Was ist dran an den bekanntesten Fruchtbarkeitsmythen?

Frauen sind während ihrer fruchtbaren Tage besonders attraktiv und Männer, die enge Unterhosen tragen, haben schlechte Spermien! Es gibt viele Mythen, die rund um das Thema Fruchtbarkeit kursieren. Aber was ist dran an den Aussagen und was hilft wirklich, um schneller schwanger zu werden? Wir bringen Licht ins Dunkel und prüfen die drei bekanntesten Fruchtbarkeitsmythen zum Thema Kinderwunsch auf Herz und Nieren.

Mythos 1: Männer, die enge Unterhosen tragen, haben schlechte Spermien.

Ja liebe Männer, da ist etwas Wahres dran. Eine Studie hat ergeben, dass Männer, die Boxershorts tragen, im Vergleich zu den sogenannten Slipträgern eine 25% höhere Spermienkonzentration und 17% mehr Spermien haben. Weite Unterhosen können also für die Fruchtbarkeit förderlich sein.

Mythos 2: Häufiger Sex vermindert die Spermienqualität

Getreu dem Motto „viel hilft viel“ glauben viele Paare mit Kinderwunsch, dass häufiger Verkehr der Schlüssel zum Erfolg ist. Andere Paare glauben, dass häufiger Sex die Spermien müde macht und temporäre Abstinenz die Fruchtbarkeit fördert. Aber: Nicht nur die Menge der Spermien, sondern ihre Qualität entscheidet darüber, ob es zu einer Befruchtung kommt. Fakt ist, dass auch die Spermienqualität mit der Zeit nachlassen kann. Durch regelmäßigen Verkehr wird die Anzahl „alter Spermien“ auf natürliche Weise reduziert. Experten empfehlen daher regelmäßig, aber nicht häufiger als alle ein bis zwei Tage Sex zu haben.

Letztlich bleibt also festzuhalten: Es spricht nichts dagegen, die schönste Nebensache der Welt zur Hauptsache zu erklären. Wichtig für den Erfolg ist es allerdings, die fruchtbaren Tage zu erwischen!

Mythos 3: Nur zum Zeitpunkt des Eisprungs kann eine Frau schwanger werden.

Dieser Mythos ist ganz klar falsch! Eine Frau ist tatsächlich nur an den Tagen um den Eisprung herum fruchtbar. Die Spermien können aber durchschnittlich fünf Tage im Körper der Frau überleben. Damit die Spermien während der „Wartezeit“ mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden, sondert der Gebärmutterhals vor und während der fruchtbaren Tage Zervixschleim ab. Dieser ist voller Nährstoffe wie z. B. Zucker und Eiweiß, versorgt die Spermien und sorgt so für optimale Befruchtungsbedingungen.

Als Faustregel gilt: Die Chancen, dass sich eine Schwangerschaft einstellt, stehen ab dem fünften Tag vor dem Eisprung bis zu einem Tag danach am besten.

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