UN-Kampagne für mehr Früchte auf den Tellern

Die Vereinten Nationen haben 2021 zum "Internationalen Jahr für Obst und Gemüse" erklärt. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Obst und Gemüse habe ganz konkrete Auswirkungen auf die Gesundheit, etwa die Schlagkraft der Immunabwehr oder das Risiko für chronische Krankheiten wie Krebs oder Diabetes Typ 2, schreibt die “Organisation für Früchte und Landwirtschaft” (Fruit and Agriculture Organization of the United Nations , FAO).

Konkrete Gesundheitsvorteile benannt

In einem Hintergrundpapier zum Obst- und Gemüsejahr fasst die FAO zusammen, warum mehr pflanzliche Kost gesund hält. Beispielsweise sei durch Studien belegt, dass ein ausreichender Gemüse- und Obstverzehr mit einem längeren Leben und einer besseren geistigen Gesundheit verknüpft sei. 7–8 Portionen Obst und Gemüse täglich könnten etwa das Risiko für Depressionen oder Ängstlichkeit reduzieren. Ballaststoffe und Antioxidanzien in Früchten führten zu einer besseren Herzgesundheit . Eine große Zahl entsprechender Studien zeige außerdem einen Zusammenhang zwischen dem Risiko für bestimmte Krebsarten und dem Gemüse- und Obstverzehr . Das Risiko an Diabetes Typ-2 zu erkranken sank laut den Autoren dosisabhängig mit einem höheren Gemüseverzehr. In Bezug auf die Immunabwehr betonen sie, dass eine gemüsereiche Ernährung zwar nicht vor einer Infektion schützen kann, aber dem Immunsystem mehr Schlagkraft für die Bekämpfung eingedrungener Erreger verleiht.

Essgewohnheiten sind verbesserungsfähig

Fast alle Länder werben aufgrund der gesundheitlichen Vorteile für eine Ernährung, die reich an Obst und Gemüse ist. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt derzeit mindestens 400 Gramm Früchte und Gemüse täglich, dabei soll der Fokus auf wenig verarbeiteten und frischen Produkten liegen. Das deckt sich mit der deutschen Empfehlung, täglich mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse (ca. je 80 g) täglich zu essen. Ernährungsstudien zeigen allerdings, dass diese Menge nur von den Wenigsten erreicht wird. Der Fokus der UN-Kampagne liegt einerseits darauf, gesunde Nahrungsmittel in allen Teilen der Welt verfügbar zu machen. Andererseits soll die Wertschätzung für pflanzliche Nahrungsmittel auch dort verbessert werden, wo Menschen ihr Essen bereits heute aus dem Überfluss wählen können. In Deutschland steigt der Verbrauch von Obst und Gemüse seit Jahren stetig an.

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