Arthrose Behandlung: Kann Knorpel doch nachwachsen?

Knorpelschäden führen häufig zu Arthrose (Gelenkverschleiß), weil der Gelenkknorpel nur sehr begrenzt regenerationsfähig ist. Die Behandlung von Knorpelschäden ist schwierig und nicht immer sehr erfolgreich. Gleichzeitig ist Gelenkverschleiß eine Volkskrankheit, die sich in unserer alternden Gesellschaft immer mehr ausbreitet. Mit Hochdruck wird der Stoffwechsel des Knorpels untersucht – immer auf der Suche nach Ansätzen, die in Zukunft neue, regenerative Therapien ermöglichen sollen.

Frische Knorpelbausteine entdeckt

Vielversprechende Ergebnisse haben nun einige Forscher der amerikanischen Duke-Universität vorgestellt. Demnach kann sich Gelenkknorpel sehr wohl selbst regenerieren. Die Wissenschaftler haben sich hierfür bestimmte Eiweißmoleküle des Knorpels genauer angesehen. Solche Eiweißbausteine verändern sich im Laufe der Zeit, sie altern nach einem bestimmten Schema. Dass dabei auch jüngere Knorpelproteine gefunden wurden, beweist, dass der Gelenkknorpel sich sehr wohl erneuern kann. Besonders im Knorpel der Fußgelenke fanden die Forscher viele „jüngere“ Proteine. Das passt zu der Beobachtung, dass Arthrose in den Fußgelenken selten ist – obwohl die Belastung auf diese Gelenke recht hoch ist.

Traum von neuen Therapien

Weitere molekulare Untersuchungen zur Genregulation in den betroffenen Knorpelbereichen in Hüfte, Knie und Fußgelenk lieferten auch einen Erklärungsansatz dafür, wie die Regenerationsfähigkeit gesteuert werden kann. Daran sind Abschriften des Erbgutes beteiligt (sogenannte Mikro- und mRNA-Moleküle). Sie ermöglichen unter anderem die Herstellung von Kollagen, einem Bestandteil gesunden Knorpels. Die Wissenschaftler hoffen, Substanzen zu finden, mit denen sie in die Regulationsmechanismen eingreifen und die Knorpelregeneration fördern können. Das dürften allerdings noch einige Jahre dauern. Bis dahin hilft nur, die eigenen Gelenke gut zu pflegen.

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