Vitamin D für die Immunabwehr

Vitamin D – seinem Namen zum Trotz ist das „Sonnenvitamin“ eigentlich ein Hormon. Seit ein paar Jahren weiß man nun um seine Schlüsselrolle für das Immunsystem: Ohne Vitamin D könnten bestimmte Abwehrzellen nicht produziert werden und wichtige Abwehrreaktionen gar nicht stattfinden.

Die Haut kann Vitamin D selbst bilden

Mittlerweile ist klar: Vitamin D trägt es zur normalen Funktion des Immunsystems bei. Darüber hinaus spielt das „Sonnenvitamin“ eine wichtige Rolle für den Erhalt der normalen Knochen, die Aufnahme und Verwertung von Calcium, die normale Muskelfunktion und die Zellteilung.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Mikronährstoffen kann Vitamin D vom Körper selbst gebildet werden – vorausgesetzt, unsere Haut bekommt genügend Sonnenstrahlen ab. Die empfohlene Tagesdosis für unseren Körper liegt bei 20 µg. Für diese Menge reicht an einem sonnigen Sommertag bereits etwa eine Viertelstunde in der Sonne, wenn Gesicht, Hände und Unterarme Sonnenkontakt bekommen.

Sonnenschutzmittel auf der Haut verlängern diesen Zeitraum natürlich. Das Gute: Überschüssiges Vitamin D kann der Körper in der Leber oder im Fettgewebe speichern und später abrufen.

Im Winter ist Vitamin D schnell Mangelware

Diese „Vorräte“ reichen jedoch in der Regel nicht für den gesamten Winter. Ohne direkte Sonne müssten wir uns sehr lange draußen aufhalten, damit wir die nötige Menge Sonnenstrahlen aufnehmen können. Selbst wenn man permanent draußen wäre, würde es in manchen Monaten nicht zu einer ausreichenden Vitamin D-Bildung kommen.

Auf Bewegung an der frischen Luft sollten wir trotzdem auch im Winter nicht verzichten. Auch ein bewölkter Himmel spendet uns ein wenig Sonnenstrahlung und Bewegung tut unserem Immunsystem auch etwas Gutes. Zusätzlich ist es besonders in der kalten Jahreszeit wichtig zu wissen, welche Lebensmittel den wertvollen Stoff beinhalten.

Vitamin D: Hier steckt’s drin

Zwischen 80 und 90 Prozent unseres täglichen Vitamin-D-Bedarfs kann unsere Haut decken, wenn wir uns oft genug draußen aufhalten. Die übrigen zehn bis zwanzig Prozent nehmen wir über unsere Nahrung auf. Deshalb ist es sinnvoll, auch beim täglichen Speiseplan die Versorgung mit Vitamin D im Hinterkopf zu behalten.

Fettfische wie Hering, Makrele und Lachs enthalten besonders viel. Wer lieber zu Gemüse greift, dem seien vor allem Pilze wie Pfifferlinge und Champions ans Herz gelegt.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung weist aber in ihrer Empfehlung für die tägliche Menge darauf hin, dass die Tagesdosis in „dunkleren“ Monaten nicht allein über die Ernährung erreicht werden kann. Bei fehlender Sonnenstrahlung empfiehlt sie deshalb die zusätzliche Einnahme eines Vitamin-D-Präparats.


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