Homeoffice - 6 Tipps für stressfreies und produktives Arbeiten

Der Anti-Corona-Hangover

Im Homeoffice zu arbeiten klingt für viele erst mal praktisch und gemütlich. Bedingt durch diverse Faktoren kann das Arbeiten von daheim aber auch schnell ungemütlich werden und in einer gehörigen Portion Stress ausarten. Damit es nicht soweit kommt, haben wir Euch sechs Tipps für ein produktives und stressfreies Arbeiten aus dem Homeoffice zusammengestellt.

Homeoffice – für viele noch Neuland

In vielen Bereichen hat die Ausbreitung des Coronavirus neben zahlreichen Einschränkungen auf das Privat- auch massive Auswirkungen auf unser Arbeitsleben. Dies hat zur Folge, dass ein Großteil unserer Bevölkerung bis auf weiteres im Homeoffice arbeitet. Neben vielen Menschen, die es gewohnt sind mehr oder weniger regelmäßig ihr Büro in die eigenen vier Wände zu verlegen, gesellen sich nun auch diejenigen, die es eben noch nicht sind.

Trotz der vielen Vorteile der „Heimarbeit“ wird auch im Jahr 2020 in vielen deutschen Unternehmen das Arbeiten aus dem Homeoffice immer noch zurückhaltend umgesetzt. Nach wie vor hält sich bei vielen Arbeitgebern hartnäckig das Gerücht, dass das Arbeiten von zu Hause kein „richtiges Arbeiten“ ist, es vielerorts sogar als Freizeit verpönt wird. Jedoch zeigt sich – nicht erst jetzt –, dass das eine Fehleinschätzung ist. 

Konzentriert am eigenen Schreibtisch

Viele andere wiederum schwören nämlich auf das Homeoffice als die bestmögliche Form von Arbeit. Ungestört von Kollegen, die sonst mal für einen kurzen Plausch ins Büro kommen und ablenken oder fernab von Meetings, die oft auch durch eine E-Mail oder ein Telefonat geklärt werden könnten, arbeitet manch einer am eigenen Schreibtisch oftmals um ein Vielfaches konzentrierter und produktiver.

Damit dies aber auch gelingt, bedarf es an Selbstdisziplin und einiger gewisser „Regeln“, auf die man beim Arbeiten in den eigenen vier Wänden achten sollte. Damit Du nun auch vom eigenen Schreibtisch abliefern kannst und es in der aktuellen Coronavirus-Zeit nicht zu einem „Homeoffice-Hangover“ kommt, solltest Du folgende Tipps beachten:

Arbeitsplatz

Ein Arbeitsplatz bleibt ein Arbeitsplatz. Egal, ob sich dieser zu Hause oder im Büro befindet. Also richte Dir diesen daheim so ein, dass Du Dich wohlfühlst, genug Platz zum Arbeiten hast und Deine Aufgaben konzentriert und in aller Ruhe, ohne störenden Ablenkungen erledigen kannst. In jedem Fall ist es ratsam einen Raum zu wählen, in dem Du auch mal die Tür schließen, um in Ruhe zu telefonieren, und Deinen Job erledigen kannst.

Ihr habt daheim einen schönen großen Esstisch, an dem es sich prima arbeiten lässt? Warum nicht? Allerdings sollten wir gerade in Zeiten der Verbreitung des Coronavirus’ bedenken, dass es möglich ist, dass wir über längere Zeit im Homeoffice arbeiten werden.

Daher sind ein höhenverstellbarer Schreibtisch und Bürostuhl sehr empfehlenswert. Die Höhe des Schreibtisches gilt es dabei am Oberschenkel auszurichten. Zwischen dem Bein und der Schreibtischkante sollten etwa zehn Zentimeter liegen. Der Bürostuhl sollte im besten Fall ebenfalls in der Höhe verstellbar sein. Die Faustregel zur Körperhaltung: alles im 90-Grad-Winkel. Auch Deinen Monitor und Deine Eingabegeräte solltest Du stets ergonomisch ausrichten.

Tipps für die optimale Ausrichtung findet Ihr hier.

Arbeitskleidung

Wie eingangs bereits erwähnt: Ein Arbeitsplatz bleibt ein Arbeitsplatz. Klar ist man daheim und nicht unter Kollegen und die Jogginghose ist schon gemütlicher als die Jeans. Aber allein vom Feeling her empfiehlt es sich dann doch, sich genauso ordentlich anzuziehen, als wenn man zum Arbeiten ins Büro fahren würde.

Natürlich ist es jedem selbst überlassen, wie er seine Kleiderordnung im Homeoffice handhabt, allerdings solltet Ihr immer im Hinterkopf behalten, dass in vielen Unternehmen Videokonferenzen an der Tagesordnung sind – und niemand möchte am Bildschirm Deinen gemütlichen Snoopy-Schlabberpullover oder Dein „Bierkönig 2019 – ich war dabei“-Shirt sehen.

Wenn dann auch noch der sehnsüchtig erwartete Paketbote klingelt, Du dann aufspringst und das gesamte Team vor dem Bildschirm Deine Wohlfühl-Unterhose begutachten kann ... Du merkst schon ... es kann schnell peinlich werden.

Infrastruktur

Das Homeoffice steht und fällt mit einer stabilen Internetverbindung. Sollte die gegeben sein, steht dem Arbeiten aus den eigenen vier Wänden nichts im Wege. Denn somit hast Du Zugriff auf alle Tools, die es Dir ermöglichen, Deinen Job zu erledigen und Dich mit Deinen Kollegen auszutauschen.

Mal eben über den Tisch zu rufen, um nach einer Info zu fragen, ist im Homeoffice nicht möglich. Online-Kommunikations Tools wie „Microsoft Teams“, „Slack“ und Co. schaffen hier Abhilfe. Denn der Austausch unter Kolleginnen und Kollegen bleibt auch im Homeoffice wichtig. Für Videokonferenzen eigenen sich Tools wie „Zoom“ oder „Skype“, wo teilweise bis zu 100 Personen an einem Videocall teilnehmen können.

Somit müsst Ihr auch auf bestehende Büro-Rituale mit der Lieblingskollegin oder dem Lieblingskollegen nicht verzichten. Gemeinsame Kaffeepausen? Kein Problem. Verabredet Euch mit anderen HeimarbeiterInnen zum Chatten, Videocall oder Telefonieren. Ihr findet sicher neue, digitale Formen der Kommunikation für Euren Arbeitsalltag zuhause.

Konzentration

Im Homeoffice gibt es andere Ablenkungsquellen als im Büro. Klar, man hat seinen ganzen Haushalt und eventuell noch die Familie um sich herum. Nebenbei hat sich der Nachbar von oben dazu entschlossen, in der „Corona-Quarantäne“ Binge-Watching par excellence zu betreiben und das Nachbarskind von unten verlegt seinen Geigenunterricht ins eigene Kinderzimmer. Habt für den Fall der Fälle Ohrstöpsel oder Noise-Cancelling-Kopfhörer griffbereit, damit Ihr Euch in Ruhe auf Eure Aufgaben konzentrieren könnt.

Pausen

Pausen halten den Fokus und die Produktivität hoch. Allerdings holt Dich zu Hause keine Kollegin oder Kollege zur Mittagspause ab. Also stelle Dir einen Timer, der Dich daran erinnert, wann Du eine Pause einschieben solltest oder trage sie Dir in den Kalender ein.

Denn oftmals sind wir so sehr in ein Projekt vertieft, dass wir den Tag durcharbeiten und ganz vergessen, mittags den Kopf für eine halbe Stunde freizukriegen und etwas zu essen. Gerade im Arbeitsalltag, egal ob Büro oder Homeoffice, ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung das A und O, um Konzentration und Gehirnleistung zu unterstützen. Sie liefert die notwendige Power und wichtige Mikronährstoffe für den Tag.

Ebenfalls wichtig für Deine Homeoffice-Pause: Verbringe Sie nicht an dem Ort, an dem Du arbeitest. Also raus aus dem Bürostuhl und ab an die Luft. Wer sich in der Mittagspause bewegt, tut seinem Körper was Gutes. Solltest Du die Wohnung nicht verlassen können, lohnt sich auch eine Pause auf dem heimischen Balkon. Sollte auch dieser nicht verfügbar sein, dann stehe regelmäßig auf und bewege Dich ein wenig durch die Wohnung/das Haus. Frische Luft schnappen am offenen Fenster liefert wichtigen Sauerstoff – nicht nur für die “grauen Zellen”. 

Gesunde und ausgewogene Ernährung

Auch im Homeoffice läuft der Kopf auf Hochtouren. Aber besonders daheim bekommt der Körper kaum Bewegung und verbrennt daher nur wenig Energie. Daher solltet Ihr darauf achten, Lebensmittel mit einer geringeren Energiedichte zu Euch zu nehmen. Diese haben häufig einen höheren Gehalt an Ballaststoffen und Wasser.

Mangelnde Bewegung kann im Alltag u.a. Verstopfungen hervorrufen. Ballaststoffe in Vollkornbroten, Hülsenfrüchten, frischem Gemüse und Obst können hier vorbeugen. Auch ausreichend Flüssigkeit/Trinken ist dabei sehr wichtig. Zudem enthalten diese Lebensmittel viele Vitamine und Mineralstoffe. Es empfiehlt sich daher in der Mittagspause hochwertiges Getreide mit einer Gemüsebeilage oder magerem Fleisch und einem frischen, knackigen Salat zu kombinieren.

 

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