Homeoffice und Kinderbetreuung - Interview mit Sabrina

Wenn Corona Deine Mutterschutz-Pläne durcheinanderbringt

Der Countdown läuft… in wenigen Wochen erwartet die liebe Sabrina, auf Instagram besser bekannt als @sabrina_blogs, ihr zweites Kind. Eigentlich wäre spätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen, zuhause die Füße hochzulegen, dem Lieblings-Friseur nochmal einen Besuch abzustatten und mit der besten Freundin einen entspannten Kaffee zu trinken. Eigentlich … Denn das Coronavirus hat auch Sabrinas Alltag ganz schön durcheinander gebracht.
Nun heißt es für Sabrina, den kleinen Sohnemann zuhause zu betreuen, nebenbei im Homeoffice letzte Projekte zum Abschluss zu bringen und dabei voller Mut und Besonnenheit auf die bevorstehende Geburt zu blicken. Zum Glück ist sie eine durch und durch gelassene Person, die nichts so schnell aus der Ruhe bringt. Wie sie das schafft, verrät sie uns im Interview. 

Liebe Sabrina, Du bist zurzeit schwanger mit Deinem zweiten Kind. Herzlichen Glückwunsch! Wie geht es Dir? Wie hast Du Deine Schwangerschaft bisher erlebt?

Ich liebe es, schwanger zu sein und empfinde es immer wieder als ein echtes Wunder! Ich bin wahnsinnig dankbar, dass bis jetzt alles so gut gelaufen ist.

Unterscheidet sich Deine zweite Schwangerschaft von der Ersten?

Die erste Schwangerschaft konnte ich bewusster leben, da ich einfach viel mehr Zeit (für mich) hatte. Nun habe ich einen kleinen Sohn, der einen großen Teil meiner Aufmerksamkeit einnimmt. Bei der zweiten Schwangerschaft fehlen mir also eindeutig die Zeit und der Schlaf. Ich habe das Gefühl, die zweite Schwangerschaft ging wahnsinnig schnell und die Zeit ist einfach verflogen. 

Wie sieht es in puncto Ernährung aus? Achtest Du gerade jetzt in Deiner Schwangerschaft besonders auf eine ausgewogene Ernährung oder haben Dich verrückte Schwangerschaftsgelüste fest im Griff?

Das Thema Ernährung ist ein ständiges Thema bei mir, da ich oft das Gefühl habe, meine Gene lassen mich schnell zunehmen. Beim ersten Kind hatte ich 24 Kilo zugenommen und nun, zwei Wochen vor der Geburt von Baby Nummer zwei, sind es fast 30 Kilo. Ich achte sehr darauf, was ich esse, aber manches kann man einfach nicht beeinflussen. Extreme Gelüste habe ich nicht wirklich. Also gibt es bei mir keine sauren Gurken mit Nutella.

Uns beschäftigt immer wieder die Frage, ob es den idealen Zeitpunkt zum Kinderkriegen gibt. Wie ist die Entscheidung für ein zweites Kind gefallen? Woher wusstest Du, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist?

Ich wollte immer früh Kinder haben und am liebsten drei! Der Plan ist leider nicht aufgegangen. Der richtige Mann hat gefehlt und somit bin ich das erste Mal mit 32 Mama geworden. Was nun richtig und falsch war, werde ich nie wissen. Aber so wie es ist, bin ich sehr glücklich! Das zweite Kind war eigentlich schon viel früher geplant. Aber unser Bauchgefühl und unsere Lebensumstände haben uns dann doch noch eine Weile warten lassen. 
Wenn der Kleine nun auf die Welt kommt, wird der Große 3,5 Jahre alt sein. Ich hoffe, dass er viel mehr verstehen wird und die neue Situation ihm dadurch leichter fällt. Für uns fühlt sich der Abstand jedenfalls genau richtig an! 

Kinderwunsch ist bei uns ein großes Thema. Viele Frauen müssen einen längeren, manchmal auch steinigen Weg gehen, bis es klappt. Wie war das bei Dir?

Bei unserem ersten Sohn waren “wir” sofort schwanger. Auch bei dem zweiten “Wunder” hat es unheimlich schnell geklappt. Dafür sind wir sehr dankbar! Schwanger werden ist und bleibt ein Thema, das man nicht richtig planen kann. Ich empfehle jedem, den Druck rauszunehmen und dann – sollte es nach einem Jahr nicht klappen – mit dem Frauenarzt zu sprechen. Einige meiner Freundinnen hatten „kleinere“ Probleme, die schnell reguliert werden konnten. 

Wie bereitest Du Dich auf Dein zweites Baby und das neue Leben als vierköpfige Familie vor? Hast Du Tipps?

Ich höre da komplett auf mein Bauchgefühl und lasse mich treiben. Ich habe für mich gelernt, dass zu viel zu lesen und der Versuch, alles perfekt zu machen, bei mir nur großen Druck und Unsicherheit erzeugen.

Worauf freust Du Dich besonders? Gibt es auch Themen, die Dich beunruhigen?  

Ich freue mich am meisten auf den Moment, wenn mein Großer den Kleinen das erste Mal sieht und natürlich darauf, meinen kleinen Mann gesund in den Armen zu halten! Natürlich beunruhigt mich die aktuelle Situation sehr. Corona ist in aller Munde und keiner weiß, wie sich die kommenden Wochen gestalten. Aber ich versuche, einfach positiv zu bleiben, an mein kleines Wunder zu denken und alles auf mich zukommen zu lassen. 

Durch das Coronavirus herrscht überall Ausnahmezustand. Wie schaffst Du es, trotz Kleinkind kleine Auszeiten für Dich zu schaffen?

Ich bin ganz ehrlich: Auszeiten sind bei mir nicht nur in Corona-Zeiten eher selten. Ich empfinde es aber nicht als störend und bin zufrieden so wie es ist. Eine warme Dusche ganz allein ist für mich teilweise wie ein Wochenende Wellness. Natürlich hatte ich mir die letzten Wochen vor der Geburt aber insgesamt ein wenig anders vorgestellt. 

Und nun unsere Lieblingsfrage. Welchen Tipp würdest Du Deinem „frisch-gebackenen-Erstlingsmama-Ich“ gerne geben bzw. was würdest du anderen (werdenden) Mamas als Rat mit auf den Weg geben?

Lass Dich nicht aus der Ruhe bringen und hör auf Dein Bauchgefühl! Jeder wird es besser wissen wollen und viele „schlaue“ Ratschläge für Dich haben. Aber Du bist die Mama und Dein Bauchgefühl ist und bleibt das Beste!
 

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