Detox: Den Körper entgiften, um neue Kraft zu gewinnen

Detox liegt voll im Trend – in Supermärkten und Cafés finden wir immer mehr Snacks, Säfte und Tees, die unseren Körper beim Entgiften unterstützen. Doch wirklich neu ist das Entgiften, oder auch „Entschlacken“ genannt, nicht. Vielmehr handelt es sich dabei um eine altbewährte gesundheitsfördernde Methode, deren Geschichte bis ins Altertum und zu den verschiedensten Kulturen der Welt zurückreicht. Nur der Begriff „Detox“ hat die traditionelle „Gesundheits-Kur“ wiederaufleben lassen.

Detox – "Neuer" Name für altbewährtes Wissen

Detox leitet sich ab von „Detoxification“, dem englischen Wort für Entgiftung. Dabei geht es darum, die körpereigenen Entgiftungsprozesse zu unterstützen, Schadstoffe auszuscheiden und den Stoffwechsel anzuregen. Diese reinigenden Maßnahmen haben unterschiedliche Namen, Ausprägungen und Traditionen. Eine davon ist der Begriff „Detox“.

Aber auch wenn es im Grunde ein alter Hut ist, hat Detox seine Daseinsberechtigung. Denn Entgiften ist für unseren Körper überlebenswichtig. Was viele nicht wissen: Unser Körper selbst verfügt über spezielle Fähigkeiten, Gifte wieder loszuwerden.

Lebenswichtig – eine gesunde Leber

Das wichtigste Organ bei der körpereigenen Entgiftung ist die Leber. Sie ist für die Umwandlung von Stoffwechsel- und Abfallprodukten zuständig und baut so Giftstoffe ab. Diese können so unter anderem über die Gallenflüssigkeit in den Darm gelangen und ausgeschieden werden. Weitere wichtige Entgiftungsorgane sind die Nieren.

Viele schädliche Stoffe werden mit dem Urin aus dem Körper gespült. Auch die Lunge entgiftet, indem einige Abbauprodukte des Stoffwechsels als Gase ausgeatmet werden. Der Darm ist nicht nur für die Verdauung, Energiebereitstellung und Ausscheidung verantwortlich, sondern übernimmt auch bei der Entgiftung eine entscheidende Rolle. Im Verdauungstrakt werden Nährstoffe aus dem Essen, Medikamenten, Giftstoffe usw. aufgenommen.

Wunderwerk Körper: Die drei Phasen des körpereigenen Entgiftungssystems

Den Prozess der Entgiftung nennt man Biotransformation. Abhängig davon, um welchen Stoff es sich handelt, verläuft die Biotransformation in bis zu drei Phasen. Ziel ist, die Schadstoffe in harmlose, fett- und wasserlösliche Substanzen umzuwandeln, die der Organismus ausscheiden kann. Zahlreiche Enzymkomplexe helfen bei dieser körpereigenen Entgiftung.

In der ersten Detox-Phase werden die Gifte in eine passende chemische Form umgewandelt, damit ihre Löslichkeit in der zweiten Phase erhöht wird und sie weiterverarbeitet werden können. In der dritten Phase der körpereigenen Entgiftung werden die veränderten, nun löslich gemachten Stoffe über das Blut, die Lymphe oder Gallenflüssigkeit in die Ausscheidungsorgane transportiert.

Tipps zur Unterstützung der Entgiftung

Schon mit ganz einfachen Maßnahmen, kann man die Entgiftung fördern. Hier sind die effektiven Methoden:
  • Bringe Schwung in Dein Leben: Bewege Dich jeden Tag so oft Du kannst (z. B. zügiges Gehen, Radfahren, Kraftsport). Wenn Du Dich dabei verausgabst, werden die Kohlenhydratspeicher der Muskeln angezapft. Regelmäßige Bewegung tut dem Körper gut und kann u. a. Stress entgegenwirken.
  • Reduziere Deine Giftbelastung: Bevorzuge Lebensmittel, die ohne Kunstdünger und Pestizide angebaut werden. Achte zudem auf die Giftbelastung in Deinem Alltag, sowohl in Bezug auf Reinigungsmittel als auch auf Kosmetikprodukte, die Du an Deine Haut lässt.
  • Bevorzuge Vitalkost: Gemüse, Salate, Obst, Pilze, Hülsenfrüchte, native Pflanzenöle und Omega-3-Fettsäuren sollten die Hauptrolle in Deiner Ernährung spielen. Sie liefern Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. An zweiter Stelle stehen tierische Eiweiße, wie z. B. Milch, Käse, Fisch und Fleisch.
  • Vermeide eine zu hohe Kohlenhydrataufnahme: Unsere Ernährung sollte aus einer Mischung von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen bestehen. Durch eine zu kohlenhydratbetonte Ernährung wird eine Leberverfettung begünstigt. Verzichte daher auf industriell hergestellten Fruktosesirup, der in Softdrinks und Fertigprodukten vorkommt.

Ähnliche Artikel

Comeback des Vorkochens - Meal-Prep

Comeback des Vorkochens - Warum wir Meal-Prepping lieben

Der Mittagstisch hat außer den Kantinen-Klassikern Schnitzel-Pommes und Burger wenig zu bieten? Und auch sonst sind die Essenmöglichkeiten rund um Deinen Arbeitsplatz rar gesät? Dann solltest Du mal das Thema Meal-Prepping genauer unter die Lupe nehmen.
Mehr
Asiatisches Nudelgericht im Karton - Gesunde Ernährung im Alltag

Gesunde Ernährung im Alltag - Die besten Tipps

Morgens schnell beim Bäcker das überbackene Käse-Brötchen und dazu noch den großen Café Latte To-Go. Mittags in der Kantine dann das Wochenhighlight Schnitzel/Pommes und am Abend den Becher Eis auf der Couch zum Runterkommen. Das – oder so ähnlich – ist das klassische Ernährungsmuster vieler berufstätiger Menschen in Deutschland. Dabei kann man gesunde Ernährung auch ohne großen Zeitaufwand prima in den Arbeitsalltag integrieren.
Mehr
Mythen über vegane Ernährung, Symbolbild: Frau kauft Grünkohl auf dem Markt

5 Mythen über vegane Ernährung auf dem Prüfstand

Kein Fleisch, keinen Fisch, keine Milch, keine Eier, keinen Honig: Veganer essen nichts, das von Tieren stammt. Manche machen das Tag für Tag. Für sie ist vegan eine Lebenseinstellung. Andere verzichten nur zeitweise. Etwa, um nach dem Verzicht wieder bewusster zu genießen. Wir stellen fünf Behauptungen über vegane Ernährung auf den Prüfstand.
Mehr
Digital Detox Frau entspannt liest Buch headerbild

Digital Detox - eine analoge Auszeit nehmen

Heutzutage nutzen wir unser Handy, Tablet oder Laptop für beinahe alles oder während beinahe allem. Unsere digitalen Weggefährten sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Und es stimmt, oft helfen sie uns dabei, noch mehr zu schaffen und produktiver zu sein. Doch manchmal ist es genau diese Produktivität, die unser Leben stressig macht. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich auch einmal eine Auszeit zu nehmen.
Mehr