Nach der Geburt - wichtige Behördengänge

Ist das Baby endlich da, möchte man sich ganz und gar auf das Neugeborene konzentrieren. Doch es stehen einige Behördengänge an, die für Euch und das Baby wichtig sind.

Hier findet Ihr eine kurze To Do-Liste, damit Ihr nichts Wichtiges vergesst:

Das Standesamt

Beim Standesamt müsst Ihr die Geburtsurkunde Eures Kindes beantragen. Dieses Dokument ist die Grundlage für viele weitere Formalitäten, die erledigt werden müssen. Dafür bekommt Ihr mehrere beglaubigte Urkunden ausgehändigt. Wenn die Klinik diesen Behördengang nicht für Euch erledigt, ruft am besten vorher beim Standesamt an, um zu erfragen, welche Unterlagen Ihr mitbringen müsst. Die Geburtsurkunde muss innerhalb einer Woche nach der Geburt beantragt werden.

Krankenkasse

Mit der dafür vorgesehenen Kopie der Geburtsurkunde müsst Ihr einen Antrag auf eine Familienkrankenversicherung stellen. Das kann entweder bei der Krankenkasse der Mutter oder des Vaters erfolgen – seid Ihr nicht verheiratet und soll das Kind in die Krankenkasse des Vaters aufgenommen werden, so benötigt Ihr zusätzlich eine Vaterschaftsanerkennung. Dazu haben wir weiter unten noch mehr Informationen.

Jugendamt

Beim Jugendamt könnt Ihr einen Betreuungsplatz für Euer Kind beantragen. Das solltet ihr am besten so schnell wie möglich nach der Geburt erledigen. Noch besser ist es, wenn Ihr Euch bereits vor der Geburt beraten lasst.

Einwohnermeldeamt

Sofern Euer Kind nicht automatisch vom Standesamt über den Neubürger informiert wurde, müsst Ihr das noch erledigen. Im Einwohnermeldeamt könnt Ihr auch je nach Bedarf direkt einen Kinderreisepass beantragen.

 

Bundeselterngeldkasse

Sobald die Geburtsurkunde vorliegt, sollte auch zügig Elterngeld beantragt werden, das zum Auffangen von Einkommensausfällen dient. Nehmt dafür auch Euren Einkommensnachweis der letzten zwölf Monate mit.

Familienkasse oder Agentur für Arbeit


Hier beantragt Ihr das Kindergeld – am besten auch sofort erledigen, da die Bearbeitung längere Zeit dauern kann. Außerdem erfolgt seit dem 1.1.2018 eine rückwirkende Auszahlung des Kindergelds nur noch für die letzten sechs Monate. Das Kindergeld wird unabhängig vom Einkommen der Eltern mindestens bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres des Kindes gezahlt – vorausgesetzt, das Kind lebt im Haushalt der Eltern.

Finanzamt


Beim Finanzamt könnt Ihr den Kinderfreibetrag beantragen. Der wirkt sich allerdings bei der Steuererklärung im Vergleich zum Kindergeld nur günstiger aus, wenn das gemeinsame Einkommen der Eltern über 60.000 Euro liegt. Das Finanzamt nimmt eine so genannte Günstigerprüfung vor, um zu ermitteln, ob die Steuerpflichtigen mit dem Kinderfreibetrag oder dem Kindergeld besser gestellt sind.

Unverheiratete haben an noch mehr zu denken. Die Vaterschaftsanerkennung kann beim Standesamt oder Jugendamt gebührenfrei erfolgen. So wird zwischen Vater und Kind offiziell ein Verwandtschaftsverhältnis festgelegt. Bestenfalls passiert dieses bereits vor der Geburt, sodass der Vater direkt in die Geburtsurkunde des Kindes eingetragen werden kann. Übrigens hat die Mama bei diesem Termin Anwesenheitspflicht, da sie persönlich die Zustimmung für die Anerkennung der Vaterschaft geben muss. Ebenfalls beim Jugendamt könnt Ihr das gemeinsame Sorgerecht beantragen – erfolgt dies nicht, so hat die Mutter das alleinige Sorgerecht.

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