Fit für den Kreißsaal

An diese Sachen solltest Du vor der Geburt denken

Je näher der Geburtstermin rückt, desto doller werden Aufregung und Vorfreude. Manchmal mischen sich aber auch Ängste und Unsicherheiten darunter. Da kann es helfen, gut vorbereitet zu sein. Und dazu gehören nicht nur eine Erstausstattung und der Geburtsvorbereitungskurs – sondern auch ein ganz persönliches Fitnessprogramm für Körper und Geist.
Klar, jede Schwangere ist anders: Die eine will alles bis ins kleinste Detail vorbereitet haben, die andere lässt vieles auf sich zukommen. Doch selbst wenn Du zum zweiten Typ zählst, werden Deine Gedanken mit Fortschreiten der Schwangerschaft doch immer häufiger um Dein Wohlbefinden und das Deines Babys, die Geburt und auch die Zeit danach kreisen. Vielen hilft es da, einige Dinge geplant, gut überlegt, organisiert und vielleicht auch trainiert zu haben. 

Sport? Unbedingt!

Häufig beginnen diese Überlegungen, sobald Du von Deiner Schwangerschaft erfährst. Was darf ich noch essen, was darf ich tun? Einige denken nun, dass Sport keine gute Idee ist. Das Gegenteil allerdings ist der Fall – vorausgesetzt Du übertreibst es nicht und wählst keine Risikosportart. Vor allem Sportarten, die Du bereits regelmäßig ausgeübt hast, wie beispielsweise Joggen, sind weiterhin erlaubt. Sanfte Sportarten sind gut für die Entwicklung des Fötus und das Wohlbefinden der Mutter.

Aktive Schwangere haben nicht nur weniger körperliche Beschwerden und nehmen nicht übermäßig zu, häufig verläuft auch die Geburt komplikationsfreier. Studien deuten außerdem darauf hin, dass sportliche Aktivität das Risiko von Depressionen vor und nach der Schwangerschaft (perinatale Depression) verringern kann. Bist Du unsicher, ob Deine Sportart für die Schwangerschaft geeignet ist? Sprich mit Deinem Arzt und Deinem Trainer. Und vielleicht bietet Dein Sportclub ja spezielle Kurse für Schwangere an. Für einige sind Entspannungstechniken wie Schwangeren-Yoga auch eine super Vorbereitung. 

Geburtsort

Eine schwierige und zugleich sehr individuelle Entscheidung ist die Wahl des Geburtsortes: Uni-Klinik, Stadtkrankenhaus, Geburtshaus, Hausgeburt? Nimm Info-Angebote der verschiedenen Einrichtungen wahr, um Dir ein Bild zu machen. Selbstverständlich solltest Du auch immer die medizinischen Aspekte in Betracht ziehen. Hast Du Dich entschieden, kannst Du in vielen Kliniken einen Termin für ein Vorgespräch beziehungsweise für eine Anmeldung machen. Das spart lästige Bürokratie, wenn’s wirklich losgeht. Und denk dran, spätestens in der 30. Woche sollte die Entscheidung stehen, insbesondere dann, wenn Du zum Beispiel ein Familienzimmer möchtest. 

Vorbereitungskurse

Viele Kliniken und Hebammen bieten zudem Geburtsvorbereitungskurse an. Die werden in der Regel von den Krankenkassen bezahlt, häufig auch anteilig für den Partner. Doch auch da stehst Du vor der Qual der Wahl: Es gibt Kurse, die über vier bis sechs Termine gehen, Crashkurse an nur einem Wochenende und Einzel-Coachings. Finde heraus, was für Dich am besten passt oder ob Du sogar eine etwas ungewöhnlichere Variante wie Vorbereitungen im Wasser oder mit Gesang möchtest.

Wenn Du Erstgebärende bist, solltest Du darauf achten, dass der Kurs nicht für erfahrene Mütter ist. Aber auch in Sachen Geburtsvorbereitungskurs gilt: Deine persönlichen und individuellen Fragen kannst Du natürlich auch jederzeit mit Deinem Hausarzt abstimmen.  

Der Klinikkoffer

Viele beruhigt es, steht die Kliniktasche schon Wochen vor dem Geburtstermin fertig gepackt bereit. Zumal sich die wenigsten Babys an errechnete Termine halten. Denke an alle wichtigen Dokumente, wie Mutterpass, Krankenkassenkarte, evtl. Einweisung des Arztes, Personalausweis, Allergiepass, Stammbuch und Heiratsurkunde (bei unverheirateten Paaren Geburtsurkunden und ggfs. Vaterschaftsanerkennung). Zudem sollten bequeme Sachen wie ein Nachthemd oder ein langes T-Shirt, Hausschuhe oder Badelatschen, Sweatshirt oder Strickjacke, Socken und eine bequeme Jogginghose in Deiner Kliniktasche nicht fehlen.

Denke eventuell auch an einen Lippenpflegestift, ein Haargummi, die Brille, auf jeden Fall an etwas zu trinken, ein paar Snacks wie Müsliriegel, Traubenzucker, Cracker oder Lutschbonbons und Kopfhörer für Deine Musik. Und natürlich bloß nicht das Ladekabel für Dein Handy vergessen. Vielleicht brauchst Du nur das Wenigste davon. Du weißt am besten, was Dir wahrscheinlich in der Situation wichtig ist.

Drum-Herum-Organisation

Die Wehen setzen mitten in der Nacht ein, während das ältere Kind tief und fest schläft, die Nachbarn und Freunde auch? Stelle sicher, dass jemand bereit ist, sich um die älteren Kinder zu kümmern und auch zu Unzeiten erreichbar ist. Und überlege Dir vorher, wen Du bei der Geburt dabeihaben willst. Es muss nicht immer der Partner sein. Du liebst es sauber und ordentlich? Dann sprich doch mit der Familie oder Freunden, ob sie noch mal für Ordnung in der Wohnung sorgen können, bevor Du mit Deinem Baby nach Hause kommst.

Vielleicht füllt Dir ja auch noch jemand den Kühlschrank mit Deinen Lieblingssachen. Die Neu-Papas haben oft ganz andere Dinge im Kopf und zu erledigen. Und noch ein letzter Tipp von uns an Euch: Zur Beantragung des Kindergeldes, Elternzeitgeldes etc. müssen diverse Dokumente ausgefüllt werden. Dies kann man wunderbar schon im Vorfeld erledigen. Nach der Geburt muss dann nur noch das genaue Geburtsdatum eingefügt werden und der Papa kann alles verschicken. 

Entspannung

Klingt alles nach durchgetakteter Organisation? Stimmt, sind aber auch nur Anregungen. Denn häufig kommt dann vieles doch ganz anders. Aber vielleicht beruhigt es Dich ein wenig, zu wissen, dass Du gut vorbereitet bist – körperlich wie seelisch. Und dafür kannst Du von Beginn der Schwangerschaft an etwas tun. Denn entspannte Mütter sind meist die besten Mütter. Daher gilt: eine gewisse Portion Gelassenheit ist für viele Jung-Mamas so hilfreich, wie jede noch so präzise Vorbereitung. Denn Dein Körper schafft diese Hochleistung oft von ganz allein. Entscheidend ist, dass Du Dich dabei aller Anstrengung zum Trotz wohl fühlst.

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