Mit Kindern gemeinsam kochen - darum ist es so sinnvoll

Gemeinsam mit meinen Kindern zu kochen, bedeutet für mich erstmal eines: Ich muss dafür mehr Zeit einplanen. Zeit, die wir in unserem Alltag oft nicht haben und der Grund, warum man das gemeinsame Kochen gern mal aufschiebt und den Kochlöffel allein schwingt, anstatt die Kinder einzubinden. Doch gemeinsam zu kochen und vor allem die Zutaten gemeinsam auszuwählen und zuzubereiten, bietet sehr viele Vorteile. Warum es sich also lohnt öfters mal mehr Zeit einzuplanen, um die Kinder mitmachen zu lassen, habe ich heute für Euch zusammengefasst.

Lebensmittel kennenlernen

Der größte Vorteil liegt auf der Hand: Durchs gemeinsame Kochen lernen Kinder viele Zutaten kennen. Sie lernen Gemüse & Gewürze anhand von Aussehen, Form und Geruch zu unterscheiden. Sie können Zutaten erkunden und lernen wann beispielsweise eine Avocado reif ist oder wann sie noch weiter reifen sollte. Kräuter, Gewürze, Nüsse und Samen, die gern mal püriert im Essen verschwinden, können begutachtet und angefasst werden. Mein Sohn war damals ganz überrascht, was sich noch alles in seiner Tomatensoße – außer eben Tomaten – befindet.

Der Umgang mit Küchengeräten

Es kostet immer etwas Überwindung seinem Kind ein scharfes Messer in die Hand zu geben. Doch ab einem gewissen Alter macht es Sinn seinem Kind unter Aufsicht dabei zu helfen, selbst seinen Apfel aufzuschneiden, Gurke oder Paprika in Stücke zu schneiden, einen Sparschäler oder mal die Küchenreibe zu benutzen. Kinder lernen so worauf sie achten müssen, damit die Finger heile bleiben und werden schnell geschickter im Umgang mit den Geräten. Die gewonnene Selbstständigkeit motiviert und schon bald schält das Kind seinen Apfel ganz allein. Wir müssen es ihm nur zutrauen!

Smoothies und Brotaufstriche bereite ich in einem Hochleistungsmixer zu. Ein weiteres Gerät, was sehr spannend für Kinder sein kann und wo sie wunderbar experimentieren können. Mit wenigen Zutaten können die Kinder einen eigenen Smoothie kreieren und geschmacklich rumprobieren.

Ein eigenes Rezeptbuch

Für Grundschulkinder ist es schön ein eigenes Rezeptbuch mit den Food-Lieblingen anzulegen. Das erste Rezept, was mein Sohn lernen wollte, waren seine heiß geliebten Pfannkuchen. Ein sehr einfaches Rezept, was perfekt für den Start ist.

Ängste bei Lebensmitteln abbauen

Bereits im Kindesalter sind die Geschmäcker sehr verschieden. Es gibt Kinder, die von Anfang an vielfältig essen und eben diejenigen, die sich nach und nach mehr trauen als nur weiße Nudeln mit Butter. Es war definitiv hilfreich, meinen Sohn beim Kochen einzubinden. Bei der Zubereitung konnte er sehen, was er alles schon gegessen hat. Hier nochmal das Tomatensoßen-Beispiel: Er wusste nun, dass er mit der Tomatensoße auch Zwiebeln, Knoblauch, Basilikum und manchmal auch Möhren gegessen hat – das gab ihm ein gutes Gefühl und Mut mehr zu probieren.

Ziel ist es natürlich, dass Kinder irgendwann möglichst ausgewogen essen, damit sie alle nötigen Vitamine & Spurenelemente für ihre Entwicklung bekommen. Das gemeinsame Kochen ist ein guter Weg dafür. 

Mareike vom Blog Everywhere I Go ist Mama von 2 Kindern, lebt in Köln, ist Sport-Fan und kann auch über schlechte Witze lachen.

 

 


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