Ernährung für Dein Baby - nur das Beste

Mit Start der Beikost beginnt eine weitere spannende Phase! Nicht nur für Dein Baby, sondern auch für Dich als Mama. Immerhin bist Du diejenige, die über Art, Umfang und Angebot der Nahrungsmittel, die Dein Baby zu sich nimmt, entscheidet. Aber was „isst“ richtig, was „isst“ falsch? Sind alle Lebensmittel erlaubt und womit überhaupt beginnen? Alles Fragen, die sich jede Mama in dieser Phase stellt. 
Ganz egal, ob Du Dein Kind nun ganz klassisch nach der Beikostmethode ernährst, selbst kochst oder zu Gläschen greifst. Es gibt ein paar alternative Ernährungsregeln, an denen Du Dich orientieren kannst. Wichtig ist, dass Du nach und nach unterschiedliche Nahrungsmittelgruppen in den Speiseplan integrierst und folgende Besonderheiten bei der Ernährung von Babys kennst und berücksichtigst:

Vermeide unnötigen Zucker!

Ein Grund hierfür liegt auf der Hand. Zuckerreiches Essen kann Karies verursachen! Hinzu kommt, dass Dein Baby womöglich schon frühzeitig eine Schwäche für Süßes entwickelt. Achte beim Einkaufen darauf, ob in den Lebensmitteln, die Du Deinem Baby anbietest, versteckte Zucker enthalten sind. Das können Saccharose, Glucose, Fructose, Sirup, Rohr- und Rübenzucker sein, um nur ein paar zu nennen.

Auf Honig sollte in den ersten zwölf Monaten komplett verzichtet werden. Bei der Verarbeitung von Bienenhonig können nämlich Bakterien aus der Umwelt in den Honig gelangen. Für Erwachsene sind diese ungefährlich. Bei Säuglingen kann jedoch insbesondere der Krankheitserreger Clostridium botulinum zu schweren Lähmungserscheinungen bis hin zu Atemstillstand führen.  

Die Muttermilch hat einen süßen Geschmack, an den sich Dein Baby bereits gewöhnt hat. Wenn Du nun mit der Beikost beginnst, sollte Dein Baby lernen, auch herzhafte Aromen und Geschmäcker zu akzeptieren. Du solltest Speisen also so gut es geht nicht zusätzlich süßen. Studien haben außerdem gezeigt, dass Süßes und Pikantes zunächst nicht gemischt werden sollten. So kann Dein Baby die volle Bandbreite verschiedener Geschmacksrichtungen kennenlernen. 

Getreide, Nudeln und Reis – Kohlenhydrate sind gut für Dein Baby

Dein Baby braucht gute Energielieferanten! Vollkorngetreideprodukte sind ideal. Sie sättigen und enthalten in der Regel mehr Mikronährstoffe und Ballaststoffe als Weißmehlprodukte. Gerade für den Anfang können Instantflocken hilfreich sein. Sie lösen sich in warmer Flüssigkeit einfach auf und sind ruck-zuck fertig.

Später kannst Du Deinem Baby dann zarte Flocken und Gries anbieten. Hier eignen sich Dinkel, Hafer, Weizen, Hirse und Gerste. Aber Achtung, rohes und frisch gemahlenes Getreide ist für Dein Baby im ersten Jahr nicht geeignet! 

Trinken nicht vergessen

Hülsenfrüchte, Obst und Vollkorngetreideprodukte sind gesund und sättigen. Sobald Dein Baby beginnt, feste Nahrung zu sich zu nehmen, benötigt es auch mehr Flüssigkeit. Achte darauf, dass Dein kleiner Schatz zu jeder Mahlzeit auch etwas trinkt. Am besten eignen sich Wasser oder ungesüßter Tee. 

Kein Extrasalz, bitte!

Dein Kind soll in den kommenden Wochen nicht nur das Essen vom Löffel erlernen. Es soll auch verschiede Geschmäcker und Aromen kennenlernen. Salz als Würzmittel zählt aber besser nicht dazu! Auch wenn Dir der Geschmack der Babybreie sicher fad vorkommt. Du solltest Beikost nicht mit extra Salz versehen, denn das kann die noch unreifen Nieren Deines Babys überlasten. In vielen Lebensmitteln ist natürlicherweise Salz enthalten. Durch sie wird der Salzbedarf Deines Babys schon gedeckt. 

Achte beim Einkaufen darauf, Produkte zu wählen, die wenig Salz enthalten. Dinge, die in Lake eingelegt sind – salziger Käse wie zum Beispiel Parmesan sowie Kartoffelchips –, gehören nicht auf Babys Teller. 

„Isst“ Bio besser? 

Biolebensmittel sind weniger mit Chemikalien und anderen Schadstoffen belastet als „normale“ Lebensmittel. Einen höheren Nährwert haben sie deswegen aber nicht unbedingt. Wenn möglich, versuche zum Kochen frisches Obst und Gemüse der Saison aus regionalem Anbau zu verwenden. Die Nährstoffgehalte sind hierin meist am höchsten. Egal, ob „bio“ oder „normal“ – wasche das Obst und Gemüse gut ab, bevor Du es zum Verzehr vorbereitest. 

Braucht mein Baby Nahrungsergänzungsmittel? 

Am besten lässt Du Dich hier von Deinem Kinderarzt beraten. Grundsätzlich wird empfohlen, dass Babys ab der zweiten Lebenswoche vorbeugend Vitamin D und Fluorid als Tablette erhalten. Einige Ärzte empfehlen außerdem die Gabe von Jod, wenn das Baby voll gestillt wird. 

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