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Resilienz - entfalte Deine innere Widerstandskraft

Wer kennt sie nicht: diese Menschen, denen anscheinend nichts etwas anhaben kann. Egal, was passiert, sie haben immer gute Laune und lassen sich ihren Optimismus nicht nehmen. Das scheint für Dich unrealistisch? Tatsächlich ist es möglich, sich diese Eigenschaften anzueignen.

Immunsystem der Seele

Sprechen wir nochmal über diese ständig gut gelaunten Menschen. Wie schaffen sie das? Was unterscheidet sie von uns, den Menschen, die ständig mit ihren Problemen und Krisen hadern? Die Antwort lautet: Resilienz. In Fachkreisen bezeichnet man so Menschen, die traumatische Ereignisse in ihrem Leben erlebt haben, sich jedoch davon erholen konnten und dadurch Resilienz erworben haben.

Einfacher gesagt sind resiliente Menschen dazu in der Lage, Krisen zu bewältigen, ohne davon Schaden zu nehmen. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Materialkunde. Er bezeichnet eigentlich Stoffe, die nach extremer Spannung wieder in ihren Ursprungszustand zurückkehren, also beispielsweise Gummi.

Googelt man das Wort Resilienz mal, wird man vermutlich auf die Bezeichnung “Immunsystem der Seele” stoßen. Dies liegt daran, dass resiliente Menschen eine große innere Widerstandskraft besitzen. Dadurch regenerieren sie ihre Kräfte nach einer gewissen Zeit wieder. Zwar ist es so, dass jeder Mensch anders auf Krisensituationen reagiert, doch resiliente Menschen können ihre Schicksalsschläge definitiv besser verarbeiten. Berühmte resiliente Figuren wären z.B. Cinderella, der biblische Josef oder Harry Potter. 

Und wie funktioniert das?

Das ist ja alles schön und gut, aber wie genau machen resiliente Menschen das? Ihnen werden viele Eigenschaften zugeschrieben, die ihnen in dieser Fähigkeit verhelfen sollen. Hier werden nun die relevantesten von diesen beleuchtet:

  1. Akzeptanz: Sie nehmen ganz wertfrei an, was ihnen widerfährt und sehen jede Krise als Teil ihres Lebens an.
  2. Optimismus: Hier geht es natürlich um das positive Denken. Doch resiliente Menschen wissen auch ganz genau, dass sich nur etwas verändert, wenn man handelt und mit diesem Mindset fällt es nicht so schwer, Dinge anzugehen.
  3. Selbstwirksamkeit: Das bedeutet zunächst an die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen zu glauben. Resiliente Menschen verkaufen sich nicht unter Wert. Ein realistisches Selbstbild, was die positiven Eigenschaften hervorhebt, aber auch die eigenen Schwächen nicht untermauert, hilft in Krisensituationen. Denn durch ein realistisches Selbstbild können diese Menschen auch Lebensträume und Ziele realistischer einschätzen.
  4. Eigenverantwortung: Meine Probleme werden immer meine Probleme sein, außer ich mache sie zu Problemen anderer. Doch genau dies tun resiliente Menschen nicht. Sie lösen ihre Probleme eigenverantwortlich, denn nur so können sie auch von ihnen lernen und an ihnen wachsen.
  5. Netzwerkorientierung: Ein wichtiger Faktor in Krisenzeiten sind Freundschaften. Vielen Menschen neigen dazu, ihre Mitmenschen in schwierigen Situationen wegzuschieben. Doch das führt meist nur zu noch mehr Problemen als vorher. Viele resiliente Menschen weisen sich durch stabile soziale Kontakte aus.
  6. Lösungsorientierung: Resiliente Menschen glauben daran, dass es aus jeder Krise auch Wege hinaus gibt und dass diese Wege meist zu einem persönlichen Wachstum, Erfahrung und Reife führen.

Wie Du Resilienz erlernen kannst

Resilienz muss gefördert werden, sie ist nicht einfach so da. Du darfst Dich selbst nicht zu sehr schonen und Konflikten aus dem Weg gehen. Die Einstellung, dass im Leben schon immer alles laufen wird, schwächt die innere Widerstandskraft sogar. Normalerweise werden die Grundsteine für Resilienz bereits in der Kindheit gelegt, doch das bedeutet nicht, dass man als Erwachsener nicht daran arbeiten kann.

Im Folgenden sind ein paar Tipps aufgeführt, die dabei helfen können, Resilienz zu erlernen oder weiter auszubauen.

  1. Realistisches Weltbild entwickeln Es ist Fakt, dass das Leben ein regelmäßiges Auf und Ab ist. Es wird immer gute, schlechte und mittelmäßige Tage geben. Dagegen kann niemand etwas tun. Was jedoch änderbar ist, ist die Art, wie wir mit dieser Situation umgehen. Eine akzeptierende Haltung fördert eine lebensbejahende Einstellung, die Zuversicht und Optimismus ausstrahlt. Jedes Problem und jede Krise in Deinem Leben bieten Dir die Möglichkeit, daran zu wachsen. Die eigenverantwortliche Lösung dieser Dinge gibt Dir Kraft und Selbstvertrauen.
  2. Glaube an Dich selbst -> Selbstakzeptanz und Selbststärkung Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, sich seiner Stärken bewusst zu sein. Bist Du ein Mensch, der in Krisensituationen eher alles in ein negatives Licht stellt? Hier kann ein Erfolgstagebuch hilfreich sein. Du schreibst jeden Abend auf, was Dir an dem jeweiligen Tag gut gelungen ist. Du darfst dabei ruhig Deine Kompetenzen mit Stolz und Mitgefühl erwähnen. In schwierigen Zeiten ist es dann hilfreich, auf diese Notizen zurückgreifen zu können. Außerdem lernst Du so, was Du tun kannst, um Probleme zu lösen.
  3. Lerne, Hilfe anzunehmen Resilienz bedeutet Widerstandsfähigkeit, nicht totale Abhärtung. Versuchst Du, Dir nichts anmerken zu lassen, entstehen so für Dich lediglich noch mehr persönliche und vielleicht auch soziale Probleme. Du musst lernen, keine Angst davor zu haben, in schwierigen Zeiten Freunde und Familie um Hilfe zu bitten. Du kannst von ihnen lernen, Dich durch sie ablenken oder inspirieren lassen. In sehr schwerwiegenden Krisen solltest Du eventuell auch über professionelle Hilfe nachdenken.
  4. Die Kraft liegt in der Erholung Man könnte Resilienz mit einem Muskel vergleichen, den man immer wieder trainieren muss. Jeder Muskel braucht Training, aber eben auch Erholungsphasen, um wachsen zu können. Du solltest zunächst herausfinden, wie du am nachhaltigsten mit Deinen psychischen Ressourcen umgehst. Dies kann z.B. dadurch passieren, sich selbst nicht mehr so viel Erfolgsdruck zu machen, mehr Pausen einzulegen oder öfters mal “Nein” zu sagen, wenn es gerade wirklich nicht passt. Um in schwierigen Zeiten bereit zu sein, müssen die guten Phasen vollkommen ausgekostet werden. Von diesen Erinnerungen kann man dann zehren, wenn es einem nicht mehr so gut geht.
  5. Such’ Dir neue Herausforderungen Wie bereits erwähnt, muss der Resilienz-Muskel trainiert werden. Dies geschieht durch das Sammeln neuer Erfahrungen, damit Du Dich selbst besser kennenlernen kannst. Denn Resilienz rechnet immer mit der persönlichen Weiterentwicklung. Jede gemeisterte Herausforderung steigert automatisch Deinen Glauben an Dich selbst. Ein nützlicher Zusatzfaktor ist vielleicht noch, dass einem das Leben nicht so schnell langweilig wird. 

Viel Spaß beim Trainieren!