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„Nach der Schwangerschaft wünschen sich Frauen Halt – physisch wie psychisch“

Interview mit den Gründerinnen von "Kaiserschlüpfer"

Gerade nach einem Kaiserschnitt, aber auch nach einer Spontangeburt sehnen sich viele Frauen nach Geborgenheit, nach Halt. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn so eine Schwangerschaft verändert den Körper enorm. Diese Erfahrung haben auch die beiden Hamburgerinnen Julia Steinbach und Daniela Westberg-Heuer gemacht und spezielle Wohlfühl-Produkte für Frauen entwickelt. Angefangen hat alles mit dem Namen gebenden Kaiserschlüpfer für Frauen nach dem Kaiserschnitt.

Julia, Daniela, vor gut fünf Jahren habt Ihr den Kaiserschlüpfer auf den Markt gebracht, einen Slip für Frauen nach einem Kaiserschnitt. Wie kam es dazu?

Julia: Die Idee zu dem Kaiserschlüpfer hatte ich sogar schon im Krankenhaus direkt nach der Geburt. Meine Bettnachbarin war Ärztin, die selbst ihr drittes Kind per Kaiserschnitt bekommen hatte. Sie habe ich gefragt, wie ich die Narbe nach dem Kaiserschnitt schützen kann. Denn immer hat irgendeine Naht gescheuert – selbst bei Leggings oder den übergroßen Hosen meines Mannes. Als diese sagte, da gibt es nichts Vernünftiges, kam mir die Idee zu dem Slip mit Stützfunktion und Gelpad als „Stoßdämpfer“ für die Narbe.

Und dann habt ihr diesen speziellen Slip entwickelt?

Daniela: Ja, genau. Ich habe Julia als Hebamme schon in der Schwangerschaft begleitet und war auch gleich begeistert von der Idee. Wenig später haben wir auch schon begonnen, den ersten Slip zu entwickeln. Wir haben ein Jahr getüftelt, bis wir zufrieden waren.

Ganz schön mutig. Ihr habt dann beide Eure Jobs aufgegeben, Du, Julia, in einem Verlag und Du, Daniela, als Hebamme.

Julia: Irgendwie ging dann alles recht schnell. Wir haben beide an die Sache geglaubt, jeder 5.000 Euro investiert und hatten dann das Glück, die Slips in einer Studie an der Berliner Charité von 100 Frauen testen zu lassen. Nur eine konnte nichts damit anfangen.

Der Kaiserschlüpfer hat vorne eine kleine Tasche für ein Kühlpad zum Schutz der Narbe, der Bund ist weit über der Taille, sodass der Bauch gestützt und von der Narbe ferngehalten wird. Doch bei dem Produkt allein ist es nicht geblieben.

Daniela: Wir sind gleich mit drei verschiedenen Modellen gestartet, dem „Kaiserschlüpfer“, dem „Warme Tage“ inklusive eines Wärmepads für Frauen mit Regelbeschwerden und dem „Bauchschmeichler“. Der Bauchschmeichler ist eine Shape Wear, nur dank seines elastischen Materials, das nicht rutscht, sehr viel bequemer. Wir hatten ihn ursprünglich für Frauen nach Spontangeburten entwickelt, weil er dem Bauch nach der Geburt Halt bietet. Er lässt sich aber eben auch als bequeme Shape Wear tragen. Nach und nach kamen dann immer mehr Modelle dazu auch für die Schwangerschaft und zuletzt die Bauchgefühl- und Bauchschmeichler-Leggings.

Mit Schlüpfer assoziiert man Omas Riesen-Unterhose. Warum habt Ihr Euch für diesen Namen entschieden?

Julia: Der Kaiserschlüpfer und auch alle anderen Modelle sind große Unterhosen. Das wollten wir ehrlich kommunizieren und finden den Namen auch irgendwie frech, vielleicht ein wenig ironisch.

Daniela: Uns war wichtig, dass unsere Slips bequem und funktionell sind, den Frauen ein gutes Gefühl geben. Es geht nicht darum, schön, schlank und sexy zu sein. Auch wenn wir glauben, dass unsere Schlüpfer durchaus zu diesen Gefühlen beitragen.

Warum glaubt Ihr, dass gerade während und nach der Schwangerschaft Wohlbefinden so wichtig ist?

Daniela: Der Körper verändert sich während dieser Zeit extrem und meine Erfahrung als Hebamme und auch als Mutter hat mir gezeigt, dass sich so gut wie jede Frau nach der Geburt Halt rund um den Bauch wünscht. Es hilft in dieser Zeit extrem, gestützt zu werden. Das wirkt sich auch auf das Selbstbewusstsein aus. Hormonell und emotional fahren wir in dieser Zeit Achterbahn. Da tut es gut, sich körperlich wohl zu fühlen und dadurch auch emotional aufgehoben zu sein.

Ihr habt beide Kinder, Eurer Unternehmen wächst stetig. Wie bekommt Ihr das Mamasein und den beruflichen Alltag unter einen Hut?

Julia: Es ist ein Spagat, aber ich habe viel Unterstützung von meinem Mann und auch von meinem sonstigen Umfeld. Zudem versuche ich, die Nachmittage für meine Kinder zu blocken. Das weiß auch unser Team, das uns dann den Rücken freihält. Das klappt natürlich nicht immer.

Daniela: Ich bin alleinerziehend. Glücklicherweise kann ich mich auf meine Jungen (10, 12 und 15 Jahre) voll verlassen. Und auch ich versuche, nachmittags für sie da zu sein und dann erst abends wieder zu arbeiten.

Wie schafft Ihr Euch Auszeiten, wie tankt Ihr auf?

Daniela: Ich habe einen Hund, mit dem ich immer raus muss. Das ist toll. Außerdem versuche ich, morgens Sport zu machen. Dafür stehe ich früher auf und das tut mir extrem gut.

Julia: Ich gehe in den Wald, möglichst zwei Mal in der Woche und dann jeweils für eineinhalb Stunden, dabei höre ich oft Hörbücher. Außerdem fahre ich mit dem Fahrrad zur Arbeit und entspanne bei der Gartenarbeit. Ich habe einen echten „Pflanzentick“.

Wie haltet Ihr es mit der Ernährung? Habt Ihr während der Schwangerschaft zusätzlich Mikronährstoffe genommen.

Daniela: Ich versuche, mich über die Ernährung mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Während der Schwangerschaften habe ich zusätzlich Folsäure und Eisen genommen.

Julia: Ich habe schon vor meinen Schwangerschaften immer mal zu Orthomol-Produkten gegriffen, wenn meine Akkus leer waren. Und als ich dann schwanger war, habe ich Orthomol Natal genommen und bin echter Fan geworden. Es hat mich mit wichtigen Mikronährstoffen versorgt.