Das darf Dein Baby im ersten Jahr nicht essen

In den ersten Monaten ist es mit der Babynahrung noch schön einfach: Stillen oder Babyflasche. Doch irgendwann fängt es mit der Beikost an. Aber womit startet man und vor allem: Welche Nahrungsmittel sollte man unbedingt vermeiden? Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt.

Das erste Lebensjahr bringt viele Veränderungen mit sich: Das Baby wächst, lernt, kann plötzlich immer mehr – und es will auch immer mehr. Es begnügt sich zum Beispiel nicht mehr mit der Brust oder dem Fläschchen. Zwischen dem vierten und dem sechsten Lebensmonat interessiert sich Dein Baby langsam dafür, was andere essen, steckt sich Dinge in den Mund, kann das kleine Köpfchen schon aufrecht und stabil halten. Dann sollte es losgehen mit dem ersten Brei, zum Beispiel als Mittagsmahlzeit, lautet der Rat von “In Form“, einer vom Bundesernährungs- und Bundesgesundheitsministerium 2008 gegründete Initiative für gesunde Ernährung und Bewegung.

Manchmal sind es am Anfang nur ein paar Löffel des feinpürierten Kartoffel-Karotten-Breis oder Ähnlichem. Habe Geduld, Dein Baby muss sich erst an die neue Nahrung, den Löffel und das andere Esserlebnis gewöhnen. Ab dem zehnten bis zwölften Monat empfehlen die Experten dann den „Übergang zum Familienessen“, wie es so schön heißt. Da solltest Du zu Beginn darauf achten, dass Du Deinem Baby keine harten Karotten- oder Apfelstücke gibst. Die kann es noch gar nicht zerkleinern, und es kann im schlimmsten Fall zu Erstickungen führen.

Auch von Nüssen oder glatten, runden Lebensmitteln wie Trauben oder Oliven rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ab. Es gibt aber noch weitere Lebensmittel, auf die Du im ersten Lebensjahr unbedingt Deines Kindes verzichten solltest:

  • Kohl, Zwiebeln und Hülsenfrüchte sind schwer verdaulich. Daher können sie bei Babys zu unangenehmen Blähungen führen. Diese Lebensmittel also am besten nach dem zwölften Lebensmonat langsam und in kleinen Portionen ausprobieren.

     

  • Rohmilch und -käse sowie daraus hergestellte Produkte, egal ob von Ziege, Kuh oder Schaf, sollte im bis zum fünften Lebensjahr tabu sein. Sie können Bakterien enthalten, die bei Kindern zu schweren Magen-Darm-Erkrankungen führen können.

     

  • Auf ungekochte Kuhmilch sollte das Kind im ersten Lebensjahr ebenfalls verzichten, denn sie ist sehr eiweißreich und kann damit die Nieren belasten. Gekochter Milchbrei ist hingegen unbedenklich, weil sich durch die Hitze die Eiweißstruktur verändert, erklärt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V.

     

  • Zucker steckt in vielen Nahrungsmitteln, die auf den ersten Blick gar nicht süß schmecken, wie z.B. in Brot. Auch Obstbreis enthalten reichlich davon, ebenso wie Fruchtjoghurts, Säfte und Babykekse. Vermeide zusätzlichen Zucker und gewöhne Dein Baby erst gar nicht an extrem süße Lebensmittel. Damit sorgst Du für ein gesundes Wachstum und für gesunde Zähne. Denn vor allem das ständige Nuckeln an zuckerhaltigen Getränken und Lebensmitteln kann schon bei den Milchzähnen zu Karies führen.

     

  • Roher Fisch und rohes Fleisch, ebenso wie Kurzgebratenes, gehören bei Babys nicht auf den Speiseplan. Sie können Keime enthalten. Dies gilt auch für rohen oder sehr weich gekochte Eier.

     

  • Reiner Bienenhonig kann Keime eines bestimmten Bakteriums enthalten, die sich bei Säuglingen im Darm ansiedeln und dort giftige Stoffe bilden können. Muskellähmungen und Atemstillstand sind mögliche Folgen. Gleiches gilt übrigens auch für Ahorn- und Maissirup.

In den Monaten nach dem ersten Geburtstag kannst Du dann mutiger ausprobieren, was Deinem Schatz schmeckt. Biete ihm möglichst eine große Vielfalt an Lebensmitteln und diese am besten in naturbelassener Form an, damit er seinen Geschmacksinn entwickeln kann. Was ihm als Säugling schmeckt, mag er später in der Regel auch.

Extra-Tipp: Essen bedeutet nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern ist auch eine Zeit der Geborgenheit und Geselligkeit, später des Austausches in der Familie. Versuche kleine Rituale zu entwickeln, die Du weiter verfeinerst, je älter Dein Kind wird.

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