Schlaf – für eine traumhafte Regeneration von Körper und Geist

Schlaf ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens, da in dieser Zeit körperliche und geistige Regenerationsprozesse stattfinden. Um sich ausreichend entspannt und leistungsfähig zu fühlen, ist vor allem ein erholsamer Schlaf notwendig.

Schlafen ist kein überflüssiger Luxus, sondern lebensnotwendig

Schlafen und das Wachsein werden von unserer inneren Uhr bestimmt. Sie werden durch das Licht am Morgen und die Dunkelheit abends bzw. während der Nacht gesteuert und beeinflussen körperliche Reaktionen. Außerdem ist der natürliche Schlafdruck, d h. die über den Tag aufgebaute, körperlich bedingte Müdigkeit von Bedeutung. Auch die Gene spielen eine Rolle, denn sie legen den Grundstein für das Schlafmuster: Kurz- oder Langschläfer, Lerchen oder Nachteulen.

Außerdem hat die Zeit, in der wir leben, Einfluss auf den Stellenwert des Schlafs. In unserer Leistungsgesellschaft stehen Aktivität und Effektivität im Vordergrund des täglichen Lebens: wir sind ständig erreichbar und können oft nicht abschalten. Dabei verkürzen viele ihre Nachtruhe und verringern somit auch ihre Regenerationsphase – denn Schlafen ist für unseren Körper eine Akku-Auflade-Phase. Guter und ausreichender Schlaf ist also nicht überflüssig oder überbewertet, sondern eine wichtige Voraussetzung für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit am Tag.

Seit Jahrhunderten zählt in Japan die Nemuri-Neko zu den berühmtesten Tempel-Skulpturen. Die schlafende Katze symbolisiert Entspannung und Ruhe und soll dem Betrachter innere Ausgeglichenheit schenken. Darauf zurückführend wird in Japan noch heute eine besondere Form des Schlafs gepflegt: im sogenannten Inemuri, dem „Nickerchen“, können viele Japaner
während des Tages nahezu an jedem beliebigen Ort wieder neue Kräfte tanken.

Ernährung beeinflusst den Schlaf

Ob wir entspannt durchschlafen und morgens frisch und munter aus den Federn steigen, kann auch von unserer Ernährung abhängen. Denn bestimmte Lebensmittel aktivieren unseren Organismus, kurbeln den Kreislauf an und können so die Schlafqualität beeinträchtigen. Hierzu zählen beispielweise koffeinhaltige Getränke, wie Kaffee. Auch große, schwer verdauliche Mahlzeiten am Abend sind nicht gerade schlaffördernd, denn Leber und Galle, Magen und Darm müssen folglich intensiv arbeiten. Doch es gibt auch Nährstoffe und pflanzliche Substanzen, die zu einem erholsamen Schlaf beitragen können.

Nährstoffe für den Schlaf

Wenn es in bestimmten Situationen schwierig ist, einen erholsamen Schlaf zu finden, kann eine sinnvolle Kombination aus Nährstoffen und Pflanzenextrakten den Körper gezielt unterstützen. Vitamin B6, Niacin und Magnesium tragen zu einer normalen psychischen Funktion und zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Die essenzielle Aminosäure Tryptophan wird im Gehirnstoffwechsel zu Serotonin und Melatonin umgewandelt. Glycin ist ebenfalls eine Aminosäure und ein wichtiger Botenstoff im Nervensystem.

Tipps für Ihren Schlaf

  • Ess- und Trinkgewohnheiten beeinflussen Ihre Schlafqualität: Wenn Sie gut einschlafen möchten, sollten Sie auf belebende Getränke mit Koffein, wie Kaffee, Cola oder schwarzen Tee verzichten. Auch beim Alkohol ist insbesondere vor dem Zubettgehen Zurückhaltung vorteilhaft. Generell ist es für die Nachtruhe besser, wenn man relativ früh zu Abend isst. Ein kleiner Nachtimbiss ist zwar erlaubt, aber üppige und schwer verdauliche Mahlzeiten sind für einen geruhsamen Schlaf eher hinderlich.
  • Den Tag entspannt ausklingen lassen fördert die Nachtruhe: Wenn Sie spät am Abend noch Handy, Tablet oder Laptop benutzen oder fernsehen, kann das das Einschlafen beeinträchtigen. Daran könnte unter anderem das blaue Licht dieser Geräte schuld sein: Unser Auge reagiert darauf besonders sensibel, und somit wird die Produktion des „Schlafhormons“ Melatonin beeinträchtigt. Am besten ist es, dann ins Bett zu gehen, wenn man wirklich „bettreif“ ist. Um vor dem Schlafengehen zur Ruhe zu kommen, gibt es ganz unterschiedliche Methoden: Musik hören, Entspannungsübungen oder mit dem(r) Partner(in) plaudern. Auch ein entspannendes Bad oder eine Wärmflasche für die kalten Füße können hilfreich sein.
  • Wohlfühlfaktoren machen Ihr Schlafzimmer zum Tempel der Entspannung: Idealerweise sollte das Schlafzimmer eine Oase der Ruhe und ein Ort der Geborgenheit sein und weder als Arbeitszimmer noch als Abstellkammer dienen. Dunkeln Sie das Schlafzimmer ab. Lichteinfall während des Schlafens kann den Tag-Nacht-Rhythmus stören. Auch eine angenehm kühle Temperatur ist wichtig: Lüften Sie Ihr Schlafzimmer, bevor Sie zu Bett gehen.
  • Schlafrituale und Schlafrhythmus unterstützen den Schlaf: Zur Einstimmung auf die Schlafenszeit sind immer wiederkehrende Rituale sinnvoll. Ein solches Schlafritual könnte beispielsweise sein: ein wohltuendes Heißgetränk genießen oder den Tag mit ruhiger Musik ausklingen lassen. Regelmäßig zur gleichen Zeit ins Bett gehen und morgens zur gleichen Zeit aufstehen kann helfen einen Schlafrhythmus zu finden.

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