf die Bakterien-WG in unserem Darm auswirken könnten. Das ist noch weitgehend unerforscht, aber wichtig. Denn die Zusammensetzung des Mikrobioms entscheidet mit über die Funktionsfähigkeit der Darmbarriere und die Regulation der Immunreaktion.

Mehr
Saisongemüse Rote Beete und Kartoffel

Saisongemüse - Das Gute liegt nah

Wenn Herbst und Winter nahen, möchte manch einer von uns auf seine süßen Südfrüchte oder den frischen Salat nur ungern verzichten. Wer aber seine Menüwahl gelegentlich der Jahreszeit anpasst, tut nicht nur sich sondern auch der Umwelt etwas Gutes. Wir haben drei Gründe, warum Du frischem Saisongemüse wie z.B. Rote Beete, Grünkohl, Pastinaken, Steckrüben, Chicorée oder Feldsalat in der Herbst-/Winterzeit mal den Vorzug geben solltest.
Mehr