Bäh, Mama! Das esse ich nicht! - Tipps zur Kinderernährung

Ein häufig besprochenes Thema unter Müttern, ist das Thema Ernährung. Fragen wie: Was isst dein Kind gern? Mag es Gemüse? Und wie bekomme ich mein Kind dazu mehr gesunde Dinge zu essen?, werden unter Müttern diskutiert. Oft schleicht sich dabei auch ein schlechtes Gewissen ein und die Gedanken: Bin ich beim Thema Ernährung vielleicht nicht konsequent genug? Isst mein Kind zu ungesund? Ich finde diese Gedanken zeigen schon mal eine Sache ganz deutlich: Mütter wollen an erster Stelle eins – das Beste für ihr Kind.

In diesem Blogpost möchte ich gern erzählen, wie es mit dem Thema Ernährung bei meinen Kindern aussieht und meine Erfahrungen und Tipps teilen.

Status Quo bei uns zu Hause.

Ernährungstechnisch habe ich zu Hause zwei Extreme wohnen. Zwei Kinder, gleiche Eltern, völlig unterschiedliches Essverhalten. Also an der Erziehung liegt es hier schonmal nicht.

Meine Tochter (5 Jahre), der Gourmet. Sie nascht mit mir genüsslich Rohkost, isst mit Freude eine halbe Gurke mit Schale am Stück, genießt feinste Oliven und probiert ohne zu zögern erstmal alles, was ich ihr anbiete.

Mein Sohn (8 Jahre), kulinarischer Verweigerer und Skeptiker. Er macht es wie die Griechen und lässt erstmal seine Schwester vorkosten und beobachtet die Reaktion, bevor er selbst ein mikroskopisch kleines Stück abbeißt. Es gab Zeiten, da habe ich um jedes noch so kleine Gemüsestück mit ihm gefeilscht. Auch ich war in Sorge! Zum Glück hat sich mit der Zeit der Speiseplan von meinem Sohn erweitert und ich bin zuversichtlich, dass sich das auch weiterhin so entwickeln wird.

Hier kommen ein paar Tipps, die uns geholfen haben, den Speiseplan der Kinder stetig zu erweitern.

1. Gut Ding braucht Weile.

Gut Ding braucht Weile, das weiß doch jeder.  Der Geschmackssinn von unseren Kindern verändert sich ständig. Heißt, was heute bäh und bitter ist, ist in Zukunft vielleicht sogar ganz okay. Deshalb sollte man sich den Satz „Das isst mein Kind nicht“ niemals fest einprägen und schon gar nicht laut vorm Kind sagen. Die Devise heißt, immer wieder – auch in Variationen – die Gerichte anbieten und hoffen, dass es beim Kind irgendwann doch Klick macht.

2. Variationen schaffen.

Salat pur schmeckt auch meiner Tochter nicht – genauso wie den meisten Menschen – aber mit einem leckeren Honig-Dressing sieht die Sache schon ganz anders aus. Auch sie hat ein Lieblingsdressing und isst damit gern Salat mit Gurken.

Spinat auf dem Teller, das kann mein Sohn nicht ausstehen und baut mit seinem Messer direkt eine Schutzmauer, um bloß nicht das restliche Essen damit zu kontaminieren. Stellt Euch nur vor, der böse Spinat würde sich mit den Kartoffeln mischen? Aber – und das finde ich selbst heute noch irre – einen frischen eiskalten Smoothie mit Babyspinat, Banane, etwas Honig und Haferflocken liebt er.  Es bedurfte zuvor natürlich einiger Smoothies, bis wir einen gefunden hatte, den er möchte.

Banane pur – da rümpft Sohnemann die Nase. Banane geschnitten mit etwas Honig zum Dippen und ein paar Schokostreusel on top, ist wiederum ein heiß geliebter Nachtisch oder Nachmittagssnack und doch viel besser als ein Schokopudding.

3. Das steckt drin.

Früher dachte mein Sohn seine Tomatensoße besteht aus Tomaten. Wenn er heute eine Tomatensoße von mir isst, dann weiß er, dass er mit ihr auch Zwiebeln, Knoblauch und Basilikum zu sich nimmt. Manchmal gar einen gut pürierten Fenchel oder eine Möhre. Die Erkenntnis darüber, wie viele verschiedene Zutaten und Gewürze in einem Gericht stecken können, baut Ängste vor neuen Zutaten bei Kindern ab. Hier hilft es gemeinsam mit den Kindern zu kochen und sie mithelfen zu lassen. Der Stolz übers selbstgekochte Essen lässt sie auch eher probieren.

Tipp: Pürieren ist ein einfacher & guter Weg eine Soße um Gemüse zu erweitern. 🙂

4. Gemeinsam einkaufen gehen und regionale Märkte / Bauernhöfe besuchen.

Ein weiterer Weg, um Kinder neugierig auf neue Zutaten zu machen, ist gemeinsam einkaufen zu gehen und die Kinder bei der Wahl helfen zu lassen. Um das Ganze einzugrenzen – und um große Süßigkeiten-Regale zu umgehen – bieten sich kleine Märkte oder ein Bauernhof mit Hofladen an. So macht es gleich für alle viel mehr Spaß.

5. Vorbild sein.

Vielleicht nicht für den Moment hilfreich, aber ganz sicher für die Zukunft. Wenn wir Eltern offen sind und vielfältig essen, dann sehen das unsere Kinder. Kinder bekommen ganz genau mit, wie wir auf Lebensmittel reagieren und sie erkennen, ob Mama und Papa das tun, was man von ihnen selbst verlangt. Es ist okay Dinge nicht zu mögen, natürlich auch für Eltern – aber ein Ihhh, bähh und ekelig, sollten wir uns vielleicht dann doch eher denken 🙂 .

6. Gemeinsam auf Regeln einigen.

Für mich gehören auch Regeln zum Essen. Ich erlaube z. B. keine Süßigkeiten, wenn nicht Mittag gegessen wird. Dazu haben wir die Regel, dass etwas Gemüse am Tag gegessen wird. Das durchzusetzen war beim Sohn nicht ganz so einfach. Aber ich habe das mit ihm besprochen und eine Einigung erlangt, dass wir gemeinsam mindestens ein Gemüse finden, was er als Rohkost mag. Wir haben uns auf Tomaten zum Abendbrot geeinigt 🙂 .

Tipp: Nicht immer und zu jeder Jahreszeit habe ich das Gefühl den Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen bei meinen Kindern vollständig zu decken, deshalb nutze ich gern die Mikronährstoffe von Orthomol als Ergänzung für Kinder, besonders über den Winter hinweg. Natürlich sollten Nahrungsergänzungsmittel kein Ersatz sein für gesunde Ernährung, aber ich fühle mich damit besser.

Mareike vom Blog Everywhere I Go ist Mama von 2 Kindern, lebt in Köln, ist Sport-Fan und kann auch über schlechte Witze lachen.

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