Digitalisierung - Wie bleibe ich Mensch?

Die Nutzung digitaler Medien gehört in Deutschland bereits zum gewohnten Alltag. Gewisse Technologien sind sogar gar nicht mehr wegzudenken. Gerade die junge Generation definiert sich immer mehr über den Status ihrer technischen Geräte und diversen Social-Media-Profile. Wie findet man den Ausgleich in einer so technisierten Welt?

Die Problematik mit dem Überfluss

Die Studie ARD/ZDF-Massenkommunikation Trends 2019 zeigt, dass die deutsche Bevölkerung durchschnittlich sieben Stunden am Tag mit diversen technischen Medien verbringt. Dabei wurde die PC-Nutzung am Arbeitsplatz nicht miteinbezogen. Am meisten wurde das Bewegtbild konsumiert, das bedeutet TV oder Online-Streaming-Dienste wie Netflix genutzt. Nachdem man also bei der Arbeit acht Stunden vor dem Bildschirm sitzt, geht das Ganze danach genauso weiter. 

Zu den negativen Folgen gehören u.a. Stress, Neid und ein reduziertes Wohlbefinden. Ein zu hoher Medien-Konsum gefährdet außerdem das gesunde Sozialverhalten sowie die eigene körperliche und seelische Gesundheit. In einer Forsa-Studie von 2018 wurde herausgefunden, dass circa 25% der Befragten durch die Nutzung digitaler Medien weniger Schlaf bekommen. 13% gaben an unglücklich zu sein, wenn sie keine sozialen Medien benutzen können.

8% der Befragten sind mit allen ihren Freunden ausschließlich über soziale Medien in Kontakt und 5% haben regelmäßig keine Lust mehr auf andere Beschäftigungen, als auf ihren Bildschirm zu schauen. Gerade für junge Menschen ist außerdem das Wertesystem der sozialen Netzwerke von hoher Bedeutung, was das eigene Selbstwertgefühl negativ beeinflussen kann.

Wie finde ich den Ausgleich? – 5 Tipps

  1. Arbeit: Viele haben Konzentrationsprobleme bei der Arbeit, weil sie immer wieder von ihrem Smartphone abgelenkt werden. Das lässt sich natürlich ganz einfach verhindern, indem man es weglegt oder gar nicht erst mitnimmt. Wenn Euch das jedoch schwerfällt, könnt Ihr auf Apps zurückgreifen, die dabei helfen können, die Konzentration zu behalten und das Handy nicht mal zu berühren.
  2. Meditation: In der hektischen Welt, in der wir leben, ist es sehr wichtig, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, wenn auch nur für ein paar Minuten am Tag und der ständigen Vernetzung zu entfliehen. Meditation bietet eine hervorragende Möglichkeit, weil es sich um Momente des Nichtstuns handelt. Man wird nicht abgelenkt, lernt man sich selbst besser kennen, ganz unabhängig von digitalen Medien.
  3. Freunde: Heutzutage ist es nicht mehr verwunderlich, eine Gruppe junger Menschen zu sehen, die alle nur auf ihr Smartphone schauen. Doch auch ältere Menschen werden immer häufiger von ihrem Handy abgelenkt. Die Lösung? Das Handy weglegen und sich voll und ganz auf die „Offline-Welt“ konzentrieren. Man könnte zusätzlich seine Freunde überzeugen zur Abwechslung mal keinen Film zu schauen, sondern ein Gesellschaftsspiel zu spielen oder einfach nur zu quatschen. Auch ohne digitale Medien lässt sich viel unternehmen.
  4. Achtsamkeit: Es hilft, digitale Medien achtsam zu konsumieren. Das bedeutet, zu überlegen welche Inhalte einen selbst weiterbringen. Wenn Du z.B. kochen willst, auf Youtube aber abschweifst und Dir Katzenvideos anschaust, solltest Du hinterfragen, ob Dir Das in dieser Situation wirklich hilft. So lässt sich Zeit viel effizienter nutzen.
  5. #oldschool: Noch vor wenigen Jahren haben Computer und Handys unseren Alltag nicht in solch einer Form bestimmt, wie sie es heute tuen. Vielleicht kann man ja in manchen Bereichen in die Vergangenheit zurückreisen. Und für Fotos z.B. Einwegkameras benutzen. Die Musik über einen Walkman hören, das hört sich gleich ganz anders an. Gelegentlich mal das Telefon in die Hand nehmen, anstatt immer nur SMS zu schreiben. So lassen sich Dinge oft viel schneller und deutlicher klären. Und wie bereits erwähnt: Gesellschaftsspiele sind eine lustige Alternative zu den beliebten Online-Games.

 

 

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