Vitamine & Nahrungsergänzungsmittel für Longevity
Longevity bedeutet übersetzt zunächst einmal Langlebigkeit und beschäftigt sich mit der Frage, wie wir möglichst lange gesund, fit und vital bleiben. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die reine Lebensspanne (Lifespan), sondern vor allem die Gesundheitsspanne (Healthspan) – also die Jahre, die ein Mensch bei guter Gesundheit – möglichst frei von chronischen Krankheiten und altersbedingten Einschränkungen – verbringt.1
Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Schlaf, Bewegung und Stressreduktion spielt dabei die zentrale Rolle. Nahrungsergänzungsmittel können diesen Lebensstil sinnvoll ergänzen: Bei Orthomol findest Du hochwertige Longevity-Supplements wie NMN, Resveratrol und Coenzym Q10 sowie speziell entwickelte Kombipräparate mit wichtigen Mikronährstoffen für Zellschutz und Anti-Aging.
Entdecke unsere Produkte
Orthomol Cellprotect
Für den Zellschutz1
Orthomol Cellprotect
Orthomol Cellprotect ist ein Nahrungsergänzungsmittel mit wichtigen Mikronährstoffen für den Zellschutz. Vitamin E, Vitamin C, Riboflavin (Vitamin B2), Zink, Kupfer und Selen tragen dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Vitamin D, Folsäure, Vitamin B12, Calcium, Magnesium, Eisen und Zink haben eine Funktion bei der Zellteilung. Vitamin A und Calcium haben eine Funktion bei der Zellspezialisierung. Insgesamt enthält Orthomol Cellprotect 13 Vitamine und 8 verschiedene Mineralstoffe. Darüber hinaus enthält das Nahrungsergänzungsmittel weitere wertvolle Stoffe wie Spermidin, Omega-3-Fettsäuren und das Coenzym Q10.
- Longevity zielt auf ein langes UND gesundes Leben ab – im Fokus steht die Gesundheitsspanne (Healthspan), nicht nur die reine Lebensdauer.
- Meistdiskutierte Stoffe: NMN (eine NAD⁺-Vorstufe), Resveratrol und Spermidin.
- Ein zentraler Ansatzpunkt für gesundes Altern (Healthy Aging) ist der Zellschutz vor oxidativem Stress – hierzu tragen Vitamin C, E, Zink und Selen bei.
- Longevity ist mehr als Supplements: Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stressreduktion zählen genauso.
- Orthomol bietet Longevity-Nährstoffe sowohl einzeln (z. B. NMN, Resveratrol, Coenzym Q10) als auch als Kombipräparat für den gezielten Zellschutz (Orthomol Cellprotect) an.
Longevity Nahrungsergänzungsmittel
Nahrungsergänzungsmittel bilden einen zentralen Bereich in der Longevity-Forschung. Dabei geht es nicht nur um den Einfluss essenzieller Vitamine und Mineralstoffe auf biologische Prozesse des Alterns. Im Fokus stehen vor allem spezielle Substanzen wie NAD+ (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid), bei denen direkte Zusammenhänge mit Alterungsprozessen beobachtet werden.2
Top 3 Longevity Supplements
Mit Blick auf Mikronährstoffe, Coenzyme und sekundäre Pflanzenstoffe werden aktuell vor allem drei Substanzen intensiv erforscht:
1. NMN
Kurz erklärt: Nicotinamid-Mononukleotid (NMN) ist eine Vorstufe von NAD+ und ein natürliches Zwischenprodukt der körpereigenen NAD+-Bildung. Der Körper kann NMN über seine NAD⁺-Stoffwechselwege weiterverarbeiten und daraus NAD+ bilden. Dieses Coenzym wird für den zellulären Energiestoffwechsel benötigt und ist zugleich an Prozessen beteiligt, die in der Altersforschung intensiv untersucht werden – unter anderem an DNA-Reparatur und der Aktivität NAD⁺-abhängiger Enzyme.2,3,4,5,6
Was zeigt die Forschung: Das Interesse an NMN beruht darauf, dass sich NAD⁺-bezogene Stoffwechselprozesse mit dem Alter verändern. Ein systematisches Review von 2026 erfasste 33 Humaninterventionsstudien zu NAD+-steigernden Ansätzen. NMN und Nicotinamid-Ribosid erhöhten beim Menschen relativ konsistent NAD⁺-bezogene Metaboliten; untersucht werden inzwischen auch Stoffwechsel, Gefäßfunktion und körperliche Leistungsfähigkeit.6
Ein Beispiel: In einer randomisierten Studie mit älteren Erwachsenen erhöhten 250 mg NMN täglich über zwölf Wochen die NAD⁺-Werte im Blut. Bei einem sekundären Endpunkt verbesserte sich zudem die Zeit beim Vier-Meter-Gehtest; auch einzelne Schlafparameter entwickelten sich günstig. Der primäre Bewegungstest unterschied sich allerdings nicht vom Placebo.7 Damit ist NMN ein gut untersuchtes NAD⁺-Target, während die Frage nach langfristigen Healthspan-Effekten weiter erforscht wird.
NMN kommt natürlicherweise in verschiedenen Lebensmitteln vor, darunter Edamame, Avocado, Brokkoli, Gurke, Kohl und Tomaten. Die enthaltenen Mengen liegen jedoch meist nur im Bereich von Bruchteilen bis wenigen Milligramm pro 100 Gramm Lebensmittel.8,9
2. Resveratrol
Kurz erklärt: Resveratrol ist ein sogenanntes Polyphenol. Als sekundärer Pflanzenstoff kommt Resveratrol natürlicherweise insbesondere in Weintrauben und Beeren vor. Bekannt wurde er in der Longevity-Forschung u. a. durch Untersuchungen zu Stoffwechselwegen, die auch bei Kalorienrestriktion und zellulärer Stressanpassung eine Rolle spielen.10
Was zeigt die Forschung: Inzwischen gibt es eine umfangreiche Humanforschung. Eine Umbrella-Review von 2026 fasste 45 systematische Reviews zu 68 unterschiedlichen Gesundheitsparametern zusammen. Belastbare positive Effekte fanden sich unter anderem für Blutdruck bei Menschen mit Typ-2-Diabetes, Gesamtcholesterin bei Übergewicht und Taillenumfang; für weitere Parameter wie Glukosestoffwechsel, Endothelfunktion, Entzündungsmarker und Arbeitsgedächtnis bestanden ebenfalls positive Signale.11
Speziell bei älteren Menschen fand eine systematische Übersicht über zehn randomisierte Studien unter anderem günstige Ergebnisse für Trainingsanpassung, Muskelfunktion und Mobilität in einzelnen Populationen.12 Resveratrol ist damit weniger wegen eines einzelnen „Anti-Aging-Effekts“ interessant als wegen seines breiten Forschungsfelds rund um Stoffwechsel und funktionelles Altern.
3. Spermidin
Mit Blick auf körpereigene Stoffe gibt es neben den essenziellen Vitaminen und Mineralstoffen eine Substanz, die in der Longevity-Forschung diskutiert wird: Spermidin.13
Kurz erklärt: Bei Spermidin handelt es sich um ein sogenanntes biogenes Polyamin, das in nahezu allen Zellen des Körpers vorkommt. Es kann vom Körper selbst hergestellt werden. Auch bestimmte Darmbakterien sind in der Lage, Spermidin zu bilden. Außerdem gibt es verschiedene Lebensmittel, die Spermidin enthalten wie z. B. Weizenkeime, reifer Käse, Soja- und Vollkornprodukte, Nüsse sowie diverse Gemüsesorten.14,15
Was zeigt die Forschung: Erforscht wird die Rolle von Spermidin bei der Autophagie – der zellulären Selbstreinigung des Körpers. Dabei stellen Wissenschaftler:innen die Frage, welche Funktion Spermidin im Zellstoffwechsel hat und inwiefern es als Botenstoff daran beteiligt ist, die Selbstreinigungsprozesse der Zellen anzuregen.13 Bekannt ist auf jeden Fall, dass die Spermidinkonzentration mit zunehmendem Alter abnimmt.15
Longevity: Nahrungsergänzungsmittel für den Zellschutz
Ein wichtiger Ansatzpunkt für Longevity ist der Zellschutz. Durchschnittlich 30-40 Billionen Zellen16 halten Deinen Körper funktionsfähig: Nervenzellen ermöglichen die Kommunikation zwischen den verschiedenen Körpersystemen und Organen, Muskelzellen machen Dich beweglich, Immunzellen bekämpfen Erreger. Daher ist es sinnvoll, oxidativem Stress als einer Form der Zellschädigung entgegenzuwirken, z. B. mit Hilfe entsprechender Nährstoffe.
Wichtige Mikronährstoffe im Überblick
Neben NMN, Resveratrol und Spermidin spielen folgende Vitamine und Mineralstoffe eine wichtige Rolle für verschiedene Zellfunktionen:
| Zellfunktion | Nährstoffe | Kurz erklärt |
|---|---|---|
| Zellschutz vor oxidativem Stress | Vitamin C, Vitamin E, Riboflavin (B2), Zink, Kupfer, Selen | Tragen zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei. |
| Zellteilung | Vitamin D, Folsäure, Vitamin B12, Calcium, Magnesium, Eisen, Zink | Werden für eine normale Zellteilung benötigt. |
| Zellspezialisierung | Vitamin A, Calcium | Tragen zur Spezialisierung von Zellen bei, z. B. zu Blut- oder Nervenzellen. |
| Energiestoffwechsel | Vitamin C, B1, B2, Niacin, B6, B12, Biotin, Pantothensäure, Calcium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Jod | Tragen zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. |
| Herzfunktion | Thiamin (B1), Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) | Unterstützen eine normale Herzfunktion. |
Wichtige Mikronährstoffe zum Schutz vor oxidativem Stress
Bei oxidativem Stress handelt es sich um ein Ungleichgewicht zwischen reaktiven Sauerstoffmolekülen (Oxidantien) und antioxidativ wirksamen Molekülen (Antioxidantien). Ein Überschuss an reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) bzw. freien Radikalen kann Schäden in diversen Zellstrukturen verursachen, etwa in Proteinen oder der DNA. Verschiedene Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe haben nachweislich antioxidative Eigenschaften und sind in der Lage, die schädlichen ROS zu neutralisieren. Unter den essenziellen Mikronährstoffen gibt es folgende Antioxidantien:
- Vitamin E: Das lebenswichtige Vitamin E wird aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften umgangssprachlich auch als Anti-Aging-Vitamin bezeichnet und spielt für den Zellschutz eine wichtige Rolle.
- Vitamin C: Das unter der chemischen Bezeichnung Ascorbinsäure bekannte Vitamin unterstützt nicht nur das Immunsystem und ist ein wichtiges Antioxidans. Der Körper braucht Vitamin C zum Aufbau von Haut, Bindegewebe, Knochen und Knorpeln, die von natürlichen Alterungsprozessen betroffen sind.
- Riboflavin (Vitamin B2): Vitamin B2 oder Riboflavin unterstützt lebensnotwendige Vorgänge im Körper und spielt als Co-Enzym eine Schlüsselrolle bei zahlreichen Stoffwechselreaktionen. Es trägt zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress und zur Erhaltung normaler Haut und Schleimhaut bei.
- Zink: Zink ist ein essenzielles Spurenelement und als Bestandteil vieler Enzyme ein wichtiges Antioxidans, das freie Radikale bekämpft und dadurch ebenfalls zum Zellschutz beiträgt.
- Kupfer: Als Cofaktor antioxidativer Enzyme ist auch das Spurenelement Kupfer von entscheidender Bedeutung für die Reduzierung von oxidativem Stress. Auch das Bindegewebe profitiert von Kupfer. Darüber hinaus ist auch für eine normale Pigmentierung von Haut und Haaren Kupfer erforderlich.
- Selen: Das Spurenelement Selen ist Bestandteil vieler Proteine und Enzyme und kann zellschädigende Sauerstoffverbindungen bekämpfen. Außerdem ist es wichtig für gesunde Haare und Nägel.
Wichtige Mikronährstoffe für die Zellteilung
Vielleicht hast Du schon einmal von dem Mythos gehört, dass sich unser Körper alle sieben Jahre komplett erneuert. Dies stimmt zwar nicht ganz, da verschiedene Zelltypen eine unterschiedliche Lebensdauer haben. Knochenzellen können beispielsweise ca. 25 Jahre alt werden und Nervenzellen theoretisch so alt wie wir. Gleichzeitig gibt es auch Zellen, wie etwa Hautzellen, die nicht einmal drei Wochen alt werden. Grundsätzlich ist es also durchaus wahr, dass sich der Körper kontinuierlich erneuert.
„Zellmauserung“ wird die ständige Erneuerung von Zellen in unserem Körper genannt. Von den über 200 verschiedenen Zelltypen in unserem Körper überleben manche nur wenige Tage, andere begleiten uns ein Leben lang: Während im Darm jeden Tag 200 neue Zellen entstehen, werden Muskelzellen nur ausnahmsweise ersetzt – etwa bei Verletzungen. Jedes Jahr werden 90 % unserer Zellen ausgewechselt. Ein guter Grund, alle dafür notwendigen Bausteine bereitzustellen.
In jeder Sekunde Deines Lebens sterben rund 50 Millionen Zellen Deines Körpers ab. Genauso viele werden im Durchschnitt auch neu gebildet. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Deinem Körper alle für die Zellteilung wichtigen Vitamine und Mineralstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Einen nachweislichen Beitrag dazu leisten insbesondere:
- Vitamin D
- Folsäure
- Vitamin B12
- Calcium
- Magnesium
- Eisen
- Zink
Wichtige Mikronährstoffe für die Zellspezialisierung
Genau wie die Lebensdauer von Körperzellen variiert, unterscheiden sich auch ihre Aufgaben und Funktionen. Insgesamt gibt es mehr als 200 verschiedene Zelltypen. Bereits im Mutterleib beginnen sich Stammzellen zu Spezialisten zu entwickeln, die spezifische Aufgaben übernehmen, etwa als Blutzellen, Nervenzellen oder Muskelzellen. Dieser Prozess wird als Zellspezialisierung bezeichnet. Wie an der Teilung sind auch an der Spezialisierung der Zellen verschiedene Mikronährstoffe beteiligt. Wichtig sind hierfür vor allem Vitamin A und Calcium.
Wichtige Mikronährstoffe für den Energiestoffwechsel
Ein weiteres wichtiges Longevity-Thema ist der Energiestoffwechsel. Genau betrachtet entscheiden verschiedene Stoffwechselvorgänge darüber, ob wir uns “energiegeladen” oder eher schlapp fühlen. Energie wird auch für Prozesse benötigt, die sozusagen “hinter den Kulissen” ablaufen, wie die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur, die Synthese und Erneuerung von körpereigenen Substanzen und Zellen bis zur mechanischen Arbeit, etwa zur Bewegung oder dem Herzschlag.
Unter dem Energiestoffwechsel versteht man die bedarfsgerechte Bereitstellung von Energie aus der Nahrung (oder körpereigenen Speichern). Die verschiedenen Prozesse müssen sorgfältig reguliert und an die aktuelle Belastungssituation angepasst werden. Verschiedene Nährstoffe wirken an den Prozessen mit, die es uns erlauben, verschiedenste Nahrungsmittel in die körpereigene Energiewährung ATP umzusetzen. Folgende Mikronährstoffe tragen zu einem normalen Energiestoffwechsel bei:
- Vitamin C
- Thiamin (Vitamin B1)
- Riboflavin (Vitamin B2)
- Niacin
- Vitamin B6
- Vitamin B12
- Biotin
- Pantothensäure
- Calcium
- Magnesium
- Eisen
- Kupfer
- Jod
Wichtige Mikronährstoffe für das Herz
Unser nur etwa 300 g schweres Herz arbeitet pausenlos und ein Leben lang. Bei einem gesunden Erwachsenen schlägt es ca. 60 bis 90 Mal in der Minute. Bei Belastung kann die Herzfrequenz auf bis zu 160-180 Schläge ansteigen. Dabei pumpt es in Ruhe etwa 4,5 bis 5 Liter Blut pro Minute in den Blutkreislauf. Bei körperlicher Anstrengung kann das sogenannte Herzminutenvolumen sogar bis zu 20 Liter pro Minute betragen.17
Mit steigendem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit des Herzens allmählich ab. Für eine normale Herzfunktion sind verschiedene Nährstoffe von besonderer Bedeutung. Einen wichtigen Beitrag leisten u. a. Thiamin (Vitamin B1) und die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA.
Longevity: Hochwertige Produkte aus der Apotheke
Die aus der Apotheke bekannten Produkte von Orthomol stehen für höchste Qualität von der Auswahl und Reinheit der Rohstoffe über die Zusammensetzung bis zur Verarbeitung und Abfüllung. Mit unseren Nahrungsergänzungsmitteln für Longevity, Zellschutz und Anti-Aging entscheidest Du Dich für qualitativ hochwertige Produkte aus Deutschland.
Longevity – das solltest Du wissen
Wenn Du Dich mit der Supplementierung im Bereich Longevity beschäftigst, ist es hilfreich, die relevanten Aspekte wirklich zu verstehen. Daher erklären wir Dir hier einige wichtige Zusammenhänge näher.
Merkmale des Alterungsprozesses
Das Altern ist ein natürliches Phänomen, das sich (noch) nicht aufhalten lässt. Dennoch altern manche Menschen schneller als andere. Grund dafür sind verschiedene Faktoren, die am Alterungsprozess beteiligt sind. Dazu gehören z. B. DNA-Schäden, wie sie u. a. durch freie Radikale entstehen können, epigenetische Veränderungen, Funktionsstörungen der Mitochondrien und eine veränderte Stammzellregeneration.
Ein für Longevity besonderer Prozess im Zuge der Zellalterung wird als zelluläre Seneszenz bezeichnet. Der Begriff Seneszenz leitet sich vom Lateinischen „senescere“ ab und bedeutet so viel wie „altern“. In der Biologie wird die „Zellvergreisung“ dadurch definiert, dass die Zelle ihre Fähigkeit zur Teilung verliert. Dies geschieht nach ungefähr 50 Zellteilungen als Folge zellulärer Stressfaktoren und Schädigungen (z. B. Telomerverkürzung, DNA-Schäden, oxidativer Stress). Mit dem Zellteilungsstopp büßen seneszente Zellen auch ihre ursprüngliche Funktion ein. Allerdings sterben sie nicht ab, sondern bleiben metabolisch aktiv, weshalb seneszente Zellen häufig auch als sogenannte Zombie-Zellen bezeichnet werden. In jüngeren Jahren kommt unser Immunsystem noch mit den Zombies klar und vernichtet sie. Mit zunehmendem Alter fällt dies allerdings immer schwerer, sodass sich die seneszenten Zellen anhäufen und das umliegende Gewebe schädigen.
Ein Auslöser der zellulären Seneszenz ist der Telomerverschleiß. In puncto Anti-Aging und Longevity-Forschung finden die Telomere viel Beachtung. Telomere wirken wie Schutzkappen, die sich an den Enden der Chromosomen befinden. Jedes Mal, wenn sich eine Zelle teilt, geht ein kleines Stück davon verloren. Die Verkürzung der Telomere führt dazu, dass sich die Zelle irgendwann nicht mehr teilen kann und funktionsunfähig wird.
Autophagie – das Recycling von Zellbausteinen
Autophagie ist der wichtigste „Recycling“-Mechanismus der Zellen. Dabei handelt es sich um eine natürliche Zellreinigung, bei der überschüssige, beschädigte oder verbrauchte Zellbestandteile wie Proteine oder Organellen markiert, in eine Art zelleigenen „Müllbeutel“ verpackt und abgebaut werden. Daher wird die Autophagie oft mit einer Müllabfuhr verglichen, die in der Zelle aufräumt. Der Zellabfall wird jedoch nicht einfach entsorgt, sondern in seine Grundbausteine zerlegt – etwa um daraus neue Organellen zu bilden oder Energie zu gewinnen.
Da mit zunehmendem Alter auch die Zahl nicht mehr funktionsfähiger Zellbestandteile zunimmt, wird die Autophagie in der Longevity-Forschung viel diskutiert. Autophagie kann nicht nur durch körpereigene Substanzen wie Spermidin angeregt werden. Auch ein Energie- bzw. Nährstoffmangel kann Autophagie induzieren, da der Körper dann versucht, Energie und neues Baumaterial über die „Selbstverdauung“ der Zellen zu gewinnen. Daher wird z. B. das Fasten häufig als mögliche Anti-Aging-Maßnahme empfohlen.
Freie Radikale und Zellstress
Alterung wird in der Wissenschaft verstanden als fortschreitender Verlust von Gewebe und Organfunktionen.18 Eine entscheidende Rolle können dabei freie Radikale spielen. Freie Radikale sind Moleküle mit einem oder mehreren ungepaarten Elektronen. Durch den fehlenden Elektronenpartner sind sie äußerst reaktionsfreudig. Das führt dazu, dass sie versuchen, anderen Molekülen Elektronen zu entreißen. Auf diese Weise kann ein Überschuss zu Zellstress führen und erhebliche Zellschäden verursachen.
Je älter wir werden, desto weniger ist der Körper in der Lage, die Defekte in den Zellen zu beheben und sich zu regenerieren. Oxidativer Stress kann daher die Alterung beschleunigen. Zu den möglichen Auswirkungen zählen z. B. Störungen der Gefäßfunktion, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Nervenschädigungen und ein erhöhtes Risiko für neurodegenerative Erkrankungen. Ein Anstieg der aggressiven Sauerstoffverbindungen wird u. a. begünstigt durch ungesunde und einseitige Ernährung, Genussmittel wie Rauchen und Alkohol, körperlichen und psychischen Stress, UV-Strahlen und Umweltgifte.19
Dementsprechend umfasst Longevity mehr als eine optimale Nährstoffversorgung oder eine Einnahme spezieller Tabletten, Kapseln oder Pulver. Lifestyle-Faktoren wie Bewegung, Schlaf und psychisches Wohlbefinden sind elementare Longevity-Faktoren und haben maßgeblichen Einfluss darauf, wie lange wir gesund bleiben bzw. wie schnell wir altern. Genauere Einblicke findest Du in unserem Ratgeber: Longevity – Faktoren & Tipps für ein langes Leben.
Häufige gestellte Fragen zum Thema Longevity und Nahrungsergänzung
Longevity heißt übersetzt „Langlebigkeit“. Gemeint ist ein ganzheitlicher Ansatz, der auf ein langes UND gesundes Leben abzielt – also auf eine möglichst lange Gesundheitsspanne (Healthspan).
Lifespan bezeichnet die reine Lebensdauer. Healthspan meint den Lebensabschnitt, den ein Mensch bei guter Gesundheit verbringt – möglichst frei von chronischen Krankheiten und altersbedingten Einschränkungen.1
Longevity beschreibt einen ganzheitlichen, wissenschaftlich geprägten Ansatz mit dem Ziel einer langen Gesundheitsspanne (Healthspan).1 „Anti-Aging" ist demgegenüber ein unscharfer Begriff ohne einheitliche wissenschaftliche Definition, unter dem meist Produkte oder Maßnahmen gegen äußerlich sichtbare Alterserscheinungen zusammengefasst werden.
NAD⁺ ist ein Coenzym, das in jeder Zelle für den Energiestoffwechsel gebraucht wird. Da der NAD⁺-Spiegel mit dem Alter sinkt, wird untersucht, ob NAD⁺-Vorstufen wie NMN diesen Rückgang unterstützen können.2,6
Der Alterungsprozess selbst lässt sich nach heutigem Wissenschaftsstand nicht aufhalten oder umkehren. Einzelne Nährstoffe können aber begleitende Zellprozesse unterstützen: Vitamin C und E tragen zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei,19 Omega-3-Fettsäuren unterstützen eine normale Herzfunktion, und NAD⁺-Vorstufen wie NMN werden im Zusammenhang mit dem altersbedingten Rückgang des NAD⁺-Spiegels intensiv erforscht.2 Bewegung, Schlaf und eine ausgewogene Ernährung bleiben dabei die wichtigste Grundlage.
Das hängt vom individuellen Bedarf ab: Bei einer nachgewiesenen Unterversorgung können gezielte Nährstoffe sinnvoll sein. Wichtig zu wissen: Für Substanzen wie NMN oder Resveratrol, die häufig unter dem Begriff „Longevity-Supplements" beworben werden, steht der wissenschaftliche Nachweis einer lebensverlängernden Wirkung beim Menschen noch aus – die Forschung dazu läuft.6,11 Etablierte Mikronährstoffe wie Vitamin C oder Omega-3-Fettsäuren tragen dagegen nachweislich zu normalen Körperfunktionen bei.
Die in Studien untersuchten Dosierungen – etwa 250 mg NMN täglich über zwölf Wochen – galten bei älteren Erwachsenen als gut verträglich.7 Wie bei allen Nahrungsergänzungsmitteln gilt: die empfohlene Tagesdosis nicht überschreiten und bei Vorerkrankungen, Schwangerschaft oder Medikamenteneinnahme vorab ärztlichen Rat einholen.
Da Alterungsprozesse wie der Rückgang des NAD⁺-Spiegels oder der Spermidinkonzentration schleichend verlaufen,2,15 setzen viele Nutzer:innen ab Mitte 30 bis 40 auf eine gezielte Nährstoffversorgung. Eine pauschale Altersgrenze gibt es nicht – im Zweifel hilft eine individuelle Beratung, z. B. in der Apotheke.
In der zitierten NMN-Studie waren nach zwölf Wochen täglicher Einnahme erhöhte NAD⁺-Werte im Blut messbar, bei einzelnen Parametern wie der Gehgeschwindigkeit zeigten sich Verbesserungen als sekundärer Endpunkt.7 Longevity ist als langfristiges Konzept zu verstehen: Eine regelmäßige, tägliche Zufuhr ist bei den meisten der genannten Nährstoffe sinnvoller als eine gelegentliche Einnahme.
Die genannten Substanzen wirken über unterschiedliche Mechanismen (NAD⁺-Stoffwechsel, Zellstressanpassung, Autophagie) und werden in der Forschung meist einzeln untersucht. Eine gemeinsame Einnahme ist grundsätzlich möglich; bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme empfiehlt sich vorab ärztlicher Rat.
Im Fokus der Longevity-Forschung stehen aktuell vor allem NMN, Resveratrol und Spermidin.2,10,13 Ergänzend spielen etablierte Mikronährstoffe wie Vitamin C, E, Zink und Selen für den Zellschutz sowie Omega-3-Fettsäuren für die Herzfunktion eine wichtige Rolle. Orthomol bietet diese Nährstoffe einzeln oder als Kombipräparat wie Orthomol Cellprotect an.
Das hängt vom Schwerpunkt ab: für Zellschutz vor oxidativem Stress eignen sich Nährstoffe wie Vitamin C, E, Zink und Selen (z. B. in Orthomol Cellprotect), für die NAD⁺-Versorgung Orthomol NMN, für den Energiestoffwechsel und die Herzfunktion Omega-3-Fettsäuren (Orthomol Omega-3).
1 Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns: Was bedeuten die Begriffe Lebenserwartung, Lebensdauer, Langlebigkeit, Longevity und Gesundheitsspanne? www.age.mpg.de, abgerufen am: 10.09.2026.
2 Covarrubias, A.J., Perrone, R., Grozio, A. et al. (Nature Reviews Molecular Cell Biology): NAD+ metabolism and its roles in cellular processes during ageing. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33353981/, abgerufen am: 10.09.2026.
3 Verdin, E. (Science): NAD+ in aging, metabolism, and neurodegeneration. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26785480/, abgerufen am: 10.09.2026.
4 Walker, M.A., Tian, R. (Current Opinion in Physiology): NAD(H) in mitochondrial energy transduction: implications for health and disease. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32258851/, abgerufen am: 10.09.2026.
5 Ruszkiewicz, J.A., Bürkle, A., Mangerich, A. (Journal of Biological Chemistry): Fueling genome maintenance: On the versatile roles of NAD+ in preserving DNA integrity. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35595095/, abgerufen am: 10.09.2026.
6 Gallagher, C., Emmanuel, O.O. (Ageing Research Reviews): NAD+ supplementation for anti-aging and wellness: A PRISMA-guided systematic review of preclinical and clinical evidence. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41655607/, abgerufen am: 10.09.2026.
7 Morifuji, M., Higashi, S., Ebihara, S. et al. (GeroScience): Ingestion of β-nicotinamide mononucleotide increased blood NAD levels, maintained walking speed, and improved sleep quality in older adults in a double-blind randomized, placebo-controlled study. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38789831/, abgerufen am: 10.09.2026.
8 Mills, K.F., Yoshida, S., Stein, L.R. et al. (Cell Metabolism): Long-Term Administration of Nicotinamide Mononucleotide Mitigates Age-Associated Physiological Decline in Mice. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5668137/, abgerufen am: 10.09.2026.
9 Alegre, G.F.S., Pastore, G.M. (Current Nutrition Reports): NAD+ Precursors Nicotinamide Mononucleotide (NMN) and Nicotinamide Riboside (NR): Potential Dietary Contribution to Health. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37273100/, abgerufen am: 10.09.2026.
10 Zhou, D.D., Luo, M., Huang, S.Y. et al. (Oxidative Medicine and Cellular Longevity): Effects and Mechanisms of Resveratrol on Aging and Age-Related Diseases. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34336123/, abgerufen am: 10.09.2026.
11 Sun, J.N., Yang, R., Fang, L. et al. (Nutrition Journal): Effects of resveratrol supplementation on multiple health outcomes: an umbrella review of systematic reviews and meta-analyses of randomized controlled trials. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41987155/, abgerufen am: 10.09.2026.
12 Yadegar, S., Mohammadi, F., Yadegar, A. et al. (Phytotherapy Research): Effects and safety of resveratrol supplementation in older adults: A comprehensive systematic review. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38433010/, abgerufen am: 10.09.2026.
13 Hofer, S.J., Simon, A.K., Bergmann, M. et al. (Nature Aging): Mechanisms of spermidine-induced autophagy and geroprotection. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37118547/, abgerufen am: 10.09.2026.
14 Liu, S., Chen, B., Yan, C. et al. (Food Chemistry): Spermidine in food and health: biosynthesis, dietary sources, production, and biological functions. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/42235230/, abgerufen am: 10.09.2026.
15 Madeo, F., Hofer, S.J., Pendl, T. et al. (Annual Review of Nutrition): Nutritional Aspects of Spermidine. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32634331/, abgerufen am: 10.09.2026.
16 Schaal, S., Kunsch, K., Kunsch, S.: Der Mensch in Zahlen. https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-642-55399-8, abgerufen am: 10.09.2026.
17 Berufsverband Deutscher Internistinnen und Internisten e.V.: Begriffe rund ums Herz. https://www.internisten-im-netz.de/fachgebiete/herz-kreislauf/begriffe-rund-ums-herz.html, abgerufen am: 10.09.2026.
18 Liguori, I., Russo, G., Curcio, F. et al. (Clinical Interventions in Aging): Oxidative stress, aging, and diseases. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5927356/, abgerufen am: 10.09.2026.
19 Orthomol pharmazeutische Vertriebs GmbH: Oxidativer Stress – Ursachen, Symptome, Folgen, Tipps. https://www.orthomol.com/de-de/lebenswelten/zellschutz/oxidativer-stress, abgerufen am: 10.09.2026.