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Junge mit Schokocreme-Brötchen

Zellschutz aus Schokocreme

Kinder haben mitunter sehr lustgesteuerte Essgewohnheiten. Süßigkeiten und “leere” Kohlenhydrate (wie Toastbrot) sind häufig beliebter als Gemüse, Obst und Vollkorn. Eine neue Untersuchung zeigt: Selbst vermeintlich “ungesunde” Lebensmittel wie Schokocreme und Nudeln enthalten wertvolle Mikronährstoffe. Als Basis einer ausgewogenen Ernährung sind sie trotzdem nicht geeignet.

Sekundäre Pflanzenstoffe sind neben Vitaminen, Mineralstoffen und essenziellen Fettsäuren eine weitere Säule gesunder Ernährung. Wie ihr Name schon vermuten lässt, finden sie sich vor allem in pflanzlicher Nahrung, besonders in Gemüse und Obst. In den letzten Jahren ist eine spezielle Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe in den Fokus der Forscher gerückt: Bioflavonoide scheinen im Körper wichtige Schutzfunktionen wahrzunehmen. Eine Ernährung, die reich an Bioflavonoiden ist, senkte in Studien statistisch das Risiko für viele chronische Erkrankungen. Unter Flavonoiden werden tausende Verbindungen zusammengefasst. Konkrete Zufuhrempfehlungen existieren daher noch nicht.

Überraschende Mikronährstoff-Quellen

Eine aktuelle Auswertung hat untersucht, mit welchen Lebensmitteln Kinder und Jugendliche diese wichtigen Mikronährstoffe aufnehmen. Dabei zeigte sich: Früchte sind die wichtigste Flavonoidquelle bei Kindern. Vor allem Äpfel tragen maßgeblich zur Versorgung bei, allerdings nur, wenn sie mit Schale verzehrt werden. Erdbeeren haben zwar einen noch höheren Flavonoidgehalt, werden aber in geringeren Mengen gegessen. Auf Platz drei folgt allerdings eine Überraschung: Die drittgrößte Quelle für Bioflavonoide bei Kindern ist Schokocreme! Kakao enthält ganz besonders viele dieser sekundären Pflanzenstoffe. In einer ähnlichen Größenordnung tragen Orangen- und Apfelsaft, aber auch Früchte- und Eistee zur Versorgung bei.

Makronährstoffe im Blick behalten

Auch wenn die geliebte Schokocreme, ein Glas süßer Orangensaft und sogar fertiger Eistee zur Versorgung mit sekundären Pflanzenstoffen beitragen können, sollten Eltern eines nicht aus den Augen verlieren: Die Nährstoffdichte dieser Nahrungsmittel ist im Verhältnis zu ihrem Energiegehalt gering. Während Früchte reichlich sekundäre Pflanzenstoffe aber wenig Kalorien haben, liefert Schokolade neben Bioflavonoiden eben auch viel Fett und Zucker. Wenig verarbeitete pflanzliche Lebensmittel bleiben deshalb die bessere Wahl. Sollte die “Ideallinie” einmal nicht durchsetzbar sein, dürfen Eltern mit ihren Kindern aber auch entspannt eine Tasse Kakao trinken. Wer dazu noch einen Apfel aufschneidet, hat schon ein paar wertvolle Bioflavonoide gesammelt.