Gute-Laune-Tipps bei schlechtem Wetter: Ideen fürs Zuhausebleiben

Der Regen klatscht gegen die Fenster und der Wind bläst so stark, dass Mary Poppins sich mit ihrem Regenschirm sicherlich auch nicht vor die Tür gewagt hätte? Brrrr. Heute geht es dann eben mal nicht raus und die großen Abenteuer starten zuhause! Wir sind losgezogen und haben für Euch nach den allerbesten Schlecht-Wetter-Ideen unserer lieben Kollegen bei Orthomol gefragt.

Der Klassiker: Bücher

Genau. Auch wenn das nicht der innovativste Tipp ist, war es vielen extrem wichtig, dass Bücher auf unserer Liste stehen. Denn Bücher schenken Geborgenheit und Wärme, greifen Themen auf, mit denen sich Kinder auseinandersetzen und schicken uns in die große, weite Welt der Fantasie. Wetten, dass Euch die Helden der Bücher auch noch nach dem Regen weiter begleiten werden? Denn Kinder beschäftigen sich oft sehr lange damit.

Und wenn wir Erwachsenen gar nicht mehr an die dramatischen Szenen des Buches denken, spricht Dein Kind ganz bestimmt unvermittelt von dem kleinen einsamen Wolf, der später zum Glück aber doch noch viiiele Freunde gefunden hat! Und ehrlich gesagt, kann sich doch jeder noch an seine Helden aus der Kindheit erinnern, oder? Was gibt es da Schöneres, als sich mit seinem Kind einzukuscheln und diese Reise gemeinsam anzutreten.

Großer Vorteil von Büchern: Die Auswahl ist riesig. Ist der Mini noch „zu mini“, kann er in Fühlbüchern Stoffe und Materialien ertasten oder in Wimmelbilderbüchern verrückte Szenen oder Personen entdecken. Außerdem gibt es großartige Malbücher, sodass kleine Prinzessinnen und Ritterfans (oder auch der Pferdenarr und die Polizeibegeisterte, um hier nicht zu tief in die Klischeekiste zu greifen) bunte Unterhaltung haben.

Die „Malen nach Zahlen-Bilder“ werden – wenn die Kinder gerade nicht gucken – gern mal von unseren befragten Kollegen gelöst („so entspannend“, sagte man uns). Und die aufklappbaren Türchen, hinter denen Geheimnisse stecken, und 3-D-Bilder wecken auch in uns wieder das Kind.

„Mami, nochmal vorlesen!“ Zugegeben, in dieser Entwicklungsphase brauchen wir starke Nerven. Es ist die Phase, in der Kinder ein und dasselbe Buch immer wieder vorgelesen bekommen möchten. Gähnend langweilig? Ja, aber nur für uns! Der Rat unserer Eltern, die das gerade durchleben mussten: durchhalten mit dem Wissen, dass es vorübergeht und dass es das Kind nicht macht, um Euch zu ärgern. Es vermittelt ihnen ein Gefühl von Sicherheit. Dann ist doch wieder alles gut, oder?

Basteln und Bauen

Glück hat, wer zum Basteln und Bauen einen großen Tisch zur Verfügung hat. Mit breitem Grinsen erklärten uns einige glücklich-stolze Kollegen, wie der Ausziehmechanismus ihres Tisches funktioniert. Es liegt auf der Hand: So ist mehr Platz für das Bauwerk vorhanden und andere Dinge können parallel am Tisch erfolgen, wenn z.B. die Fahnen und Kronen für die gerade entstehende Ritterburg noch verziert und beklebt werden müssen.

Kein seltenes Phänomen: Oft findet das Basteln nicht im Kinderzimmer, sondern am Küchen- oder Esstisch statt. Mit einem großen Tisch kann das halbfertige Bauwerk solange liegen bleiben, bis es durchgetrocknet ist und muss nicht zwingend vor dem Mittagessen weggeräumt werden. So haben beide – Bauwerk und Familie – noch ausreichend Platz am Tisch.

Wir haben noch einen praktischen Tipp zum Basteln: Denn oft stellt sich danach die Frage was aus den vielen Tragekörbchen aus Papier oder den Woll-Bommeln eigentlich werden soll. Am besten das Schöne mit dem Nützlichen verbinden. Also vorab überlegen, welche Bastelei im Alltag (der Erwachsenen) helfen könnte. Zu Ostern könnten beispielsweise aus Luftballons und Pappmaché große Ostereier gebastelt werden: Längs aufgeschnitten, bunt angemalt und verziert geben sie mit Seidenpapier ausgebettet ein hübsches Osternest für Nachbarn, Freunde und Familie. Für etwas fortgeschrittene Bastelfans als Geschenk zu Weihnachten: Hübsche Lichterkugeln aus Luftballons und Servietten hergestellt – hier vorgestellt von Lichterkinder.

Übrigens haben wir noch eine tolle Idee, was aus den vielen selbstgemalten Bildern der Kinder gebastelt werden kann: Sie können als Buch gebunden werden. So sind sie sicher aufgehoben, können (bei Regenwetter) immer wieder angeschaut werden und die Bilder fliegen nicht mehr einzeln in der Wohnung herum. Also: Euer nächstes Projekt ist dann das Bücherbinden! Bei Buntraum haben wir eine schöne Version mit Beschreibung der Bindung gefunden.

Selbst etwas Essbares erschaffen: Backen und Kochen

Teig kneten, Butter abwiegen und Plätzchen verzieren? Auch wenn die meiste Deko im Gesicht der Kinder hängt, steht bei den Orthomol-Familien das gemeinsame Backen und Kochen ganz weit oben auf der Liste. So stehen die beschürzten Kleinen hochkonzentriert und mit ernster Miene in der Küche und stecken Marzipan, Rosinen und Mandeln in den Apfel. Beim späteren Bratapfelessen wird stolz erklärt, wie diese Herausforderungen gemeistert wurden. Es gibt so viele einfache Handgriffe in der Küche, die von Kindern gefahrlos übernommen werden können. Also: Nächster Anlass für eine gemeinsame Küchensession ist Halloween!

Trommelt Eure Kinder in der Küche zusammen und brainstormt, was ihr Schauriges Köstliches kreieren könnt. Mit viel Fantasie werden quer eingeritzte Würstchen mit gehobelten Mandeln an der Spitze, die mit Ketchup „festgeklebt“ werden, zu Fingern. Und entrollte Lakritzschnecken werden zu Spinnenbeinen: Dazu Muffins backen, mit Frischkäsecreme bestreichen und in Raspelschokolade wälzen – fertig ist der haarige Spinnenkörper. Aus den Lakritzschlangen acht gleich lange Beine schneiden und an den Körper stecken. Zuletzt die Augen aus weißen oder roten Schokolinsen aufsetzen und schon kann der Gruselspaß beginnen.

In uns steckt noch immer der Höhlenmensch!

Buden bauen, geheime Orte kreieren und Höhlenverstecke erschaffen – wir sind da sofort Feuer und Flamme! Ist es keine Weltraumrakete im Kleiderschrank, so wird es dieses Mal aus dem Kinderbett ein verwegenes Piratenschiff: Das Laken wird zum Segel und ein ausrangiertes schwarzes T-Shirt, auf das ein Totenkopf gemalt wird, zur Piratenflagge. Säbel, Kopf- und Halstuch sind schnell aus einem Holzkochlöffel und Stoffresten gemacht und zwecks Bartstoppeln muss Mamas Kajalstift herhalten. Jutebeutel mit verschiedenen Dingen gefüllt, sind die begehrten Säcke voller Gold.

Was genau in den Säcken steckt, erfährt der Pirat erst nach der Schlacht, die er hoffentlich für sich verbuchen kann. Zuerst aber muss der gefräßige Hai überwunden werden … Ist mittlerweile vielleicht sogar die Sonne wieder da? Dann nichts wie raus zum nächsten Spielplatz in die Sandkiste zum Goldwaschen. Vielleicht findet sich an dem großen weiten Südseestrand ja der ein oder andere Cent.

Auch draußen gibt es ein Drinnen

Alle guten Bücher sind gelesen, keine Lust zum Basteln oder Euch fällt einfach die Decke auf den Kopf und Ihr wollt unbedingt raus und etwas erleben? Nichts wie los, denn es warten unzählige Aktivitäten extra für Kinder und Familien. Zum Beispiel gibt es Theater, die speziell auf Kinder ausgerichtet sind. Klassische Theaterstücke oder Opern werden für die Kleinsten kunstvoll und äußerst spannend aufbereitet, wie es das schöne Theater für Kinder in Hamburg macht.

Oder aber Ihr besucht ein Museum, in dem Kinder Exponate anfassen, ausprobieren und spielend Neues entdecken können. So ein Museum ist das Kindermuseum MACHmit! in Berlin. Oder Ihr möchtet, dass Eure Kinder auch eine tolle Zeit verleben, während Ihr gemütlich mit Freunden Euren (entkoffeinierten) Kaffee und Kuchen genießt? Dann sollte der Besuch eines Kinder- oder Stillcafés auf dem Programm stehen. Dort können Kinder und Babys ganz offiziell toben, spielen, schreien und laut sein, während die Großen gut gelaunt ihren Erwachsenenschnack halten.

Natürlich hängen die familienfreundlichen Angebote auch davon ab, wo Ihr wohnt. Nicht jede Kleinstadt bietet ein Kindertheater. Holt Euch Inspirationen im Internet z.B. auf Stadtportalen. Oft gibt es die Rubrik „…mit Kind“ oder „… für Familien“. Vielleicht gibt es bei Euch in der Nähe einen Indoorspielplatz, Kinderflohmarkt, ein Planetarium, eine Kletter- oder eine Schwimmhalle.

Einfach doch raus!

Apropos – was heißt eigentlich schlechtes Wetter? „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung“, lautet ein bekannter Spruch, den wir übrigens auf unserem Gang durch die Büroräume oft zu hören bekamen. Viele meinten auch, dass – mit Regenkleidung und Ersatzklamotten ausgestattet – ein verregneter Tag durchaus spaßig sein kann.

Ob das von einem Kollegen empfohlene Regenpfützen-Springen für jedermann das Wahre ist, sei dahingestellt. Aber immerhin bewiesen ist, dass wir Menschen nicht aus Zucker gemacht sind und dass trotz bedecktem Himmel das Licht draußen und die Bewegung an der Luft einfach nur gut tun. Also Gummistiefel an und die Regentropfen mit dem Mund auffangen.

Wir wünschen Euch ganz viel Spaß!

 

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