Was gehört in die Baby-Hausapotheke? Medizin-Grundbedarf für Eltern

Manchmal sieht die Welt nicht so rosig aus, wie es die Hochglanz-Magazine für junge Eltern mit ihren Babys zeigen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn das Kleine kränkelt. Es ist fiebrig, quengelt oder hustet – die Palette an möglichen Erkrankungen ist lang. Besonders frisch gebackene Eltern fürchten oft diese Situationen und wissen nicht so recht, was dem Kind Erleichterung verschaffen könnte oder was überhaupt zu tun ist.

Der Arzt ist euer erster Ansprechpartner

Der erste Grundsatz ist, Hilfe beim Kinderarzt zu suchen, v.a. wenn Ihr nicht wisst, was Euer Kind plagt oder wenn es Fieber hat. Wartet nicht zu lange, bis Ihr handelt – gerade wenn der Tag schon fortgeschritten ist. Denn geht es dem Kind nach wenigen Stunden doch schlechter, habt Ihr nur noch die Möglichkeit, in eine Klinik zu fahren, weil der Kinderarzt am Abend oder in der Nacht keine Sprechzeiten hat.

Hausapotheke für kleine Wehwehchen

Um kleine Wehwehchen selbst behandeln und abschätzen zu können, wie ernst die Erkrankung ist – z.B. um zu prüfen, ob Fieber vorliegt – solltet Ihr Vorsorge treffen und euch eine Hausapotheke anlegen.

Wenn das Baby Fieber hat

Standard in einer Hausapotheke ist das Fieberthermometer. Denn Fieber ist ein wichtiges Maß, um zu erkennen, ob Ihr einen Kinderarzt aufsuchen solltet. Weil Kinder nicht sehr geduldig und oft zappelig sind, sollte es sich um ein digitales, schnellmessendes Fieberthermometer handeln. Innerhalb weniger Sekunden wird Euch die Temperatur angezeigt. Auch eine flexible Spitze am Thermometer hilft, die Verletzungsgefahr zu vermindern und sie ist angenehmer für euer Baby. Treten hohes Fieber oder Fieber über mehrere Tage auf, oder zeigen sich noch weitere Symptome, solltet Ihr zum Kinderarzt, um die Ursache abklären zu lassen.

Bei quälenden Bauchschmerzen und Blähungen

Babys leiden oft unter Bauchschmerzen und Blähungen. Außerdem schlucken viele Babys beim Trinken Luft, was zu Schmerzen im Bauch führen kann. Leichtes Massieren des Bäuchleins mit speziell dafür entwickelten Ölen oder Salben kann das Baby entspannen. Kleiner Tipp am Rande: Sofern Ihr stillt und euer Baby öfters Probleme mit Blähungen hat, so vermeidet am besten blähende Speisen wie Zwiebeln, Hülsenfrüchte oder Kartoffeln. Die können sich über die Muttermilch auch bei Eurem Baby bemerkbar machen.

Kleine Hilfen bei Husten und Schnupfen

Auch ein Baby hat irgendwann seine erste Erkältung, die mit Schnupfnase und Husten einhergeht. Und bei der einen Erkältung wird es leider nicht bleiben. Für diesen Fall solltet Ihr Nasenbalsam für Säuglinge sowie befeuchtende Nasentropfen für Säuglinge im Hause haben. Zum Einreiben der Brust bei Husten eignen sich pflanzliche Balsame, die z.B. Thymian und Myrte enthalten.

Wenn der erste Zahn kommt

Das zahnlose Lächeln beim Baby währt nicht ewig. Ab dem sechsten Lebensmonat könnt Ihr damit rechnen, dass sich bei Eurem Kind der erste Milchzahn zeigt. Dadurch, dass der Zahn an die Oberfläche drängt, entsteht ein steter Druck im Mund des Kindes. Euer Baby reagiert vielleicht unruhig oder ist quengelig, sogar Fieber kann auftreten. Es gibt homöopathische Mittel, die das Baby bei Zahnungsbeschwerden beruhigen können. Informiert Euch dazu in der Apotheke.

Auch die Hausapotheke pflegen

Schaut eure Hausapotheke regelmäßig durch, ob noch alles in ausreichender Menge vorhanden ist und die Medikamente noch nicht abgelaufen sind. Außerdem solltet Ihr beachten, dass Arzneien außerhalb der Reichweite eurer Kinder aufbewahrt werden sollten – und das in einem trockenen, kühlen Raum. Das Badezimmer ist somit nicht geeignet.
 

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