Immunsystem - Was ist das eigentlich?

Unser Immunsystem ist Tag und Nacht im Einsatz und arbeitet extrem effektiv, um uns den Rücken freizuhalten. Dafür werden täglich Milliarden von Abwehrzellen nachproduziert – eine gigantische Leistung! Doch was genau ist das Immunsystem, welche Faktoren beeinflussen es und wie kann ich etwas für meine Abwehrkräfte tun? Wir beantworten Euch fünf Fragen zum Immunsystem.

Was genau ist das Immunsystem?

Das Immunsystem ist kein eigenes Organ wie das Herz oder die Leber. Es handelt sich vielmehr um ein komplexes, über den ganzen Körper verteiltes und vernetztes System, zu dem Knochenmark, Milz und Mandeln sowie spezielle Blutzellen ebenso gehören wie der Darm, dem mit etwa 500 Quadratmetern größten „Immunorgan“ des Körpers. Das Immunsystem kämpft ständig gegen unliebsame Eindringlinge wie Bakterien oder Viren und sorgt dafür, dass der Organismus fit bleibt.

Was passiert, wenn Bakterien, Viren & Co. den Körper attackieren?

Wir alle werden mit einem Immunsystem geboren, das immer dann wirkt, wenn Fremdstoffe wie Viren oder Bakterien in den Körper gelangen. Das so genannte angeborene Immunsystem hält u.a. verschiedene Arten von Zellen bereit, die zur Gruppe der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) gehören. Bei einer Infektion schafft es der Körper, diese Zellen gezielt am Ort der Entzündung zu konzentrieren, um dort die Erreger zu bekämpfen.

Welche Faktoren beeinflussen das Immunsystem?

Unser Lebenswandel hat großen Einfluss auf die Funktionskraft unserer Abwehr. Neben ausreichendem Schlaf spielt besonders die gesunde Ernährung eine große Rolle und da lernt die Wissenschaft ständig dazu. Beispielsweise gibt es neue Erkenntnisse zur Rolle von Vitamin D, das z. B. in fettreichem Fisch enthalten ist. Aber auch unsere Haut bildet Vitamin D, wenn sie mit Sonnenlicht in Kontakt kommt. Bekannt ist seine Bedeutung für den Knochenaufbau, der auch bei Erwachsenen ständig stattfindet. Doch inzwischen weiß man, dass Vitamin D auch wichtige Funktionen im Immunsystem hat.

Was kann man tun, um sich „abzuhärten“?

Wechselduschen und Saunagänge sind gute Mechanismen, um seine Abwehrkräfte zu stärken. Während eines Saunagangs steigt die Körpertemperatur an und die Blutgefäße weiten sich, sodass die Durchblutung verstärkt wird. Der Wechsel zwischen Heiß und Kalt und das damit verbundene dehnen und zusammenziehen der Blutgefäße regt auch die Immunzellen an. Diese setzen sich vermehrt in Bewegung und können so Viren und Bakterien effektiver bekämpfen. Ebenso förderlich für das Immunsystem ist ausreichend Schlaf. Während der nächtlichen Ruhe kann sich der Organismus erholen und man kann entspannt und fit in den neuen Tag starten.

Kann ich mein Immunsystem auch noch unterstützen, wenn ich mich bereits krank fühle?

Gerade bei anhaltenden und immer wiederkehrenden Infektionen ist es wichtig, sein Immunsystem zusätzlich zu unterstützen. Dabei ist es hilfreich, viel zu Trinken. Am besten eignen sich ungesüßte Tees und Wasser. Die Schleimhäute des Nasen- und Rachenraums trocknen im Winter, durch die Luft in beheizten Räumen, besonders schnell aus. Viren und Bakterien haben damit ein leichtes Spiel. Daher ist es wichtig die Schleimhäute durch viel Flüssigkeit zu befeuchten, um ihnen so das Eindringen zu erschweren.
 

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