Gesund durch den Büro-Alltag - 10 praktische Tipps

Hand auf's Herz: Egal wie sehr wir unseren Job schätzen und wie viel Spaß er uns bereitet, er kann oft ziemlich fordernd, anstrengend und manchmal sogar belastend für unsere Gesundheit sein. Immer mehr Aufgaben, eine Deadline im Nacken, ein wichtiger Kundentermin, nicht ausreichend Zeit für ein gesundes Mittagessen, ein Mangel an Bewegung - das alles sind Faktoren, die schon im normalen Büro-Alltag für Stress und Unbehagen sorgen.
Sinkt das Thermometer nun in Richtung 0°C, steigen die Belastungen für unsere Gesundheit äquivalent an. Denn die kalte Jahreszeit wartet mit einigen weiteren Herausforderungen für unseren Büro-Alltag und damit auch für unsere Gesundheit auf. Herausforderungen wie eine fiese Erkältungswelle in der Firma, ein Jahresendgeschäft, welches einem vielleicht noch weniger Freiräume lässt als sonst und auch einfach die faktische Gegebenheit, dass man morgens im Dunkeln das Haus verlässt und abends im Dunkeln wieder nach Hause kommt.
Trotzdem muss man sich seinem Schicksal nicht einfach beugen und schlimmstenfalls einfach auf die nächste Erkältung "warten". Es gibt einige Stellschrauben, an denen man drehen kann, um trotz widriger Bedingungen gesund durch den Büro-Alltag zu kommen - und das selbst in der kalten Jahreszeit. Deswegen gibt es nun ohne Umschweife meine zehn Tipps um gesund durch den Büro-Alltag in der kalten Jahreszeit zu kommen - ich wünsche viel Spaß beim Lesen und vor allem auch viel Gesundheit für die kommenden Monate.

Mealprep

Eine ausgewogene Ernährung ist das ganze Jahr über von enormer Relevanz für unsere Gesundheit und unser Immunsystem. Denn nur wenn unser Körper optimal mit Nährstoffen versorgt ist, kann er auch optimale Leistungen vollbringen. Oft ist es im hektischen Büro-Alltag jedoch so, dass wenig Zeit für eine ausgewogene Ernährung bleibt. Für den schnellen Energieschub greift man doch eher zum Zucker im Kaffee oder gleich zur Süßigkeit und das Angebot in der hiesigen Kantine ist meist auch eher eintönig und verdient nur selten das Attribut "gesund".
Genau deshalb setze ich schon seit Jahren auf Mealprep. Dank meiner Vorbereitung spare ich in meinen Pausen Zeit, habe ein köstliches Gericht und weiß genau, was ich da esse. Zudem vermeide ich unnötige Plastikverpackungen und leiste damit auch noch meinen Beitrag für ein nachhaltigeres Leben.

Für ausreichend Bewegung sorgen

Das Thema Bewegung im Büro-Alltag ist so eine Sache. Ich selbst war regelrecht geschockt, als ich mir einen Activity Tracker zulegte und sah, dass mein Büro-Alltag ziemlich weit entfernt von den "gesunden 10.000 Schritten" pro Tag ist. Auf gerade mal 3.000 Schritte kam ich am Ende des Tages.
Da hilft nur eins: Trotzdem für ausreichend Bewegung sorgen! Das bedeutet konkret, dass man das Auto ein wenig weiter weg parken oder gleich die Bahn nehmen sollte, den Aufzug durch Treppen ersetzen könnte, die Mittagspause aktiver gestaltet oder einfach nach der Arbeit doch noch einmal einen Abstecher ins Fitnessstudio macht.

„Gesund“ sitzen

Neben der ausreichenden Bewegung spielt für die eigene Rücken- und Gelenkgesundheit aber auch die überwiegende Tätigkeit im Büro-Alltag eine Rolle: das Sitzen.
Grundsätzlich ist ein Mehr an Bewegung ideal für unsere menschlichen Körper. Natürlich ist dies mit dem typischen Büro-Alltag aber nicht immer vereinbar. Deswegen sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass man einen passenden Bürostuhl als Sitzgelegenheit hat. Sofern es möglich ist, kann man auch für Abwechslung mit einem Sitzball sorgen oder (sofern die technischen Gegebenheiten bestehen) den Tisch soweit erhöhen, dass man eine Zeit lang seiner Tätigkeit auch im Stehen nachgehen kann.

Genügend trinken

Dass man genügend trinken sollte, ist wahrscheinlich jedem von uns bekannt. Aber gerade in der kalten Jahreszeit vergisst man es häufig (man hat oft auch einfach nicht den Durst wie bei der Hitze im Sommer) und dies kann in trockener Büroluft schnell zur mangelnden Befeuchtung des Rachenraums führen, was wiederum auch die Besiedlung mit Viren begünstigen kann.
Deswegen sollte man nun gerade in der kalten Jahreszeit darauf achten, ausreichend zu trinken - gern auch mit einem Glas Wasser, das auf dem Büro-Tisch bereit steht und stündlich geleert werden muss.

Richtig Lüften

Frische Luft ist äußerst wichtig, um einerseits die Konzentration im Büro-Alltag aufrecht zu erhalten, aber auch dafür zu sorgen, dass die Luft relativ "gesund" bleibt. Denn gerade die momentan so verbreiteten Erkältungsviren können durch Tröpfcheninfektion weitergetragen werden - also gerade auch durch die Luft, die wir atmen. Sitzt man nun mit vielen Menschen, die vielleicht auch schon Viren in sich haben, in einem Raum, so ist die Wahrscheinlichkeit auch höher, selbst krank zu werden. Deshalb sollte man immer mal wieder Lüften, um so frische Luft in den Büro-Alltag zu lassen.

Luftfeuchtigkeit statt Heizungsluft

Neben dem Lüften sollte man auch darauf achten, dass gerade in der kalten Jahreszeit die Luft im Büro nicht durch Heizungsluft zu trocken wird. Ist die Luft zu trocken, kann dies dazu führen, dass die Atemwege „austrocknen“.
Pflanzen sind ideal, um für mehr Luftfeuchtigkeit im Raum zu sorgen. Daneben kann eine flache Schale gefüllt mit Wasser in der Nähe eines Heizkörpers ebenfalls für mehr Luftfeuchtigkeit im Raum sorgen.

Hygiene beachten

In der Erkältungszeit ist es noch wichtiger als sonst, auf die richtige Hygiene zu achten. Deswegen unbedingt benutzte Taschentücher sofort entsorgen, die Hände immer gründlich waschen und desinfizieren (gern auch mehrmals am Tag - es gibt mittlerweile tolle Desinfektionsgels für die Hosentaschen), in die Ellenbeuge niesen und statt dem Handschlag zur Begrüßung lieber nur mit einem freundlichen "Hallo" grüßen.

Vitamin D tanken

Gerade in der kalten und dunklen Jahreszeit ist es häufig so, dass man morgens im Dunkeln das Haus verlässt und abends im Dunkeln wieder heimkommt. Die restliche Zeit das Tages verbringt man entweder in seinem Büro, bei einem Geschäftstermin oder abgehetzt beim Erledigen von alltäglichen Dingen wie Einkaufen oder das Tätigen von anderen Besorgungen.
Um trotzdem in den Genuss von – zumindest einem kleinen Bisschen – Vitamin D zu kommen, sollte man daher versuchen, so oft es geht Tageslicht in den Alltag mit einzubauen. Sei es durch einen kleinen Spaziergang in der Mittagspause, einer Kaffeepause am geöffneten Fenster oder bei einem Botengang, den man selbst erledigt, statt ihn an andere zu delegieren.

Das Mindset macht's

Für mich persönlich ist die Psyche ein entscheidender Faktor für meine physische Gesundheit. Fühle ich mich gestresst, ausgelaugt und überfordert, so kam es häufig vor, dass kurze Zeit darauf mein Immunsystem schlapp gemacht hat.
Deshalb mein Tipp an Euch: Achtet auf Eure psychische Gesundheit und sorgt beispielsweise für eine angenehme Arbeitsatmosphäre, schafft Euch bewusst Freiräume im hektischen Arbeitsalltag  und  unternehmt vielleicht auch mal einen kleinen Abstecher zum Weihnachtsmarkt mit den Arbeitskollegen.

Arbeitsunfähig? Dann auch lieber zu Hause bleiben!

Da achtet man auf alles, ernährt sich ausgewogen, treibt Sport, und dann hat es einen doch erwischt! Auch das kann passieren und es ist kein Weltuntergang. Wichtig ist dann nur, dass man nicht "den Helden spielen" möchte und trotzdem krank weiterarbeitet. Wenn man arbeitsunfähig ist, dann sollte man auch zu Hause bleiben und gesund werden - und somit auch die anderen Kollegen vor einer möglichen Erkrankung schützen.
Zwar kennen die meisten von uns dieses "schlechte Gewissen", dass da etwas liegen bleibt, jedoch ist es auf lange Sicht die bessere Entscheidung. Denn nur so erholt man sich besser, ist selbst schneller wieder fit, läuft nicht Gefahr eine Krankheit zu verschleppen und steckt auch niemanden an.
 

Über die Autorin

Tina Carrot (25) studiert Jura und schreibt seit 2010 auf ihrem Blog „amour de soi“ über Mode, Beauty-Produkte und über Neuigkeiten aus ihrer Heimatstadt Düsseldorf.
 

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