Der erste Zahn zeigt sich bei Deinem Baby – was für ein besonderer Moment! Doch für viele Eltern kann die Phase des Zahnens auch eine ziemlich herausfordernde Zeit sein. Viele Babys sind unruhig, weinerlich und schlafen schlechter. Kein Wunder: Kommen die Zähnchen durch das Zahnfleisch, kann das für die Kleinen sehr schmerzhaft sein. Doch keine Sorge, es gibt viele Wege, wie Du Deinem Baby helfen kannst, diese Zeit angenehmer zu gestalten.
Wann beginnt das Zahnen bei Babys?
Das ist sehr individuell. Die meisten Babys beginnen zwischen dem 4. und 7. Lebensmonat zu zahnen. Manche Kinder fangen aber auch früher an, andere bleiben bis zum ersten Geburtstag zahnlos. Die ersten Zähne, die durchbrechen, sind normalerweise die unteren mittleren Schneidezähne, gefolgt von den oberen mittleren Schneidezähnen.
Anzeichen für das Zahnen können sein:
- Vermehrtes Sabbern
- Vermehrtes Kauen auf Gegenständen
- Gereiztheit oder Weinerlichkeit
- Geschwollenes, gerötetes Zahnfleisch
- Leicht erhöhter Temperatur (kein hohes Fieber)
Warum tut das Zahnen Babys oft so weh?
Während die Zähne durch das Zahnfleisch brechen, entsteht Druck, der das Zahnfleisch reizt. Dies kann zu Unwohlsein und Schmerzen führen. Auch der verstärkte Speichelfluss kann die Haut um den Mund reizen. Manche Babys reagieren empfindlicher auf das Zahnen als andere, was erklärt, warum nicht jedes Kind gleich intensiv auf diese Phase reagiert.
Wie kannst Du Deinem Baby beim Zahnen helfen?
Es gibt viele Möglichkeiten, wie Du Deinem Baby die Phase des Zahnens so angenehm wie möglich machen und Beschwerden lindern kannst. Hier ein paar Ideen:
Gib Deinem Baby Beißringe
Beißringe sind eine der bekanntesten Hilfsmittel gegen Zahnungsschmerzen. Sie massieren sanft das Zahnfleisch und bieten dem Baby eine Möglichkeit, den Druck zu lindern. Es gibt verschiedene Arten von Beißringen, darunter solche, die im Kühlschrank gekühlt werden können. Die Kälte kann den Schmerz zusätzlich lindern. Es ist jedoch wichtig, den Beißring nicht in den Gefrierschrank zu legen, da zu kalte Gegenstände das empfindliche Zahnfleisch verletzen können.
Verwende Zahnungsgel oder -salbe
Verschiedene Zahnungsgels sind rezeptfrei erhältlich und enthalten oft leichte betäubende oder beruhigende Wirkstoffe wie Kamille. Diese können direkt auf das Zahnfleisch aufgetragen werden, um den Schmerz zu lindern. Achte jedoch darauf, Produkte zu wählen, die speziell für Babys geeignet sind. Wenn Du Dir unsicher bist, frag Deine Kinderärztin oder Deinen Kinderarzt um Rat.
Kühle das Zahnfleisch Deines Babys
Kühlung ist eine einfache und effektive Methode, um das Zahnfleisch zu beruhigen. Du kannst saubere, kalte Waschlappen verwenden, auf denen Dein Baby kauen kann. Für ältere Babys, die bereits feste Nahrung zu sich nehmen, eignet sich auch kühles, nicht gefrorenes Obst (z. B. Gurken- oder Apfelscheiben).
Massiere das Zahnfleisch Deines Babys
Eine sanfte Zahnfleischmassage kann ebenfalls helfen, den Druck und die Schmerzen zu lindern. Du kannst dafür einfach Deinen sauberen Finger verwenden und vorsichtig das geschwollene Zahnfleisch Deines Babys massieren. Manche Eltern finden es auch hilfreich, ein kaltes Tuch zu verwenden, um gleichzeitig zu kühlen.
Sei für Dein Baby da und stille es öfter
Das Zahnen kann für Babys sehr herausfordernd sein. Sei für Dein Baby da, tröste es und gib Deinem Schützling die Aufmerksamkeit, die es benötigt. Manchmal hilft es auch, Dein Baby in dieser Phase öfter zu stillen. Auch Stillen wirkt beruhigend und gibt dem Baby Nähe und Trost.
Lenke Dein Kind ab
Ablenkung kann Wunder bewirken. Spielzeug, ein neues Buch oder einfach ein wenig Kuschelzeit mit Mama oder Papa können Dein Baby auf andere Gedanken bringen und den Fokus von den Schmerzen weglenken. Auch ein Spaziergang an der frischen Luft wirkt oft beruhigend.
Wann solltest Du ärztlichen Rat aufsuchen?
Obwohl das Zahnen eine ganz normale Phase im Leben Deines Babys ist, gibt es dennoch Situationen, in denen ein Arztbesuch sinnvoll ist. Wenn Dein Baby hohes Fieber (über 38,5 °C) hat, ungewöhnlich stark weint, Durchfall oder Erbrechen hat, oder Du Dir generell Sorgen machst, solltest Du sicherheitshalber zu Deiner Kinderärztin oder Deinem Kinderarzt. Auch wenn sich das Zahnfleisch entzündet oder blutet, ist es ratsam, eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt zu konsultieren.
Gesunde Milchzähne bilden die Basis für gesunde, bleibende Zähne. Daher ist es wichtig, dass Du die ersten Zähnchen Deines Babys von Anfang an gut pflegst. Oft reicht dafür ein Tuch oder Wattestäbchen aus. Gehe behutsam vor, um das empfindliche Zahnfleisch nicht zu reizen. Es gibt zudem sogenannte Fingerzahnbürsten. Diese bestehen in der Regel aus weichem Silikon, das mit kleinen Borsten überzogen ist. Die Fingerzahnbürste stülpst Du Dir über den Finger und fährst sanft über die Zähne und das Zahnfleisch.