Hoffnung bei feuchter AMD

US-Forscher testen eine neue Therapie, die eine bestimmte Form der altersbedingten Makuladegeneration (feuchte AMD) aufhalten könnte:

Sie bringen Zellen der Netzhaut dazu, einen Schutzstoff zu produzieren. Erste Versuche mit menschlichen Testpersonen verlaufen vielversprechend.

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine häufige Ursache für Erblindung. Es gibt verschiedene Formen: Bei der trocknen AMD sterben Pigmentzellen der Netzhaut, eine Heilung ist noch nicht möglich. Bei der feuchten Form wachsen Blutgefäße in die Netzhaut ein und zerstören dort Strukturen, die für das zentrale Sehen wichtig sind. Bestimmte Biomoleküle können das Wachstum der Blutgefäße bremsen. Dazu müssen sie allerdings recht aufwendig regelmäßig ins Auge der Betroffenen gespritzt werden.

Forschern ist es jetzt gelungen, den Bauplan für den wachstumshemmenden Wirkstoff in Retinazellen einzuschleusen – die daraufhin tatsächlich mit der Produktion der gewünschten Biomoleküle begannen. Einige der an der Studie beteiligten Patienten kommen seither bereits sechs Monate ohne zusätzliche Medikamenten-Injektionen aus. Sollte die Studie weiterhin so positiv verlaufen, hoffen die Forscher schon in 3-5 Jahren auf eine neue Therapieoption bei feuchter AMD.


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