Sowohl für Mamas als auch für Babys ist Stillen weit mehr als nur Ernährung. Damit einher geht ein Gefühl von Liebe, Wärme und Geborgenheit. Und doch ist es irgendwann an der Zeit, mit dem Stillen aufzuhören. Viele Mamas fragen sich: Wann und wie kann ich abtillen? Wir zeigen Dir, wie Du merkst, wann der richtige Zeitpunkt für das Abstillen ist und wie Du es für Dich und Dein Baby so angenehm wie möglich machen kannst.
Abstillen: Mögliche Anzeichen für das Stillende
Sowohl Du als Mama als auch Dein Baby können den Anstoß für das Abstillen geben. Wann der richtige Zeitpunkt dafür ist, entscheidest Du alleine. Und auch, wer den ersten Schritt macht, Du oder Dein Baby, ist ganz individuell.
Wir zeigen Dir ein paar Anzeichen, die dafürsprechen können, dass es an der Zeit ist, Dein Baby abzustillen:
- Dein Baby wird zunehmend unkonzentrierter beim Stillen, trinkt weniger oder verweigert die Brust häufiger.
- Dein Baby isst immer größere Mengen Brei und ihr ersetzt immer öfter das Stillen durch Breimahlzeiten.
- Du produzierst nicht mehr genug Muttermilch oder hast Beschwerden beim Stillen.
- Dein Kind bekommt erste Zähne und beißt Dich beim Nuckeln.
- Du merkst, dass Du emotional abstillen möchtest.
- Du fühlst Dich ausgelaugt und schlapp vom Stillen.
- Deine Lebensumstände ändern sich zeitnah, weil Dein Kind zum Beispiel bald in die KiTa geht oder Du wieder anfängst zu arbeiten.
Hinweis: Manchmal ist es notwendig, dass Du von jetzt auf gleich mit dem Abstillen beginnen musst. Zum Beispiel dann, wenn Du Medikamente einnehmen musst, die Deinem Baby schaden können. Deine Hebamme und/oder Deine Ärztin bzw. Dein Arzt unterstützt Dich dabei. Um Brustdrüsenschwellungen zu vermeiden, müssen viele Mamas zum Beispiel die Milch selbst abpumpen – aber nur so viel, damit sich Beschwerden lindern, die Milchproduktion aber nicht wieder angeregt wird.
Abstillen: 6 Tipps für einen sanften Abschied von Mamas Brust
Aus welchen Gründen Du auch immer abstillen möchtet: Es ist ganz allein Deine Entscheidung, wann Du damit beginnst. Lass Dich nicht von anderen Meinungen unter Druck setzen.
Nimm Dir zudem Zeit für das Abstillen. So machst Du es für Dein Baby (und Dich) einfacher. Durch das langsame Abstillen beugst DU zudem einem unangenehmen Milchstau vor. Wir geben Dir ein paar Tipps an die Hand, die Dir beim Abstillen helfen können.
1. Wähle einen passenden Zeitpunkt
Starte mit dem Abstillen, wenn keine größeren Veränderungen im Leben anstehen. So kann sich Dein Kind langsam an die neue Situation gewöhnen.
2. Kuschel mehr mit Deinem Kind
Schenke Deinem Kind viel Aufmerksamkeit und lege extra Kuscheleinheiten ein. Denn für Kinder bedeutet Stillen nicht nur Nahrung aufnehmen, sondern auch Nähe, Kuscheln, Liebe und Trost. Auch Mamas, die sich schwer vom Stillen trennen können, hilft das.
3. Starte Schritt für Schritt
Überlege Dir, welche Stillmahlzeiten am leichtesten entfallen können. Starte damit. Achte zudem darauf, dass Dein Kind tagsüber bzw. abends mehr isst. So reduzierst Du das Risiko, dass Dein Kind nachts aufwacht, weil es hungrig ist.
4. Biete nicht mehr aktiv die Brust an
Gib Deinem Kind nur noch die Brust, wenn es danach verlangt. Gewöhne Dein Kind gleichzeitig langsam an das Fläschchen. Probiere gerne auch unterschiedliche Fläschchentypen aus.
5. Sorge für Ablenkung
Wenn Dein Kind ein großes Saugbedürfnis hat, überlege, ob Du ein Schnuller geben möchtest. Rechne zudem damit, dass Dein Kind protestiert, wenn es nicht mehr jederzeit an die Brust darf. Schließlich verändern sich lieb gewonnene Gewohnheiten für Deinen kleinen Schatz. Versuche Dein Kind abzulenken, zum Beispiel mit vorlesen oder spielen. Du kannst es auch mit einem gesunden Snack versuchen.
6. Baue neue Einschlafrituale auf
Einschlafen und Stillen hängen oft eng miteinander zusammen. Es kann hilfreich sein, wenn Dein Partner während der ersten Zeit des Abstillens Euer Kind ins Bett bringt. Baut zudem neue Einschlafrituale auf. Kuschelt gemeinsam, blättert ein Buch durch, lest eine Gute-Nacht-Geschichte vor oder macht ein sanftes Schlaflied an.