Im Laufe des Tages ist Eure Haut unterschiedlich aktiv. Denn sie hat ihren eigenen Biorhythmus. Diesen könnt Ihr Euch für Eure Hautpflege zunutze machen. Wenn Ihr Eure Pflege an den Biorhythmus Eurer Haut anpasst, versorgt Ihr sie genau dann mit den richtigen Nähr- und Pflegestoffen, wann Eure Haut sie braucht und am besten aufnehmen kann. Wir zeigen Euch, wie Ihr Eure Pflegeroutine an den Biorhythmus Eurer Haut anpassen könnt.
Biorhythmus der Haut: Das steckt hinter dem Begriff
Euer gesamter Körper wird vom Biorhythmus gesteuert. Er umfasst ganz grob 24 Stunden, also einen Tag. Euer Biorhythmus beeinflusst zum Beispiel den Tag-Nacht-Rhythmus, Eure Körpertemperatur und den Schlaf-Wach-Rhythmus. Er taktet also Euren Tag in Ruhe und Aktivität. Einen großen Einfluss darauf nimmt das Tageslicht bzw. die Dunkelheit. Auch Eure Haut hat eine innere Uhr.
So verändert sich Eure Haut über den Tag
In der Nacht regenerieren sich die Hautzellen. Tagsüber hat die Haut hingegen eine stärkere Abwehrbarriere, um schädliche Umwelteinflüsse abzuwehren. Diesen Biorhythmus der Haut könnt Ihr Euch für die Hautpflege zunutze machen. Denn durch die innere Uhr wird auch bestimmt, wann Eure Haut Wirkstoffe am besten aufnimmt. So könnt Ihr den Glow Eurer Haut beeinflussen.
Tipp: Passt die Pflege an Euren individuellen Hauttyp an
Wir zeigen Euch im Folgenden, wie Eure Pflegeroutine nach dem Biorhythmus bei normaler Haut aussehen kann. Wenn Ihr unter unreiner, sehr trockener oder empfindlicher Haut leidet, passt die Pflegeprodukte an Euren Hauttyp an.
Hautpflege nach dem Biorhythmus: Morgens
Ihr lasst die Nacht hinter Euch und bereitet die Haut mit der optimalen Pflege auf den Tag vor.
Reinigt Eure Haut sanft
Startet Eure Hautpflege nach dem Biorhythmus mit einer milden Reinigung, um die Gesichtshaut vom Schweiß zu befreien. Dabei heißt die Devise: weniger ist mehr. Nachts sind wir weniger Umwelteinflüssen als tagsüber ausgesetzt. Lediglich ein paar abgestorbene Hautzellen und etwas Schweiß sammeln sich während des Schlafs auf der Haut. Daher benötigt sie am Morgen auch keine intensive Reinigung. Sie würde Eure natürliche Hautbarriere nur unnötig schaden. Eine Reinigung mit Wasser reicht in den meisten Fällen vollkommen aus.
Versorgt Eure Haut mit langanhaltender Feuchtigkeit
Der Feuchtigkeitsgehalt der Haut ist morgens mit am geringsten. Um Euren natürlichen Glow nach dem Aufstehen zu unterstreichen, verwendet daher ein leichtes, feuchtigkeitsspendendes Fluid. Es enthält idealerweise Komponenten, die sowohl sofort als auch langanhaltend Feuchtigkeit spenden. Für einen sofort aufpolsternden Effekt können Algenextrakte und Aloe vera sorgen. Hyaluronsäure versorgt Eure Haut langanhaltend mit Feuchtigkeit. Gleichzeitig ist die Hautdurchlässigkeit morgens geringer als abends. Das bedeutet, dass Ihr morgens schlichtweg nicht so gut von reichhaltigen Cremes profitiert.
Schützt Eure Haut vor UV-Strahlen und anderen Umwelteinflüssen
Idealerweise enthält Eure Feuchtigkeitspflege auch antioxidative Wirkstoffe wie Coenzym Q10, Vitamin E und Vitamin C. Antioxidantien können dabei helfen, freie Radikale abzuwehren. Stress, aber auch Umwelteinflüsse wie UV-Strahlen, Zigarettenrauch und Feinstaub lassen die Anzahl freier Radikale ansteigen. In größeren Mengen können sie Entzündungen fördern und die Hautalterung beschleunigen.
Tragt zudem jeden Tag einen UV-Schutz auf – auch im Winter. Er sollte mindestens LSF 30 haben. Achtet bei der Wahl darauf, dass das Produkt frei von komedogenen Inhaltsstoffen ist. Sie fördern die Entstehung von Mitessern.
Hautpflege nach dem Biorhythmus: Tagsüber
Nachmittags und am Abend ist die Hautbarriere am stärksten. Das ist unter anderem auf die zunehmende Talgproduktion zurückzuführen. Mittags gegen 12 Uhr arbeiten Eure Talgdrüsen auf Hochtouren. Zusammen mit Schweiß bildet er einen dünnen Säuremantel, der sich wie ein unsichtbarer Schutzfilm über die Haut legt. Je stärker Eure Hautbarriere ist, desto besser hält die Haut Umwelteinflüssen wie trockene Heizungsluft, Schmutz oder UV-Strahlen stand.
Gönnt Eurer Haut eine Extraportion Feuchtigkeit
Viele Beauties haben im Herbst und Winter mit der Heizungsluft zu kämpfen. Sie trocknet die Haut sehr aus. Den gleichen Effekt können im Sommer Klimaanlagen hervorrufen. Ein stressiger Arbeitstag hinterlässt zusätzlich Spuren im Gesicht. Die Haut wirkt fahl, spannt und es zeichnen sich Müdigkeitsfältchen um die Augen ab.
Gönnt Eurer Haut tagsüber eine kleine Erfrischung. Ein leichtes Hyaluron-Serum und eine Creme speziell für die Augenpartie versorgen Eure Haut mit Feuchtigkeit. Für einen schnellen Feuchtigkeitskick eignen sich Gesichtssprays. Sie benetzen die Haut mit einem feinen Nebel. Er ist so sanft, dass er das Make-up nicht verlaufen lässt. Frischt gegebenenfalls auch den UV-Schutz auf.
Das hilft gegen glänzende Haut
Wenn Eure Haut dazu neigt zu glänzen, tragt mittags ein leicht mattierendes Puder auf. Es saugt den Talg auf. Wenn das nicht ausreicht, könnt Ihr die glänzenden Hautpartien sanft abtupfen. Versorgt Eure Haut danach mit Feuchtigkeit und frischt den UV-Schutz auf.
Hautpflege nach dem Biorhythmus: Abends
Sobald Ihr zu Hause seid, reinigt Euer Gesicht mit einer milden Waschcreme. So befreit Ihr Eure Haut von Schmutz, Talg und Make-up. Tragt danach einen alkoholfreien Toner auf. Ein Peeling (ein- bis zweimal pro Woche) löst abgestorbene Hautschüppchen. Im Laufe des Tages nimmt zudem der Wasserverlust über die Haut langsam zu und die Schutzbarriere lässt nach. Wirkstoffe mit einem höheren Molekulargewicht können dadurch abends besonders gut in die Haut eindringen. Sie wirken eher in den oberen Hautschichten. Dazu gehört zum Beispiel Mandelöl, das tief in die oberen Hautschichten eindringt. Das Mandelöl enthält Linolsäure, die entzündungshemmend und beruhigend wirkt.
Hautpflege nach dem Biorhythmus: Nachts
Eure Haut arbeitet nachts auf Hochtouren und befindet sich in der Regenerationsphase. Die Talgproduktion ist heruntergefahren, wodurch die Schutzbarriere abnimmt. Gegen Mitternacht erreicht die Talgproduktion ihren Tiefpunkt. Gleichzeitig ist die Haut nachts stärker durchblutet als tagsüber, wodurch sich die Poren weiten. Dadurch können Pflegestoffe besonders gut in die Haut eindringen. Zudem schüttet der Körper in der Tiefschlafphase das Wachstumshormon aus, welches unter anderem die Kollagenproduktion angeregt.
Tragt vor dem Schlafengehen daher eine an Euren Hauttyp angepasste, reichhaltige Pflege mit konzentrierten Inhaltsstoffen auf. Wir stellen Euch eine Auswahl an Wirkstoffen vor:
- Hyaluronsäure spendet Feuchtigkeit.
- Ceramide kommen natürlicherweise in jeder Haut vor. In Cremes können sie die Widerstandsfähigkeit der Haut fördern.
- Retinol kann Eure Haut bei der Regeneration unterstützen.