Prüfungsstress - Wie Du Dich optimal vorbereiten kannst

Jeder kennt sie von der Schule oder der Uni: die Prüfungsangst. Wer mag es schon gerne vor drei Prüfern zu stehen und ständig Fangfragen beantworten zu müssen? Doch mit einem gezielten Training und einer effizienten Lernmethode können solche Situationen einfach gehandhabt werden.

Prüfungsangst bewältigen

Unser Gehirn erbringt die besten Leistungen, wenn wir uns weder in einem zu gleichgültigen, noch einem zu angespannten Zustand befinden. Leider ist es in Prüfungssituationen die Norm sehr nervös und aufgeregt zu sein. Das bewirkt, dass die Übertragung von Informationen nicht mehr einwandfrei funktioniert. Das gefürchtete Blackout tritt als Folge in Erscheinung. Diese Anspannung wird vor allem durch starke Versagensängste hervorgerufen. Das Gehirn kriegt dadurch den Eindruck, dass die Situation zu gefährlich ist und schaltet ab.

Natürlich ist eine Prüfung keine lebensbedrohliche Situation, die Angst davor entsteht ausschließlich in unserem Kopf. Das bedeutet, genau dort kann sie auch bekämpft werden. Ein Gegenwirken mithilfe von positiven und beruhigenden Gedanken hilft in vielen Fällen. Sobald negative Gedanken im Kopf produziert werden, müssen diese durch positive Gedanken ersetzt werden. Denkt sich eine Person z.B. “Ich darf mir keine Fehler erlauben”, kann sie sofort damit kontern zu denken, dass ein Fehler nicht dazu führen wird, dass man durchfällt, sondern, dass Fehler uns zu Menschen machen. Auch Atemübungen können einen Entspannungszustand hervorrufen. Hier gibt es viele Anleitungen im Netz.

So lernst Du effektiv

  1. Es ist wichtig, dass Du früh genug mit dem Lernen beginnst. Allein dadurch lässt sich schon einiges an Stress vermeiden. Am besten ist es, sich neue Themen noch am selben Tag halbwegs anzueignen.
  2. Ein Lernplan ist unersetzlich. So kannst Du Dir die Stoffmengen einteilen und erhältst einen Überblick über das Verhältnis von Stoff und Zeit. Teilst Du Dir alles effektiv ein, sollte zeitlicher Stress gut vermieden werden können.
  3. Vor allem als Student hilft es, die Inhalte eines Seminars nachher nochmals effizient zusammenzufassen und gefiltert die relevantesten und wichtigsten Informationen herauszusuchen.
  4. Heutzutage werden Merkhilfen immer häufiger angewendet. Verbindet man z.B. Informationen über eine chemische Verbindung mit dem Alltag oder einer Emotion, kann das Gehirn die Information besser abspeichern.
  5. Der Lerntag sollte vielseitig strukturiert sein. Vor allem Lernpausen und Abwechslung sind wichtig, da eine Dauerbelastung nicht viel bewirkt. Gerade Bewegung und eine gesunde Ernährung sorgen für einen guten Stoffwechsel und somit auch für eine optimale Leistungsfähigkeit deines Gehirns.
  6. Am letzten Tag vor der Klausur sollte nichts neues mehr gelernt werden. Du solltest Dich auf die Wiederholung des Gelernten fokussieren.
  7. Ausreichend Schlaf vor der Klausur ist unerlässlich für eine optimale Denkfähigkeit. Ohne, oder mit zu wenig Schlaf, ist der Körper geschwächt und für große Leistungen nicht gut vorbereitet.

Die Zeit nach der Prüfung

Du hast die Prüfung hinter Dir und kannst nun endlich entspannen? Sehr schön, doch auch nach der Prüfung kannst Du noch viel tun, um Deine Leistungsfähigkeit zu verbessern. Eine Note ist ein wichtiges Feedback. Hast Du beispielsweise das Gefühl, dass sie Deine Erwartungen widerspiegelt, oder hast Du mehr / weniger erwartet? Es ist auch immer empfehlenswert, die Möglichkeit zu nutzen, Deine Klausuren einzusehen. So kannst Du sehen, was gut beantwortet wurde und welche Situationen Du gut einschätzen kannst.

Ebenso erhältst Du Informationen über Deine Fehler und welche besonders oft wiederholt wurden. Auch ein Gespräch mit dem Prüfer kann helfen, um zu erfahren, wo Deine Stärken liegen und worin Du Dich noch verbessern kannst. Dieses Gespräch ist ebenfalls hilfreich, wenn Du mit Deiner Note zufrieden bist. Du möchtest diesen Erfolg ja sicherlich wiederholen oder vielleicht sogar eine stetige Verbesserung bewirken. Hierbei hilft auch eine Fehlerstatistik sehr gut. Allerdings ist es wichtig, dass Du Deine Fehler nicht markierst, denn so merkst Du Dir die falschen Aspekte.

Stattdessen solltest Du Deine Fehler durchstreichen und die richtige Antwort in einer anderen Farbe darüber schreiben. Nur so kannst Du Dir die richtige Antwort besser merken. Erfolg ist meist kein Zufall, sondern das Resultat von detailliertem Aufarbeiten, der Suche nach Erfolgsfaktoren und einem gezielten Training. Es ist wichtig, dass Du Dir nicht zu viel aufbürdest und Deinem Körper immer wieder Pausen gönnst. Mit einer positiven Einstellung wird schnell vieles einfacher. Viel Spaß beim Lernen!

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