Aller guten Dinge sind vier - vom Traumprojekt Großfamilie

Wenn der Kinderwunsch nochmal an die Tür klopft

Kalli ist eine echte Powerfrau! Und mittlerweile glückliche Mama von vier Kids. Als wir dieses Interview geführt haben, war Kalli, auf Instagram als @familie_krawalli unterwegs, allerdings noch hochschwanger mit Tochter Nr.3. Eine echte Expertin im Mama-Business könnte man sagen. Klar, dass der Geburtsplan da bereits feststand! Wenn da nur nicht die vielen Coronabeschränkungen gewesen wären…

Kalli, Du bist zurzeit schwanger mit Deinem vierten Kind. Herzlichen Glückwunsch! Wie weit bist Du und wie fühlst Du Dich?

Vielen Dank! Ich bin aktuell in der 37. SSW, habe es also fast geschafft. Es ist das schönste Gefühl auf der Welt, dieses kleine Leben in sich zu spüren und mitzukriegen, wie es langsam wächst! Aber jetzt, wo aus den kleinen Bewegungen richtige Schläge und Tritte werden, dazu noch der Bauch immer größer und schwerer wird, kann ich es wirklich kaum noch erwarten, meine kleine Maus endlich in den Armen zu halten.

Inwiefern unterscheidet sich Deine vierte Schwangerschaft von den vorherigen?

Im Grunde ist ja jede Schwangerschaft anders. So ist es natürlich auch jetzt wieder. Aber im Vergleich zur letzten Schwangerschaft kann ich diese viel mehr genießen. Mit Jan war ich bis zum Schluss immer wieder im Krankenhaus, da mich extreme Übelkeit geplagt hat. Dagegen geht es mir in dieser Schwangerschaft wirklich sehr gut! 

Wie sieht es in puncto Ernährung aus? Achtest Du gerade jetzt in Deiner Schwangerschaft besonders auf eine ausgewogene Ernährung? 

In meiner letzten Schwangerschaft hatte ich nahezu durchgehend mit Übelkeit zu kämpfen. Davon bin ich diesmal zum Glück komplett verschont geblieben. Allerdings hat mein Appetit sehr gelitten. Normalerweise esse ich unheimlich gerne und genieße schöne Restaurantbesuche. In dieser Schwangerschaft kommt es oft vor, dass ich keinen Bissen runterbekomme – egal, wie lecker der Teller angerichtet ist. Dadurch habe ich zunächst eher ab- als zugenommen. In den letzten Wochen hat sich dieser Zustand zwar einigermaßen eingependelt. Ich wiege aber immer noch nur 1,7 Kilo mehr, als vor der Schwangerschaft. Deshalb muss ich schon schauen, dass ich alle Nährstoffe bekomme, die die Kleine und ich brauchen, aber das klappt soweit ganz gut. 

Kinderwunsch ist bei uns ein großes Thema. Viele Frauen müssen einen längeren, manchmal auch steinigen Weg gehen, bis es klappt. Wie war das bei Dir? 

Da die Schwangerschaften der beiden Großen ja nun schon einige Jahre her sind, möchte ich hier eher meine frischeren Erfahrungen teilen. Als mein Mann und ich damals die Entscheidung für ein drittes Kind getroffen haben, hat es keine drei Monate gedauert, schon war ich schwanger. Als dann vier Jahre später die Entscheidung für Kind Nummer vier gefallen ist, war uns dieses Glück noch sehr präsent. Irgendwie sind wir davon ausgegangen, dass es auch dieses Mal quasi sofort klappen würde. Als dann Monat um Monat verging und nichts passierte, haben wir natürlich angefangen, uns einen Kopf zu machen. Die Sorge, ob es überhaupt nochmal klappen würde, wurde mit der Zeit immer größer.

Wir haben dann aber zwei Sachen für uns entschieden. 1., dass wir der Natur nicht aktiv auf die Sprünge helfen wollen und 2., dass wir unseren Kinderwunsch trotzdem nicht aufgeben werden! Wir haben sogar ein Gespräch mit dem Jugendamt geführt, bei dem wir uns eigentlich für eine Adoption entschieden hatten. Naja, keine zwei Wochen nach diesem Termin hatte ich dann allerdings doch die berühmten zwei Linien in der Hand und jetzt ist Baby Nummer vier auch schon fast da. 

Mir fällt es immer schwer, wirklich Ratschläge für solche Situationen zu geben, weil doch alles sehr individuell ist. Aber soviel kann ich sagen: Lasst Euch nicht entmutigen! Es gibt so viele Wege, einen Kinderwunsch zu erfüllen. Und die Erfahrungen, die wir gemacht haben, als wir uns mit dem Thema Adoption auseinandergesetzt haben, waren so bereichernd, dass wir nur jedem empfehlen können, auch das mal in Erwägung zu ziehen.

In wenigen Wochen ist der errechnete Geburtstermin. Wie geht es Dir in Zeiten von Corona damit? Wie bereitest Du Dich auf die Geburt vor? Hat sich etwas an Eurer Planung verändert?

Absolut. Der Plan war, dass meine Mama Anfang Mai aus Lissabon zu uns kommt, um uns mit den Kindern zu unterstützen. Doch mit einem Mal stehen alle Pläne auf der Kippe. Wir schauen jeden Tag, ob es einen Weg gibt, meine Mama hierher zu bekommen. Ganz lange stand ja noch nicht einmal fest, ob Chris überhaupt mit ins Krankenhaus darf, geschweige denn im Familienzimmer bei uns bleiben kann. Das hat sich zum Glück zum Positiven entwickelt. Allerdings steht und fällt dieser Plan auch mit der Betreuung unserer anderen Kinder. Also Du merkst schon, wir haben aktuell überhaupt noch keine Ahnung, wie alles ablaufen wird. Aber wir haben jetzt entschieden, erstmal alles auf uns zukommen und sich die Dinge fügen zu lassen. Ich bin sicher, am Ende ist meine Mama bei uns und wir liegen mit der Kleinen im Familienzimmer!

Und nun unsere Lieblingsfrage: Welchen Tipp würdest Du Deinem „frisch-gebackenen-Erstlingsmama-Ich“ gerne geben bzw. was würdest Du anderen (werdenden) Mamas gerne mit auf den Weg geben?  

Meinem „Erstlingsmama-Ich“ würde ich absolut als allererstes empfehlen, die Angebote wahrzunehmen, die man als Schwangere von Seiten der Hebammen bekommt. Ich habe meinen ersten Geburtsvorbereitungskurs leider erst in meiner dritten Schwangerschaft wahrgenommen und war so viel besser auf die Geburt vorbereitet als zuvor. Das hätte ich gerne schon früher erlebt. Allen frisch gebackenen Mamas würde ich raten: „Nehmt Hilfe an!“ Sei es von der Familie, den Hebammen oder wer sich sonst noch anbietet. Ihr müsst nicht alles alleine schaffen. Und je entspannter Ihr seid, desto entspannter ist das Baby.

 

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