Kardamom: Immun-Liebling des Monats und köstliches Super-Gewürz

Wirkung, Anwendung und Geschmack des Super-Gewürzes

Besonders wenn Weihnachtszeit ansteht, ist Kardamom in unseren Gefilden in aller Munde. Denn das exotische Gewürz gibt zahlreichen Weihnachtsleckereien um Lebkuchen und Co. ihren typischen Geschmack. Aber mit seinem besonderen Aroma und seinen zahlreichen guten Eigenschaften hat Kardamom nicht nur zur Adventszeit sondern auch das ganze Jahr über einen Platz im Gewürzregal verdient. Eine Ode an unseren Liebling des Monats Kardamom.

Ätherisch in jedem Sinne des Wortes

Duftender Kardamom, Du bist ätherisch in jedem Sinne des Wortes. Dein würziges Wesen verblasst an Luft und Licht zu neutralem Staub, sobald sich Dein Duft verflüchtigt hat. Darum tragen wir Dich nicht fertig vermahlen, sondern in Deinen schützenden Kapseln nach Hause, die das ätherische Öl Deiner fettglänzenden Samenkapseln umschließen.

Während Deine Geschwister Zimt und Vanille unsere Küchen bereits ganzjährig bereichern, bleibst Du, Kardamom, für viele ein typischer Weihnachtsgeruch. Aus Lebkuchen und Glühwein strömt deine liebliche Duftwolke über die Weihnachtsmärkte. Skandinavienfans schenkst du darüber hinaus eine olfaktorische Erinnerung an sommerliche Urlaubspicknicks – denn im hohen Norden Europas atmet jede Bäckerei ganzjährig Deinen aromatisch-süßen Hauch, bist Du doch gemeinsam mit Zimt die geschmacksgebende Zutat der vielgerühmten Kanelbullar (Zimtbrötchen), die bei keiner Kaffeepause fehlen dürfen.

Eines der teuersten Gewürze der Welt

Noch präsenter als bei unseren nordischen Freunden bist du in den Gewürzregalen des Orients, etwa als unverzichtbarer Bestandteil indischer Masalas, als I-Tüpfelchen in arabischem Mocca und indischem Chai-Tee. Als eines der teuersten, weil handgeernteten Gewürze der Welt, trägst du ein wenig Luxus auf unsere Geschmacksknospen. Kein Wunder, dass Dir stimmungsaufhellende Wirkungen nachgesagt werden. Die alten Römer suchten mit Deinen würzigen Kapseln die Folgen ihrer legendären Fressgelage zu lindern und ihre Verdauung nach brutaler Überforderung zu beschwichtigen.

Historische Quellen versprechen auch, Dein unverwechselbares Aroma heize die Liebeslust an. Da Liebe ja ohnehin durch den Magen geht, könnten wir diese unbelegte These in einem Experiment mit würzigem Couscous oder einem mundschmeichelnden Curry an unserem Liebsten überprüfen. Spätestens im Dessert entfaltest Du eine hinreißende Wirkung und verleihst etwaigem Liebeswerben köstlichen Nachdruck.

 

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