Fake News - Wissenschaft im Internet

Das Internet ist eine fast unerschöpfliche Quelle von Wissen und Nachrichten.

In Krisensituationen kann uns die Nachrichtenflut allerdings überfordern – zumal viel zu viele Menschen und Organisationen sich die Verunsicherung von Menschen zunutze machen möchten und dabei Falschnachrichten und Unwahrheiten verbreiten. Wir bei Orthomol recherchieren täglich zu wissenschaftlichen Themen rund um Gesundheit und Ernährung und haben gelernt, Informationen kritisch zu bewerten. Hier sind unsere Tipps zum Umgang mit Meldungen aus dem Internet, nicht nur in Zeiten wie der Corona-Krise:
  1. Wer ist der Absender? Wenn Du den Absender nicht kennst, sei misstrauisch. Wenn Du eine Nachricht von einem Bekannten weitergeleitet bekommst oder in einer Gruppe vorfindest, frage nach, von wem die Nachricht ursprünglich stammt. Recherchiere den Absender zur Not im Internet. Verbreite nichts, dessen Absender Du nicht kennst. 

  2. Welche Quellen werden genannt? Absender und Quelle sind meist nicht das gleiche. Wenn jemand eine Behauptung aufstellt, sollte er sagen, worauf sich diese Behauptung gründet. Beispiel: Wenn jemand sagt, „die Uni Wien hat herausgefunden, dass…“ Sollte es einen Link zu der entsprechenden Veröffentlichung geben. Wenn die Quelle nicht verlinkt ist, suche die Quelle im Internet. Wir bei Orthomol recherchieren immer bis auf den Ursprung. Das heißt, eine Pressemeldung über ein Forschungsergebnis ist noch keine Quelle, denn auch Journalisten können sich irren. Die Quelle zu Forschungsergebnissen sind die Forscher. Wenn Du die Quelle nicht finden kannst, verbreite die Nachricht nicht. Professionelle Recherchenetzwerke wie correctiv oder mimikama  prüfen und bewerten Quellen von Meldungen, die im Internet häufig geteilt werden. Das ist eine große Hilfe, denn die Recherche der Quelle kann aufwändig sein. 
     
  3. Lies oder höre die Meldung bis zu Ende! Manchmal werden Nachrichten nur wegen ihrer Überschrift oder eines kurzen Anreißers geteilt und verbreitet. Im Artikel steht vielleicht etwas, das die Aussage der Überschrift relativiert oder es wird deutlich, dass es sich lediglich um eine Vermutung oder eine Meinung handelt, ohne dass dies am Anfang erläutert wurde. Verbreite nichts, was Du nicht zu Ende gelesen oder gehört hast.   

  4. Verdächtige Inhalte erkennen. Checke, ob die Nachricht einen der folgenden Punkte enthält:  
    1. Die Aufforderung, die Nachricht zu teilen 
    2. Eine einfache Erklärung oder Lösung für ein kompliziertes Problem 
    3. Eine bahnbrechende Neuigkeit, die nur über diesen Kanal verbreitet wird 
    4. Angeblich „geheimes Wissen“ 

    Solche Inhalte sollten besonders sorgfältig auf die Punkte 1 und 2 geprüft werden.
     
  5. Behalte Deine Gefühle im Auge. Meldungen, die uns ängstigen, aber auch solche, die uns in unserer Meinung bestätigen oder etwas verbreiten, dass wir gerne hören möchten, unterlaufen schnell unsere Kontrollmechanismen.  

  6. Bilder sind kein Beweis. Bilder und Videos lassen sich heute leicht manipulieren. Wenn Du ein Bild in die Bildsuche eingibst, kannst Du oft erkennen, ob es verändert oder aus dem Zusammenhang gerissen wurde.

  7. Vertraue den Experten. In der täglichen Flut von Nachrichten ist es unmöglich, alle Meldungen sorgfältig zu überprüfen. Vertraue den Experten, im Fall der Corona-Krise etwa dem Robert-Koch-Institut oder den offiziellen Stellen, beispielsweise dem Gesundheitsamt. Wenn Du eine Nachricht oder ein Video prüfen möchtest, zu dem Du bei den offiziellen Stellen nichts findest, kannst Du auf Recherchenetzwerke wie Correctiv oder Mimikama zurückgreifen. Dort finden sich zu kursierenden Gerüchten, Whatsapp-Meldungen oder Youtube-Videos meist ausführliche Recherchen mit Angaben zu allen Quellen und einer Bewertung der Aussagen.  


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