Nicht nur ein Sonnenbrand kann Babys ersten Sommer unangenehm werden lassen. Insekten oder Zecken machen vor allem vor reglosen Säuglingen nicht Halt, wenn sie auf der Decke im Gras liegen. Was bei typischen Sommer-Wehwehchen zu tun ist, erfährst Du hier.
Sonnenbrand oder Sonnenstich
Die Haut ist gerötet, heiß und das Kind reagiert empfindlich auf Berührungen? Dann hat es sich nach einem Tag in der Sonne womöglich einen Sonnenbrand zugezogen. Kühle die Haut mit kalten (nicht gefrorenen) Umschlägen. Für Kleinkinder geeignete Feuchtigkeitscremes und -gele können die Haut beruhigen. Vermeide Reibung auf den betroffenen Stellen durch zu enge Kleidung.
Wenn Übelkeit und Erbrechen dazukommen, Dein Zwerg unruhig oder benommen wirkt und der Kopf rot und heiß ist, während der Körper eher kühl scheint, dann könnte es sich um einen Sonnenstich handeln. Ein Sonnenstich kann auftreten, wenn der Kopf zu lange und intensiv der Sonne ausgesetzt ist und die Hirnhäute gereizt werden. Besonders gefährdet sind Kleinkinder aufgrund ihrer geringen Kopfbehaarung und dünneren Schädeldecke. Jetzt heißt es: Kopf und Nacken kühlen, Wasser trinken und Kopf beziehungsweise Oberkörper etwas hochlagern, um die Durchblutung im Kopf zu verbessern. Wenn nach 30 Minuten keine Besserung auftritt sollte vorsichtshalber ein Arzt aufgesucht werden.
Insektenstiche
Diese lästigen Mücken haben kein Erbarmen. Wenn Dein Baby gestochen wurde, hilft kühlen, um den Juckreiz und die Schwellung zu reduzieren. Für Kinder geeignete juckreizlindernde Cremes oder Gele können helfen, damit Dein Kind die Stelle nicht aufkratzt, und somit das Risiko einer Infektion verringert.
Bei einem Bienenstich sollte zuerst der Stachel vorsichtig mit den Fingern, einer Kreditkarte oder Pinzette oder einem flachen harten Gegenstand wie z.B. einer Kreditkarte, herausgeschoben werden, die Stelle gereinigt und mit kaltem Wasser gekühlt werden. Kühlende Salben für Kinder können ebenfalls Linderung verschaffen.
Der Stich einer Wespe wird ähnlich verarztet. Ein Indiz für eine allergische Reaktion könnte eine starke Schwellung an der Einstichstelle (oft über 10 cm Durchmesser) sein, die länger als 24 Stunden anhält.
Achtung: Wespen fühlen sich durch Anpusten oder Bewegungen schneller bedroht und stechen zu. Den Unterschied zwischen einer Wespe und einer Biene erkennst Du daran, dass eine Wespe die sogenannte schmale Wespentaille hat, der Körper einer Biene ist dagegen rundlicher.
Zeckenbiss
So entfernst Du eine Zecke schnell und richtig:
- Zeckenkarte, Zeckenzange oder Pinzette zur Hilfe nehmen.
- Kinderärzte raten zur Pinzette, wenn kein Zeckenwerkzeug in greifbarer Nähe ist. Denn wichtig ist, dass die Zecke schnell entfernt wird und nicht lange in der Haut bleibt. Beim Entfernen darauf achten, dass der Körper der Zecke mit der Pinzette ganz umschlossen wird, also möglichst nah an der Haut ansetzen. Dann ganz langsam ziehen.
- Die Einstichstelle gründlich desinfizieren.
- Beobachte die Einstichstelle in den nächsten Tagen auf Anzeichen von Rötungen oder Schwellungen und gehe in dem Fall zum Arzt.
Tipp: Es spielt keine Rolle, ob man eine Zecke nach links oder rechts dreht, um sie zu entfernen. Die Mundwerkzeuge der Zecke haben kein Gewinde. Besser ist es, den Parasiten gerade herauszuziehen. Die Zecke sollte äußerst langsam entfernt werden. Lasse Dir 20 bis 30 Sekunden Zeit beim Herausziehen.
Erste-Hilfe-Essentials in der Wickeltasche
- Frisches Wasser zum Spülen einer Schnittwunde
- Für Kinder verträgliches Wunddesinfektionsspray
- Für Kleinkinder geeignete juckreizlindernde Cremes oder Gele
- Für Kleinkinder geeignete kühlende Gele
- Insektenspray
- Sonnencreme