Welche Impfung vor der Schwangerschaft?

Plant Ihr ein Kind zu bekommen, ist es ratsam, Euren Impfschutz überprüfen zu lassen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Frauen noch vor Eintritt der Schwangerschaft das Impfen gegen bestimmte Krankheiten. Denn Impfen ist der sicherste Schutz vor Infektionskrankheiten, die für Dich und Dein ungeborenes Kind gefährlich werden könnten. Was Du in Deiner Planung noch berücksichtigen solltest: Nach einer Impfung mit einem Lebendimpfstoff – was bei Mumps, Masern, Röteln und Windpocken der Fall wäre – sollte bis zum Eintritt der Schwangerschaft ein Zeitraum von einem Monat eingehalten werden.

Impfung – Doch gegen welche Krankheiten?

Schnell den Impfpass hervorkramen und nachschauen, ob du gegen folgende Krankheiten geimpft wurdest und wie lange das schon her ist. Bei Fragen kann Dir Dein Hausarzt oder Gynäkologe sicher helfen!

Masern

Sofern Du gar nicht oder nur einmal in der Kindheit geimpft wurdest oder Du es nicht genau weißt, ist es ratsam, eine einmalige Impfung nachzuholen. Und das am besten mit einem sogenannten MMR-Impfstoff, der zur Immunisierung gegen Masern, Mumps und Röteln eingesetzt wird.

Röteln

Sofern zwei Impfungen gegen Röteln dokumentiert sind, ist keine erneute Impfung oder Laborkontrolle des Schutzes notwendig. Eine zweimalige Impfung ist allerdings anzuraten, wenn Du bisher gar nicht geimpft wurdest. Eine einmalige dagegen dann, wenn Du bisher nur einmal geimpft wurdest.

Windpocken (Varizellen)

Sofern der Windpocken-Antikörpertest (das ist ein Bluttest) negativ ausfällt, also kein ausreichender Impfschutz vorliegt, wird eine zweimalige Impfung empfohlen.

Keuchhusten (Pertussis)

Wenn in den vergangenen zehn Jahren keine Keuchhusten-Impfung dokumentiert wurde, solltest Du sie nachholen. In Deutschland ist kein monovalenter, also Einzel-Impfstoff gegen Pertussis zugelassen. Das heißt, dass immer eine Impfstoff-Kombination – meistens mit Diphtherie und Tetanus – eingesetzt wird. Hast Du diese verpasst und bist bereits schwanger, empfiehlt die STIKO, sich in den ersten Tagen nach der Geburt des Kindes impfen zu lassen.

Eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten ist übrigens auch engen Kontaktpersonen des Neugeborenen angeraten, sofern diese keinen aktuellen Schutz haben, also in den vergangenen zehn Jahren nicht geimpft wurden. Das bedeutet, dass spätestens vier Wochen vor der Geburt des Kindes der werdende Vater und beispielsweise die Großeltern geimpft sein sollten.

Echte Grippe (Influenza)

Die STIKO empfiehlt allen Schwangeren während der Grippesaison ab dem zweiten Trimenon eine Impfung. Sofern die Schwangere ein Grundleiden hat, also z. B. eine chronische Erkrankung wie Asthma oder Diabetes, und dadurch eine erhöhte gesundheitliche Gefährdung besteht, kann bereits ab dem ersten Trimenon gegen Influenza geimpft werden.

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