Schwanger arbeiten - Tipps für den Arbeitsalltag mit Babybauch

Bisher hat man gefühlt sein Leben lang für einen flachen Bauch gekämpft. Jetzt ist man einfach nur glücklich, dass er prall und rund ist – ja, sogar ziemlich große Ausmaße angenommen hat. Allerdings wird der Arbeitsalltag mit einem Babybauch zunehmend beschwerlicher. Die Müdigkeit kann einen schon mal überwältigen und eigentlich möchte man sich viel lieber über die Kinderzimmereinrichtung Gedanken machen, als über der Quartalsabrechnung zu brüten. Wir haben für Euch einige Tipps zusammengetragen, die Schwangeren im Arbeitsalltag etwas helfen können.

Das lästige Hin und Her zur Arbeit und wieder nach Hause

Für viele Schwangere wird das Gedränge in U- und S-Bahn oder im Bus zur Tortur. Es ist stickig, voll, man bekommt Rucksäcke in den Bauch gerammt oder der Bus fährt einem einfach vor der Nase weg. Wenn kein eigenes Auto zur Verfügung steht oder der Umweltaspekt nicht außer Acht gelassen werden soll, empfiehlt sich eine Fahrgemeinschaft. Wie es der Zufall manchmal so will, hat die Freundin einer Freundin einen ähnlichen Arbeitsweg und kann Dich mitnehmen oder aber eine Kollegin aus der anderen Abteilung hat die Bahnfahrerei auch satt und sucht Mitfahrer, um sich die Kosten zu teilen und das Auto besser auszulasten. Das reduziert den Stress auf dem Arbeitsweg und eine nette Unterhaltung während der Autofahrt ist inklusive. Vielleicht ist auch ein Home-Office-Tag pro Woche denkbar. Mittlerweile sind familienfreundlichere Arbeitszeitmodelle recht verbreitet, sodass Arbeitgeber meistens schon offener auf den Wunsch nach mehr Flexibilität reagieren.

Ewiges Stehen oder ewiges Sitzen

Beides ist nicht gut – das gilt übrigens ebenso für „Nicht-Schwangere“. Es geht darum, einen Ausgleich zu finden, den Kreislauf und die Venenpumpe in den Beinen auf Trab zu halten und den Rücken zu entlasten. Besprecht mit Eurem Arbeitgeber, ob es möglich ist, Arbeitsbedingungen zu schaffen, die besser auf die Bedürfnisse von Schwangeren ausgerichtet sind. Manchmal reichen da schon Kleinigkeiten. Beispielsweise gibt es Tische, die sich in Stehhöhe hoch- und wieder herunterfahren lassen, um eine gewisse Flexibilität in die Schreibtischarbeit zu bringen. Ansonsten steht bei Telefonaten auf und wippt auf den Zehenspitzen oder aber Ihr geht zum Telefonieren in den leeren Konferenzraum, um dabei etwas auf und abzulaufen. Einige Schwangere schwören auf eimem Gymnastikball, anstelle eines Bürostuhls. Er bietet durch das weiche Material ein „aktiveres Sitzen“ und wird in der Regel als angenehm empfunden. Doch hier ist auch Vorsicht geboten, da der Ball auch mal wegrollen kann.

Möglichkeiten erfragen

Vielleicht gibt es ein leerstehendes Büro oder ein Eltern-Kind-Zimmer, in dem Ihr mal die Beine hochlegen könnt. Viele Schwangere haben mit dem Gefühl der schweren Beine zu kämpfen oder haben Wassereinlagerungen. Was wir hiermit auch sagen wollen: Sprecht mit Eurem Arbeitgeber und habt keine Scheu, ihn nach den erwähnten Möglichkeiten zu fragen. Auch Eure Kollegen werden sicherlich offener und hilfsbereiter mit Eurer Situation umgehen als Ihr erwartet. Vor allem die Frauen, die bereits schwanger waren.

Ein Stillkissen ist auch zum Schlafen da

Ein weiterer Tipp, der nur bedingt zum Arbeitsalltag gehört, diesen aber beträchtlich beeinflussen kann, ist der Schlaf. Mit zunehmendem Kugelbauch wird auch das Schlafen schwieriger. Wenn der erholsame Schlaf fehlt, werden wir gereizt, sind weniger belastbar und leistungsfähig. Unser Tipp: Ein Stillkissen kann gute Dienste leisten. Ist man eine ausgewiesene Bauchschläferin, kann ein zu einem Ring gelegtes Stillkissen – in dessen Mitte der Bauch gelegt wird – eine wunderbare Hilfe sein. Achtet dabei nur darauf, dass der Bauch ausreichend Platz hat und nicht gedrückt wird. Viele Schwangere berichten, dass in dieser Liegeposition der Rücken entlastet wird, der gerade bei fortgeschrittener Schwangerschaft oft schmerzt und somit vom Schlaf abhält. Probiert es mal aus! Auch bei der seitlichen Schlafposition kann das langgestreckte Stillkissen für Bauch, Hüfte und Beine unterstützend wirken.

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