Der Nabelrest ist abgefallen und Du möchtest Dein Baby zum ersten Mal baden? Das Planschen im warmen Wasser bereitet den meisten Kindern eine große Freude, weil es sie an die Schwerelosigkeit im Fruchtwasser erinnert. Damit der Spaß dabei nicht baden geht, findest Du hier einige Tipps und Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Wann sollte ich mein Baby das erste Mal baden?
Nach etwa 14 Tagen fällt in der Regel der trockene Rest der Nabelschnur ab. Nun ist es Zeit für das erste Planschen. Achte beim Baden auf eine sorgfältige Reinigung des Bauchnabels und trockne ihn nach dem Baden gut ab. Auch jetzt könnte bestehende Feuchtigkeit noch zu einer Entzündung im Nabelbereich führen. Viele Hebammen und Kinderärzte empfehlen daher, das Baby nicht zu baden, solange der Nabelrest noch dran ist. Es könnten sich dadurch etwaige Bakterien im Badewasser verbreiten.
Wie häufig und wie lange darf ich mein Baby baden?
Ein- bis zweimal pro Woche ist vollkommen ausreichend. Zu häufiger Ganzkörper-Wasserspaß könnte der empfindlichen Babyhaut schaden. Die Dauer des Vollbades richtet sich in erster Linie nach der Geduld des Kindes. Hebammen raten zu fünf bis fünfzehn Minuten pro Bad.
Vorbereitung und Nachbereitung
- Heizung aufdrehen, Wärmelampe oder Heizstrahler einschalten: Das Badezimmer oder der Ort, wo die Babywanne platziert wird, sollte nicht allzu kalt sein. Zudem ist es schön, wenn auch der Wickelort vorgewärmt ist. Auch Handtücher können vor dem Bad auf die Heizung gelegt werden für ein wohliges Gefühl nach dem Baden.
- Wasserthermometer besorgen: Die richtige Temperatur ist zwischen 36 und 37 Grad (die Körpertemperatur des Kindes). Das Wasser sollte den ganzen Körper (abgesehen vom Kopf) bedecken. Falls die Brust aus dem Wasser ragt, schützt ein in das warme Badewasser getauchter Waschlappen auf der Brust vor unangenehmer Kälte.
- Dein Baby sollte weder müde noch hungrig sein: Du musst Deinen Schatz nicht unmittelbar vor dem Badespaß stillen, aber die letzte Mahlzeit sollte nicht allzu lang her sein.
- Badespielzeug: Spritztiere oder kleine Becher sind für einen Säugling ideal zum Erkunden des feuchten Elements.
- Nach dem Planschen in ein kuscheliges Handtuch (am besten vorgewärmt) mit Kapuze hüllen, auf den Wickeltisch unter die Wärmelampe legen oder Deine eigene Körpertemperatur nutzen und ausgiebig im Anschluss kuscheln.
- Wenn Dein Schatz gut abgetrocknet ist, creme ihn oder sie falls nötig ein. Durch das Bad (ohne pflegende Badezusätze) kann die Haut etwas trocken sein.
Die richtige Badewanne
Für das erste Bad gibt es verschiedene Behälter, die Deinem Kind Sicherheit aber auch den nötigen Komfort bieten sollen. Probiere aus, was zu Euren individuellen Umständen am besten passt.
Badeeimer: Er sieht aus wie ein handelsüblicher Putzeimer. Das Baby wird in den Eimer gesetzt, was die behagliche Enge aus dem Mutterleib vermitteln soll. Auch, wenn es durch den festen Sitz wirkt, als könnte nicht viel passieren: Lasst Euer Kind nie unbeaufsichtigt im Wasser spielen.
Waschbecken: Für das Baden im Säuglingsalter ist die Tiefe des Beckens ausreichend und zudem eine rückenschonende Alternative für Mama und Papa, die den Kopf des Babys während des Planschens sicher über der Wasseroberfläche halten.
Badesitz: Eine ergonomische Passform, in der Säuglinge auf einer Stoff- oder Netzfläche liegen und das Gefühl der Schwerelosigkeit im Wasser erleben. Der Badesitz mit oder ohne Gurt kann von Geburt an bis zu sechs Monate bei der Nutzung der Erwachsenen-Badewanne als zusätzliche Sicherheit sorgen. Für ältere Babys, die schon sitzen können, gibt es eine Sitz-Konstruktion.
Baby-Badewanne: Die kleine Version der Erwachsenen-Badewanne ist die wassersparende Alternative zur großen Wanne. Das Köpfchen des Babys wird beim Baden von Mama oder Papa gehalten.
Elternbadewanne: Wenn Du das erste Bad gemeinsam mit Deinem Kind erleben willst oder dies zum festen Ritual etablieren möchtest, nutzt Eure Wanne. Damit sparst Du Dir eine weitere Anschaffung, die nach dem Bad verstaut werden muss. In diesem Fall erweist es sich als praktisch, wenn der Partner oder die Partnerin nach dem Baden parat steht, um Euren Schatz zu versorgen, während Du Dich abtrocknest.
Badeschaum, Öl oder keine Badezusätze?
Zarte Babyhaut ist sehr empfindlich und sollte maximal mit sensitiven Produkten ohne Duftstoffe gereinigt werden. Dein Zwerg neigt zu Rötungen und schuppiger Haut? Ein Esslöffel Muttermilch im Badewasser soll durch die darin enthaltenen Fette und Proteine trockener Haut vorbeugen. Klares Wasser alleine kann Stuhl- oder Spuckreste in den Hautfalten nur schwer entfernen? Ab der neunten Woche werden, falls nötig, milde Badezusätze für Babys empfohlen. Bewährt hat sich Mandelöl. Ein paar Tropfen ins Badewasser pflegt die Haut schon beim Baden und löst Schmutz. Nach dem Bad können weitere Tropfen Mandelöl für eine wohltuende Babymassage genutzt werden, die die Tränen über das Plansch-Ende schnell trocknen.
Babybadetrend Floating: ein Gefühl wie in Mamas Bauch
Durch eine Art Schwimmring, der um den Babyhals gelegt wird, treibt nur noch das Köpfchen über Wasser. Körper, Arme und Beine gleiten schwerelos durchs warme Wasser – wie in Mamas Bauch. Das Baden mit dem Floating-Ring soll entspannen, schlaffördernd sein, unruhige Babys beruhigen, es kann bei Koliken und Blähungen helfen und fördert die Entwicklung der Sinneswahrnehmung. Es gibt Floating-Zentren oder Floating-Ringe für den Hausgebrauch. Das Floating mit dem Schwimmring eignet sich für Säuglinge ab einem Alter von zwei Wochen und mindestens drei Kilogramm Gewicht.